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Vierter Band.
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242 Drittes Buch: Europa von d. Stiftung d. Heiligen Allianz bis z- Jnlirevolntion. A 106-

s. On. i 8 i 9 einigen, hatte Preußen mit Schwarzburg-Sonders Hausen denersten Zollanschlußvertrag abgeschlossen, nach welchem diesem Staateein der Kopszahl seiner Bevölkerung entsprechender Anteil am Reinertragder Zölle zugestanden wurde. Dann aber vergingen fast zehn Jahre, ehees gelang, die Halsstarrigkeit der anderen Kleinstaaten zu überwinden-Der Zollkrieg mit Anhalt-Köthen, das durch einen ausgiebigen Schmuggel"Handel der preußischen Staatskasse jährlich mehr als eine halbe MillionTaler vorenthielt, zeigte die ganze Unnatürlichkeit dieser Verhältnisse. Dochda die preußische Regierung sich weder durch die Klagen des Bundestagesnoch durch die geheimen Machinationen Österreichs beeinflussen ließ,mußten die kleinen Staaten sich zum Zollanschluß an Preußen bequemen-Dagegen versuchten die Mittelstaaten, sich gegen die preußische Zollpolitikdurch eignen Zusammenschluß zu wehren. Aber weder die Stuttgarternoch die Darmstädter Verhandlungen im Jahre 1825 führten ZU»ürtt-m- einem Ergebnis; erst am 18. Januar 1828 kam ein ZollvereinZoÄNn zwischen Bayern und Württemberg zustande auf der Grundlagei8.Jan. 1828 gleichen Stimmrechtes und selbständiger Zollverwaltung der Verbündeten-mtt Heffen- So auf sich selbst angewiesen, suchte Hessen-Darmstadt Zuflucht bei14 M 18 W Preußen und wurde am 14. Februar 1828 in dessen Zollsystem aus"genommen.

Dieser Vertrag wurde die Grundlage für die Verfassung des späterenDeutschen Zollvereins: er verhielt sich, wie Treitschke sagt, zu denspäteren Zollvereinsverträgen genau so, wie sich die Verfassung des Nord"deutschen Bundes zu der heutigen Reichsverfassung verhält. Nach diesemtrage wurde in jedem Lande die Zollverwaltung völlig selbständig, jedochgleichmäßig nach preußischem Vorbild geführt, die Verteilung der Zoll"ertrüge sollte nach Maßgabe der Bevölkerungsziffer erfolgen. Die Daueides Vertrags wurde bis zum 31. Dezember 1834 ausgedehnt, mit einerVerlängerung auf weitere sechs Jahre im Falle der NichtkündiguEObgleich durch diesen Zusammenschluß Preußens und Darmstadts ^wirtschaftliche Lage Kurhessens ganz unhaltbar geworden war, widerstrebnder Kurfürst noch lange der Anerkennung der tatsächlichen Notwendig"keit. Zugleich drohte eine neue Gefahr. Unter österreichischer Beft^Wartung kam auf Anregung Sachsens, dessen Lage zwischen der preußisch'darmstädtischen und der süddeutschen Gruppe immer schwieriger wurd^Icher Han- ein mitteldeutscher Handelsverein zustande. Wie ein Keil scho"24.S°ptN828 stch dieser, aus Sachsen, Hannover, Kurhessen, Oldenburg, NassoU'Braunschweig, den meisten thüringischen Fürstentümern, Bremen unFrankfurt bestehende Verein zwischen die beiden Zollverbände hineiwzusammengehalten nur durch die Angst und den Neid gegen Preuß^'ohne irgendwelche gemeinsame Interessen, ohne Zolleinigung und erheblichVerkehrserleichterungen, mit der einzigen Absicht, die Erweiterung ^ttch/ub-r- preußischen Zollvereins zu hintertreiben. Da faßte der preußische Fiua"4brllckung des minister Motz den kühnen Plan, über diesen Bund hinweg den süddeutsch^Staaten die Hand zu einer Vereinigung zu reichen. Und König LudW i g 'von Bayern, der anfangs in seiner Erbitterung über den preußdhessischen Zollverband sich sogar an Frankreich um Hilfe gewandt hat ^erkannte dann doch die großen Vorteile und schlug in die dargebotenHand ein. Hauptsächlich durch die geschickte Vermittlung des Stuzarter Buchhändlers Cotta wurde der Vertrag am 27. Mai 1^ "

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