^ H4- Zweites Kapitel: Die südeurop. Revolutionen u. d. Durchbrechung d. Heil. Allianz. 257
Munsten der Griechen zunächst zu verhindern. Da starb unerwartet KaiserMüder zu Taganrog am Asowschen Meer, und sein zweiter BruderI- folgte ihm in der Herrschaft, da der ältere Konstantin schont> .^m Throne entsagt hatte. Nikolaus mußte zuerst eine Militär-Körung blutig niederschlagen (§ 151), die angeblich auf Übertragunger Krone an Konstantin und Beschränkung der absoluten Zarenmacht durch"^"tutionelle Formen gerichtet war; ohne Rückhalt im Volke selbstm^hte sie scheitern. Tatkräftig verfolgte Nikolaus nun eine rein russische^«tik und sagte sich von Metteruichs Einflüsse los. Er zwang den Sultanlihmud II., dessen militärische Kraft durch die blutige Niederwerfung desusstandes der Janitscharen geschwächt war (§ 146), zu dem Vertrage von> ^lbrman. Der Sultan verzichtete aus die Ernennung der Hospodarenoen Donausürstentümern und erkannte das Recht der russischeno ogge aus dem Schwarzen Meere an. Sein Ingrimm über diese Zu-^ uandnisse loderte aber zum heftigsten Zorne auf, als er durch EnglandW m schon vorher im geheimen zwischen Rußland und Englandnv,.tftrsbürg abgeschlossenen Protokolle erfuhr, in welchem die beidens/^wte sich verbanden, die Vermittlung zwischen der Türkei und Griechen-
1 . Dez. 182S182S-18S5
7. Okt. 1828
4. April 1826
land
aus einer für die Griechen allerdings noch unvorteilhaften Basis zu
.^nehmen (Tribut, enge Grenzen). Die französische Regierung wurderi^wlls durch die laute Stimme der Philhellenischen Opposition gedrängt,den beiden Mächten anzuschließen, während sich Preußen durch„ flternich vom Beitritt abhalten ließ. Zwischen England, Frankreich^ 0 Nußland kam nun auf Grundlage des Petersburger Protokolls derüp i^ouer Vertrag über die griechischen Angelegenheiten zustande, dernick> n füglich der Ausführung des Vermittlungsgeschäftes, wie Metter-^ ßch ausdrückte, „von Lügen und Unbestimmtheiten wimmelte".
Nl ^ Instruktionen, welche infolge dieses Vertrags an die verbündetenu^lenkommandanten in der Levante geschickt wurden, schrieben diesen vor,ss bh Zusammenstoß zwischen den beiden Parteien zu verhüten, doch ließenein ^ki der Ausführung dieses Pazifikationsgeschästes im „vorausNup" weiten Spielraum". Die Admirale sahen ein, daß sie ihren Zweckh... Zeichen könnten, wenn sie Ibrahim nötigten, sein barbarisches Ver-h l^gssystenr in Messenien aufzugeben und die Flotte, die er im Hafenihr ^varino hatte, nach Alexandrien zurückzusenden; sie liefen, umn ^.Äorderung Nachdruck zu geben, in den Hafen von Navarino ein, woSän"« türkisch-ägyptische Flotte in Schlachtordnung ausgestellt fanden,^^lse, die (vielleicht zufällig) von türkischer Seite aus das englische>vcir ^?^ck>iff sielen, gaben das Signal zum Kampf. Nach vier Stundender qn ^Ee der Osmanen vernichtet. Während sich die Diplomatieächte ^ Konstantinopel in fruchtlosen Unterhandlungen er-Pfort während Fürst Metternich, durch Cannings Tod ermutigt, dieUnr ^ ^ veranlassen wußte, sich vertraulich an Österreich zu wenden,vack, we Vermittlung des Kaiserhoses zwischen ihr und den Verbündetenschw^suchen, erfolgte diese gewaltige Entscheidung aus dem Kriegs-daß ?e, die alle Pläne der Diplomatie vernichtete. Sie kam so rasch,^llrä ^ englische Regierung über „das unwillkommene Ereignis" (unto-für s b^but) in Bestürzung geriet. Denn die öffentliche Meinung in demliegen Handel besorgten England sprach sich aus das entschiedensteKrieg mit der Pforte aus, und man glaubte, daß mau durch
"-Baldamus, Weltgeschichte. 21. Aufl. IV. 17
LondonerVertrag6. Juli 1827
Seeschlachtvon Nava-rino
20. Okt. 1827
8. Aug. 1827
Rücktritt
Englands