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Vierter Band.
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258 Drittes Buch: Europa von d. Stiftung d. Heiligen Allianz bis z. Julirevolution. 8

die Wehrlosmachung eines alten Verbündeten indirekt nur das InteresseRußlands befördert habe. So fiel das englische Kabinett wieder in feinegriechenfeindliche Haltung zurück. Es trat dem im Jahre 1827 durchrussischen Einfluß erwählten Präsidenten Griechenlands, Capodistrias-kühl, ja feindselig entgegen und sah mit Mißtrauen, daß eine französiDExpeditionsarmee nach Morea geschickt wurde, um die Räumung des Lande-durch Ibrahim zu erzwingen. Diese erfolgte im Frühjahr 1828.Mch^ur- um dieselbe Zeit aber hatte schon Kaiser Nikolaus dem Sultan,welcher unter beleidigenden Ausdrücken gegen Rußland den europäischenW.AprtlE Mächten alle Verträge kündigte, den Krieg erklärt. In Asien waren dnRussen unter Paskiewitsch siegreich (sie eroberten 1828 Achalzich, 18^Erzerum; auch zwang Paskiewitsch Persien zur Abtretung von EriwaNs§ 152j); dagegen mißglückte der Feldzug in Europa anfangs völlig. Erstii.JumiWg 1829 drang der russischeFeldherr Diebitsch nach einem Siege LeiKulewWerobernd über den Balkan bis Adrianopel vor. Allein Krankheiten hattenseine Armee sehr gelichtet; mit kaum 13000 Mann war seine Lage mittetin feindlichem Gebiete völlig unhaltbar; ein mutiger Entschluß der Pfor^wäre ihm verhängnisvoll geworden. Diesen unmöglich zu machen, wardas Bemühen der Diplomatie, vor allem des preußischen Militärbevowmächtigten Müffling. Die Pforte willigte denn auch in den Friedeni4.Sspt.isrs v o n Adrianopel, der ihr die Abtretung von Achalzich und des KüstEstrichs bei Poti an Rußland (Z 152), die Öffnung des Bosporus s^alle Mächte, das Zugeständnis halber Unabhängigkeit für Serbien (8und die Donaufürstentümer (nur Tributpflicht), sowie die Anerkennung d^Londoner Konferenzbeschlüsse für Griechenland auferlegte.

Bald darauf brachte die Londoner Konferenz die griechisch^8. F°br. 1880 Angelegenheiten zur endgültigen Erledigung. Sie sprach die Unab-hängigkeit Griechenlands aus, setzte die Grenzlinie vom Busen ho"Volo nach der Mündung des Aspropotamos fest und übertrug die Königs-krone dem Prinzen Leopold von Sachseu-Koburg. Dieser nahm zuerst a»-lehnte aber nach einigen Monaten wieder ab. Da man in Griechenlamdiese Abdankung den Intriguen des Präsidenten Capodistrias zuschrieb,wurde dessen Stellung unhaltbar. Es kam zum Bürgerkriege; der griechWAdmiral Miaulis sprengte die griechische Flotte in die Luft, damit st

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nicht in die Hände des dem Grafen Capodistrias ergebenen russisch-Admirals Ricord falle; bald darauf wurde der Präsident auf der Schweder Hauptkirche von Nauplia von Konstantin und Georg MauronnH8. O». i83i ermordet. Diese Verwirrung zu enden, entschloß sich die Londoner Konsere 'die Grenzen, die in Griechenland als zu eng angesehen wurden, bis zBusen von Arta zu erweitern, und Otto I. aus dem bayerischen FürnHaus als König einzusetzen. - ^

Die abendländischen Völker, die in ihrer Begeisterung für GriechenmWiederbelebung die Verdrängung der Osmanen aus Europa erwartet hatfühlten sich durch diesen ungenügenden Ausgang getäuscht. Selbst Sain 'das nie unterworfen worden war, kam wieder in die Hände der TurDennoch war die Befreiung Griechenlands ein bedeutsamer Wendepunder Geschichte der europäischen Völker. Durch den Freiheitskampf tvat ^orientalische Frage wieder aufgerollt worden, um nunmehr bis zur Geg

wart einen schwerwiegenden Faktor in allen europäischen Verwicklung^ s

bilden; es war aber auch dieUnhaltbarkeit der Heiligen Alm