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Vierter Band.
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Viertes Kapitel: Frankreich.

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Grund des Artikels 14 der Charte, der den König zum Erlaß vonOrdnungen, die zur Ausführung der Gesetze und zur Sicherheit destaates nötig seien, bevollmächtigte, sollte die parlamentarische Oppo-lttiou niedergeworfen werden. So erschienen im Moniteur, mit derKotzten Heimlichkeit vorbereitet, die fünf Ordonnanzen, nach welchen

Pretzfreiheit aufgehoben, die neue Kammer vor ihrem Zusammentritt ^-ZEwgochgelöst, die Wahlordnung zur nächsten willkürlich abgeändert, das Recht^ direkten Vcrbesserungsvorschläge beseitigt und die Zahl der DeputiertenM 4zo aus 262 herabgesetzt wurde. Der Widerstand gegen diesen Staats-I^ich Wmwe von den Redakteuren der Oppositionsblätter begonnen;dolf Thiers entwarf den Protest gegen „die schreiendste Verletzunger Gesetze": energisch und doch maßvoll erklärte er, daß mit den ver-Imngswidrigen Ordonnanzen die Herrschaft des Gesetzes unterbrochendas Regiment der Gewalt begonnen habe und damit die Pflicht des.^orsams aufhöre. Sehr bald kam es nun zu Gewalttätigkeiten; inWem dreitägigen blutigen Straßenkampse gegen die könig-^Truppen unter Marmont bemächtigten sich die Aufständischen des

Die großeWoche undder Kampfder drei Tage

1830

Louv

re und des Stadthauses und richteten hier als Munizipalkommission 2 s. J»«

Doch die nach dem Stadthauseder Ruf: „Keine Bourbonender der

Louis

Philipp

^sve Art provisorischer Regierung ein. Da erkannte der König die Not-?vdigkefl einzulenken; durch die Berufung des Herzogs von Mvrtemart,

Uns Marines von gemäßigt freisinnigen Grundsätzen, zum Minister^iste er des Aufstandes Herr zu werden.

^sandten Unterhändler empfing schonlä der provisorischen Regierung, an der der reiche und vater-

,?disch gesinnte Bankier Lasitte, der abermals zum Anführer der neu-. Ichasfeneu Nationalgarde erhobene Lasahette, ferner Casimir Perier. Odi-stn* ^^ot u. a. teilnahmen, gewann nun die Bourgeoisie (der Bürger-saiw ^"ßeren Einfluß. Sie wollte die Herrschaft der Massen nicht undn , den ihr genehmen Thronkandidaten in der Person des Herzogs^dwig Philipp von Orleans.

der N "ur 0. Okt. 1773 geborene Sohn „Philipp Egalites" (§ 16) hatte mährendO^i'bannung in der Schweiz als Lehrer sein Leben gefristet, war dann nach London^ ^u.^md hatte, da die Thronfolge der Bourbons nur auf wenigen Augen stand, in

Haus ^

NtINg

Kleidung durch die Straßen von Paris gehen sah, war eineöl,» r- 8igur der Haupstadt geworden. Mit schlauer Berechnung hatte er,

^"terh lj bloßzustellen, mit den Männern der liberalen Opposition Beziehungen

w >lhm übertrug nun die provisorische Regierung die Würde einesxm/^ral-Leutnant-Statthalters des Königreichs. Durch M-JE.sks Lasittes herbeigeholt, traf der Herzog in bürgerlicher Kleidung,

Mit s-I^iarbige Schlinge um den Hut des Nachts im Palais Royal ein,von n- ^bst noch über seine Weilern Schritte im ungewissen. Er erließtiaar, * ^nächst eine Proklamation, welche die Annahme des ihm über- JEbn Amtes, die Wiederherstellung der dreifarbigen Fahne und diebie ^ ^er Kammern ankündigte und mit der Versicherung schloß, daß(ich ..?^e künftig eine Wahrheit sein werde. Ermutigt durch eine heim-Ami Erachte Zusage Lasayettes, bei dem als Oberbefehlshaber dervnalgarden die Entscheidung lag, begab er sich dann nach dem Stabi-

le auf den Thron gewartet. Nach seiner Übersiedlung nach Paris war seinund sein Familienkreis ein Muster von Einfachheit und bürgerlicher Ord-ln "r» Lewesen; er selbst, den man oft mit dem Regenschirm unter dem Armpovul'^rlicher ,

ohne F^ur der Haupstadt geworden. Mit schlaue^ Berechnung hatte er.