Erstes Kapitel: Die belgische Revolution und Polens Erhebung.
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H lS3.
Polnisch-
russischer
Krieg
19. u. 21.Febr. 1831
Trotzdem bewährte sich im Felde die polnische Tapferkeit. In den Gefechten^ ,17.-19. Februar blieben die Polen meistens Sieger; umsonst drang^ebitsch bis in die Nähe von Warschau vor, die blutige Schlacht bei^ochow nötigte ihn zum Rückzüge. Nunmehr trat, da Radziwil denOberbefehl niederlegte und Chlopicki verwundet war, Skrzynecki an die- bitze des polnischen Heeres. Aber so tapfer er auch im Felde war,lchadete er der polnischen Sache durch seine Unschlüffigkeit und versäumtebch die zur Erhebung bereiten Litauer in den Kamps zu ziehen und dadurchkn Russen einen mächtigen Feind im Rücken zu schassen. Dwer nickider Wolhhnien zum Anschluß bringen wollte, fand keine Unter-"ußung und mußte sich aus österreichisches Gebiet retten, wo er mit000 Mann als Kriegsgefangener zurückgehalten wurde. Erst im AprilSkrzynecki über den Bug, wurde aber von Diebitsch erreicht unddes tapfersten Kampfes bei Ostrolenka besiegt. Das war der^. MmiWiWendepunkt der polnischen Revolution. Diebitsch starb zwar an der Cholera,damals zum ersten Male ihren verderblichen Rundgang durch Europast" b ^ Nachfolger P a s k i e w i t s ch E r i w a n s k i (Z114) aber ging, unter- fu,"g HEssvon Preußen, das für seine östlichen Provinzen besorgt war, über dieEußische Weichsel und rückte an Warschau heran, wo die größte Ratlosigkeitzischte. Hier kam es durch die Demokratie, die fortwährend Verrat arg-?^nte„ zu so entsetzlichen Bluttaten an mehreren Generalen und andern^ ^ Aristokraten gehaßten und als Russenfreunde verdächtigen Personen, daß-^Noryski verkleidet in das Lager entfloh, woDembinski den Oberbefehl^ Nüe. In Warschau wurde nun Kruckowiecki, ein General aus der^poleonischen Zeit und ein Feind Skrzhneckis, vom Reichstage zum, bglerungspräsidenten mit diktatorischer Gewalt ernannt. Aber er war Aug.
* Lage nicht gewachsen. Trotz der Tapferkeit der polnischen Truppen,.^üientlich des später vielbesungenen vierten Regiments, bei Wola 6, sept.sr^ab Kruckowiecki Warschau und Praga den Russen und überlieferte sich ^ Sept.iesi?st, von dem fliehenden Heere als Verräter ausgestoßen, als Kriegs-Ps^ömen. Regierung und Reichstag begaben sich mit der Armee nachh ?"lin. Unter sich entzweit und von den Russen bedroht, traten sie,entv, ^000 Mann stark, aus preußisches Gebiet über, wurden hier Z-on.
U. oasfuet und so lange verpflegt, bis später Kaiser Nikolaus durch eineAmnestie den meisten die Rückkehr erlaubte. Dasselbe Schicksal hatte o No». ismr o^vrino, einer der bedeutendsten Führer der Polen, der sich schon vor-ivo ^nem Heere nach Galizien geflüchtet hatte. Tausende von Polenhr^^en nach Frankreich, England, der Schweiz und andern Ländern aus;
^ zurückbleibenden ergingen schwere Strafgerichte, Sibiriens Berg-^ ^ bevölkerten sich mit Verurteilten. Die Ausgewanderten büßten Ver-
Nang und Bürgerrecht ein. Durch das „organische Statut" ^'<UF°br.als o* seine Verfassung, seinen Reichstag und Reichsrat und wurdeProvinz mit abgesonderter Verwaltung und Rechtspflege demDi,> u >n Reiche einverleibt und der strengsten Polizeiaufsicht unterworfen.
H .T^bersitäten Warschau und Wilna wurden aufgehoben, das polnischebis r c .^'brachen, die nationale Armee ausgelöst. Paskiewitsch herrschteAser^ seinem Tode am 1. Februar 1856 als kaiserlicher Statthalter mitar Strenge in dem gedemütigten Warschau.
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^ber-Baldamus, Weltgeschichte. 21. Ausl. IV.
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