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Vierter Band.
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Viertes Buch: Von der Julirevolution bis zur Februarrevolution.

z 125.

untere und das deutsche obere. Als die Tagsatzung den Antrag auf Revisiondes Bundesvertrages verwarf, schlössen die liberalen Kantone Bern, Aargau,Zürich, Thurgau, St. Gallen, Luzern und Solothurn, um sie durchzusetzen,ii.Marz 1882 das sogenannte SieL enerkonkord at, wogegen die drei Urkantone nebsti4. No». IM Wallis und Neuenburg zum Sarnerbund zusammentraten. In diedarauffolgenden blutigen Händel griff die Tagsatzung ein, löste den Sarner-bund auf und zwang die hadernden Hälften von Wallis und SchwW,sich wieder zu vereinigen. Nach außen hin kam die Schweiz in mancheNE-rngs- unliebsame Berührung durch die Flüchtlings frage. Sie wurde,nachdem die auf die Julirevolution in den einzelnen europäischen Ländern,namentlich in Polen und in Deutschland, folgenden Erhebungen nieder-geschlagen waren, der Aufenthalt aller politischen Flüchtlinge, die vonhier aus ihre revolutionären Wühlereien weiter fortzusetzen suchten. Daszog der Schweiz Drohungen der benachbarten Mächte zu, weil die Tagsatzungdie politischen Umtriebe ihrer Schützlinge nicht hindere und ruhig zusehe,wie das Asylrecht mißbraucht werde, um das Land zu einem „Herd derPropaganda" zu machen (Z 128).

n-LEmpfs Sehr bald brachten dann die kirchlichen Verhältnisse neue Verwirrungen-is34 Als auf der Konferenz zu Baden die Partei der Bewegung beschloß,daß die Kirche unter die Aufsicht des Staates gestellt, freie National-erziehung eingeführt und die Klöster zu gemeinnützigen Zwecken heran-gezogen werden sollten, brach ein Aufstand der katholischen ParteiAarg au aus. Die Regierung benutzte die Gelegenheit, acht Klöst^W. Ja». i8« ,^ls Sammelplatz des Aufruhrs" durch einen Beschluß des GroßenRats „für allgemeine Zwecke des Unterrichts und der Wohltätigkeit" inBeschlag zu nehmen und trotz aller Proteste zu behalten. So spaltete siwdie Schweiz in zwei Heerlager: in Radikale und Konservative. DenKern der letzteren bildeten die sieben katholischen Kantone: die drei Wald-stätten Schwhz, Uri, Unterwalden, ferner Luzern, wo mit Hilfe des Land-

volks die Konservativen die Oberhand gewannen, Zug, Freiburg

und

März 184S Wallis, wo die radikale Partei von der Priesterpartei in einem moroe-rischen Treffen überwältigt wurde. Ein Freischarenzug der Radikalengegen Luzern, das den Jesuiten den Jugendunterricht überwiesen hatt^mißlang. Die sieben katholischen Kantone forderten strenge Bestrafungder Freischaren und gesetzlichen Schutz gegen ähnliche Unternehmung^und schloffen, als ihrem Verlangen nicht entsprochen wurde, eineS°xi"iÄ? „Sonderbund" zu gegenseitiger Abwehr äußerer Überfälle und innereUnruhen. Dagegen suchten die Radikalen durch einen Handstreich die R -gierungen der noch übrigen konservativen Kantone zu stürzen, um amder nächsten Tagsatzung der Majorität sicher zu sein. In Gens unWaadt glückte der Anschlag, die radikale Partei erhielt das Übergewrch >sie erwirkte aus der Tagsatzung einen Beschluß, der den Sonderbunals unverträglich mit dem Bundesvertrag der Eidgenossenschaft am-löste und die Ausweisung der Jesuiten anordnete. Da nun die Mitglredes Sonderbundes sich diesem Beschlusse nicht fügten, kam es zum KamlMDie unter dem General Dusour vor Genf stehende eidgenössische Armeeoberte unter geringem Widerstände Freiburg und Luzern, worauf dieKantone sich freiwillig den Beschlüssen der Tagsatzung fügten. . 7 ^ , .rasche Ausgang machte die drei Großmächte Österreich, Frankreich l ^Preußen, die, den Radikalen abgeneigt, bereits über eine gemeinsame

Ott. 1846

4. Nov.—I. Dez. 1847