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Vierter Band.
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Drittes Kapitel: Deutschland.

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"Uttlung übereingekommen waren, nicht wenig betroffen. Nur Englandfolgte m der Schweiz wie in Italien eine volkstümliche Politik. Die^"Mtzung setzte nun in einer Verfaffungsrevifion an Stelle der bisherigen 12.Sspi.1s48ertretung der Kantonalregierungen eine mit größerer Macht ausgerüsteteovderativverfaffung.

D Dem Bundesrat, der in Bern seinen ständigen Sitz hat und die höchsteL^.^Mgsgewalt Nonnen der ganzen Eidgenossenschaft übt, steht eintanderat als Vertreter der einzelnen Kantonregierungen und ein von allenkntonm nach Maßgabe der Völkerzahl gewählter Nationalrat zur Seite,zugleich wurden Maßregeln zur Begründung einer größeren Zentralisation und, s^s-aien Einheit in Beziehung auf Militärwesen (Volksheer), Münze, Maß" Gewicht u. a. getroffen.

Drittes Kapitel.

Deutschland.

^126. Liberale Bewegungen. n> In den norddeutschen Mittelstaaten.

Lage inDeutschland

^ ^anzösische Julirevolution schreckte auch das deutsche Volk aus demchlummer aus, in den es durch Metternichs diplomatische Zauberkunst^ntzt worden war. Der Moment schien gekommen, wo die krankenZustände des deutschen Staatslebens geheilt werden könnten, wo die deutschezur Einheit, Freiheit und Größe zurückkehren werde. Aber dieses^Jahrhunderten politisch und kirchlich getrennte Volk konnte sich nichtewn' über allgemeine Nationalinteressen, über die Wege des über-^ "wenden Handelns vereinigen. So suchte jeder Staat und jede Land-Zunächst Abstellung der eigenen Nöte, unbekümmert um den Nachbar,

, ? die Regierungen eilten, durch Zugeständnisse die Sonderinteressen wach-und eine gemeinsame Verständigung zu hintertreiben. In denR ständisch verwalteten norddeutschen Mittelstaaten erfolgte der llber-zu der modernen konstitutionellen Staatsform unter mehr oder"der heftigen Volksaufständen.

Ljj Braunschweig hatte der Herzog Karl, „einer der nichtsnutzigstensein der Zeit," ein Schandregiment geführt. Als er die Bitten um Abstellungder verderblichen Geldwirtschaft bei seiner Rückkehr aus Paris — er war vor^ Revolution von dort geflohen — höhnisch zurückwies, kam es zum Auf-o. Sspt. issorvuk' rsnge entwich er aus seinem Schlosse, das nun von dem Volke gestürmt ?. Sspt.sei« in Flammen aufging. Der Herzog begab sich nach England, während

besn Bruder Wilhelm die Regentschaft übernahm. Auf Preußens RatDex^ auch den Thron, und der Bundestag erkannte ihn 1832 an. isso-1844

bei s vertriebene „Diamantenherzog" lebte fortan im Auslande und vermachteblieb ^de 1873 sein großes Vermögen der Stadt Genf. Herzog Wilhelmdesb ,^"?ermählt, da die Erbfolgefrage unentschieden blieb und die großen HöfeNeii o eine Eheverbindung nicht einwilligten. Die Verfassung wurde 1832und Ruhe und Ordnung kehrten in das Land zurück. — Inwirt,'^ - s" rief die Mißwirtschaft des Kurfürsten Wilhelm II. und diebitter einen Volksaufstand hervor; besonders richtete sich die Er-

b«ch ^gen die den Kurfürsten völlig beherrschende Maitresse Gräfin Reichen-de -E. Landvolk verweigerte die Steuern und stürmte die Schlösser, Sepi. isso

rine^ traten zusammen und setzten unter der Leitung Jordans (§ 128)s. Ja», issiHau bue Verfassung durch. Da der Kurfürst mit der Gräfin Reichenbach in dasrr Ländchen gegangen war und lieber dem Thron als dieser Frau entsagen

Braun-

schweiz

Karl

1815—issa

Kurhesssn

1841—1847