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Vierter Band.
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Viertes Buch: Von der Julirevolution bis zur Februarrevolution.

ß127-

Hannover

Sachsen

1827—188S

Altenburg

Oldenburg

Schleswig-

Holstein

Mecklenburg

Hansestädte

S.-8. Mai

Bayern

Württem-

berg

Hessen-

Darmstadt

Nassau

Baden

I830-18L2

Okt. 1831

wollte, wurde der Kurprinz Friedrich Wilhelm zum Mitregenten ernannt. ^In Hannover, wo es nur zu geringen Aufständen kam, ließ der zum VizekoEerhobene Herzog von Cambridge die Stände einberufen und unter Dahlmanns(ß 128) Mitwirkung eine Verfassung ausarbeiten, die am 26. September 183verkündigt wurde und ein durchaus konservatives Gepräge behielt, aber doch wTrennung der Staatskasse und der Zivilliste anordnete. — In Sachsen, "wschon im Juni 1830 bei der Jubelfeier der Augsburger Konfession Unruhenentstanden waren, kam es im September in Leipzig und bald nachher in Dresdenzu Volksaufläufen, die sich zunächst gegen die Mißbräuche in den Stadt-verwaltungen richteten. Dann aber ging das liberale Bürgertum selbst vor unforderte von der ratlosen Regierung eine Verfassung. König Anton be-willigte darauf, nachdem durch militärisches Einschreiten die Unruhen unterdrückwaren, verschiedene Reformen und nahm seinen Neffen Friedrich Augnizum Mitregenten an. Eine neue Verfassung wurde am 4. September 183)vereinbart, und unter ihr wie später noch infolge einer Reihe guter Gesetze be-gann das Land aufzublühen. — In Altenburg gelang es, das Grundgesetz vvw29. April 1831 festzustellen, in Oldenburg entstand wenigstens eine neueGemeindeordnung, und in Schleswig-Holstein wurden beratende Provinz'«-landtage nach preußischem Vorbilde eingeführt. In Mecklenburg währte d>Erstarrung des feudal-aristokratischen Staatswesens weiter fort, die Hanse-städte sonderten sich wirtschaftlich von Deutschland ab und nahmen an denpolitischen Leben der Nation wenig Anteil. Hamburg erlitt 1842 einen furch')baren Schlag durch den dreitägigen Brand; es gehörten die ganze Tatkraft, deReichtum der Bürger und die glücklichen äußeren Umstände dazu, um die Stadt rascywieder aufzubauen und das kaufmännische Geschäft kaum einen Tag ruhen zu lasst"-

8 127. d. Zn den süddeutschen Staaten. In den konstitutionelle^süddeutschen Staaten zeigte sich die Erregung hauptsächlich aus den ver-sammelten Landtagen.

In Bayern kam es zu Studentenunruhen und zu stürmischen Debattengegen den Minister Schenk, der durch den weit konservativeren Fürsten Waller-stein ersetzt wurde. Dieser schloß sich dann der reaktionären Bundespolitik «"-Württemberg blieb, da der Landtag nicht einberufen war, ruhig- ^Hessen-Darm st adt mußten Ausstände der Bauern, die sich gegen den Steuer)druck erhoben, niedergeschlagen werden, in Nassau herrschte so allgemeinepörung gegen die Willkürherrschaft des Herzogs, daß 1832 aus dem Landtag tuMehrheit austrat; unter dem Rumpfparlament blieben die verfassungswidrig)'Zustände. — Das regste politische Leben herrschte in Baden, wo unter bervolkstümlichen Regierung des Großherzogs Leopold die liberalen FüytRotteck, Welcker, Mittermaier durch ihre politische Tätigkeit und ihre Rede'die Blicke Deutschlands auf sich zogen. Im offenen Gegensatze gegen t>eBundestag wurde fast vollständige Preßfreiheit durchgesetzt, und wenn vielauch auf einen Beschluß des Bundestages wieder aufgehoben werden muß")so erregte dieser Versuch, sich über die Zwangsmaßregeln des Bundes hinwegzusetzen, doch das größte Aufsehen. Auf demselben Landtage stellte au/Welcker seinen in ganz Deutschland begeistert aufgenommenen Antrag "siorganische Entwicklung des Deutschen Bundes, indem er e'deutsch es Parlament forderte. Das Ministerium half sich aus der Velegenheit, in die es dieser Antrag versetzte, dadurch, daß es ihn in die Abteilungen v)wies und so in der Stille begrub. Doch wirkte er im geheimen fort. Am rührigm.war in den süddeutschen Staaten die Presse, die aber weniger für die natsonaEinheit als für Freiheiten aller Art eintrat. In Verbindung mit Gleichgesinnt^suchte besonders Dr. Wirth aus Hof durch die „Deutsche Tribüne", durch F'Efchriften, Reden und Vereine die Deutschen für konstitutionelles Staatswest )Volksfreiheit, für „Deutschlands Wiedergeburt" zu begeistern. Doch trotz "