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Vierter Band.
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Drittes Kapitel: Deutschland.

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- die schon 1813 geregelte Presbyterial- und Synodalverfasfung in derprotestantischen Kirche fast ganz fallen. Sie wurde 1835 nur m Rhemlandund Westfalen eingeführt; im übrigen wurden 1829 neun GeneraMpermtendenten^gesetzt und 1834 die Agende als Gesetz verkündigt. Doch der Widerspruch ver-sturnmte nicht, und seit 1835 begannen sich besondere lutherische Gemeinden zu^den, die sich 1841 eine gemeinsame Ordnung gaben. Doch smd d^selbenjemals über eine sektenartige Existenz herausgekommen und seit 1862 wieder

in

selbst zerfallen.

Katholische

Kirche

den Dre Verhältnisse der katholischen Kirche waren nach langen, durchVerb ^rühmten Staatsmann und Geschichtsforscher Niebuhr geführtenein ^?udlungen in der Bulle äs saluto aniwarum geordnet worden. Die in J»u iWiKirchensprengel wurden neu begrenzt, die bischöfliche Kircheselb ausgelöst, die erzbischöfliche von Köln wiederhergestellt und der-aeo^ ^ bischöflichen Kirchen von Trier, Münster und Paderborn unter-im^uet. Die bischöfliche Kirche zu Posen wurde zum Range einer

der erhoben und mit der gleichfalls erzbischöflichen Kirche zu Gnesenund ihr die bischöfliche Kirche von Kulm untergeordnet. DieSti Us i^n Kirchen von Breslau und Ermeland blieben dem HeiligenN ^mittelbar unterworfen.

Geb > b diese Kirchen wurden so reichlich ausgestattet, die Geistlichen in ihremlische sichergestellt, daß Papst Leo XII. damals äußerte, wenn ein katho-für d' ^ viel für die protestantische Kirche täte, wie der König von PreußenUnd K' Eutholische, würde er den Bann verdienen. Das Verhältnis von Staatsche wurde allerdings nicht grundsätzlich geregelt, doch hatte die preußi-

st^^lerung sich den gebührenden Einfluß zu wahren gewußt. Dem Königebaten ^ ^echt zu, bei einer Bischofswahl die ihm nicht genehmen Kandi-Hogen Liste Zu streichen; er nahm den Treueid der Gewählten ent-

Nieal' Die Geistlichen wurden zwar von den Bischöfen angestellt, aber der

vo^^.ug wußte die Anzeige gemacht werden, auch hatte sie sich die Genehmigung

"w. Der Unterricht wurde, so weit er nicht rein staatlich war, vom^«°te Gracht.

eine r ^se guten und friedlichen Verhältnisse der katholischen Kirche riefen auch Katholischestrebii ^ ^bwegung innerhalb derselben selbst hervor, wie sie sich in den Be- beweg»"«-»ihren Lagen die strengkirchliche, (ultr «montane) Partei kundtat, diehatte ^Aspisitz in Bayern, ihren Halt an Österreich und den Rheingegendenwor^ Das Haupt dieser Partei war Görres, Professor in München, ge-Aeqa»^' ber von freisinniger Opposition zum papistischen Absolutismus über-ie im Gegen ihn erklärte sich eine große Anzahl katholischer Geistlicher,

öiehun ^Lang mit Protestanten Duldung gelernt und durch eine freiere Er-waren^ Lemischten Universitäten von manchen Vorurteilen geheilt wordenerziel«» ^Diese drangen auf Landessynoden, um zeitgemäße Reformen zuCherub Eäwpften den Zölibat und verlangten ein sich dem Protestantismus an-burch Kirchenwesen durch Gestaltung der Landessprache beim Gottesdienst,eines ^^gbbung der Heiligen Schrift, durch Abstellung der Werkheiligkeit mittelstbiese P-Mwrenden Volksunterrichts u. dgl. m. Im badischen Oberland fandbez treff?!n^^ Anhänger, und da man diese Erscheinung der Wirksamkeit

iichen Freiherr« v. Wessenberg beimaß, so wurde er von der bischöf- ^F°i 77 ?^

ü>n ^Eung in Konstanz verdrängt, ein Beweis, „daß kein Verdienst ^-s'isso'

Rom Lroß genug sei, um für eine freie und deutsche Gesinnung in

dem rönüi^s ^ ^ finden". In Bonn wollte Pros. H ermes im Gegensatz zu^vga " d Autoritätsglauben, „der nicht über den Zweifel zu erheben ver-

einen Katholizismus dadurch stärken, daß er mit Mitteln der PhilosophieSur Vor^sr^^^ben herzustellen suchte, welcher dem OffenbarungsglaubenSetzung und Befestigung dienen sollte. Seine Anhänger erlangten

Görresgeb. I77K,t 1848

t 1831