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Vierter Band.
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1818

Erster Kriegin Syrien

25. Mai 18S2 ,

, ^ 117.

308 Viertes Buch: Von der Julirevolution bis zur Februarrevolution- 8

europäischen Einrichtungen kennen zu lernen, der Mahmudjekanal zwischenAlexandria und Kairo wurde angelegt, eine Verbindung zwischen dem Mitte-meer und dem Roten Meere geplant. Die bedeutenden Kosten dieser Neuschaffung?bestritt Mehemed Ali aus dem Ertrage der ungeheuren Steuern, die er deEinwohnern, namentlich den Bauern (Fellahs), auferlegte. Sie lieferten rhnauch die Soldaten und Matrosen. Nach der Unterwerfung der Wachabneerhielt er als Belohnung das Paschalik Mekka und beherrschte ganz TürklsähArabien. Dazu eroberte er Nubien und Sannaar und dehnte seit 1822 die ägyp'tische Herrschaft selbst über Kordofan aus. Dann erhielt er für seine deSultan in Griechenland geleistete Hilfe (§113. 114) die Herrschaft über Kreta un1824 für seinen Sohn Ibrahim Pascha noch das Paschalik Morea. Nach denFrieden von Adrianopel (§ 114) verlangte Mehemed Ali nun als Entschädigtfür den Verlust Moreas das Paschalik Damaskus für seinen Sohn Ibrahim unbegann, da der Sultan ihm das verweigerte, den Krieg gegen seinen OberherM-

8 147. Ägyptisch-türkischer Krieg. Mit starker Macht rückteRov-1831 Ibrahim in Syrien ein. Gaza, Jaffa, Jerusalem unterwarfen sich;

Widerstand kam er bis Akka, wo er den Pascha von Syrien, Abdullah'belagerte. Die Absetzung seines Vaters durch den Sultan hielt den WNi ibse der Festung nicht auf; Ibrahim erschien vor Damaskus, das keinen Wide^s-Jun i 8 S 2 stand versuchte, schlug die Türkei bei Homs, besetzte die Tauruspässe unhatte Ende des Sommers 1832 ganz Syrien und Cilicien in seiner GewaWAm 18. November öffnete Konieh (Jkonium) dem ägyptischen Sieger diTore, und am 21. Dezember erlag hier das letzte Heer des Sultans derüberlegenen Feldherrnkunst Ibrahims. In dieser Not nahm der Sulta.mhms'dir die bereitwillig angebotene Hilfe Rußlands an. Nun aber erwackckGroßmächte dw Eifersucht der Westmächte, Englands und Frankreichs, und aus da4- Mai 183SDrängen derselben erfolgte der Frieden von Kutahia, in welcheMehemed Ali die Forderung des syrischen Landes im wesentlichengestanden wurde. Rußland mußte seine Flotte aus den Gewässern desBosporus abrufen und sein Heer zurückziehen, doch wußte Kaiser Nikolaustrotzdem die Lage der Türkei für sich auszubeuten: er schloß mit deiu8. Jun i88sSultan den Desensivvertrag von Hunkiar Jskelessi, mit delUgeheimen Versprechen der Pforte, den fremden Mächten die Meerenge ^Dardanellen zu schließen. Der Einspruch der Westmächte blieb erfolglosSultan Mahmud aber war nicht gewillt, den Übermut seines Vasallezu ertragen, zumal dieser sich anschickte, die von ihm beherrschten Ländezu einer Erbmonarchie zu vereinigen. Nachdem er sein Heer mit Hn>preußischer Jnstruktoren, unter ihnen Hellmuth von Moltke, einigesmaßen wieder kriegstüchtig gemacht hatte, begann er 1839 von neuem de24- Juni 1889Krieg gegen Mehemed Ali, wurde aber bei Nisib am Euphrat, voIbrahim entscheidend geschlagen. Moltke und die preußischen OfffP^hatten von der Schlacht abgeraten und, da man ihrem Rate nicht fEswollte, einige Tage vor der Schlacht ihre Ausgabe als erledigt erklär'Noch ehe die Nachricht von dieser neuen Niederlage in Konstantinopel anlang ^i-Jun 1839war Mahmud gestorben, und sein erst 16jähriger Nachfolger A^duWdul Medschid stand wehrlos den Plänen Mehemed Alis gegenüber.

mischten sich wiederum die europäischen Mächte ein, aber bei diesen W 'mittlungsversuchen trennte sich Frankreich unter dem Ministerium Tyrer(Z 137) von ihnen und neigte einem Bündnis mit Mehemed Alr 1 'Louis Philipp glaubte dem französischen Nationalstolz durch ein solch ^Bündnis, das Ägypten in eine Art Klientelverhältnis zu Frankier

ZweiterKrieg inSyrien

Medschid

1839-1861