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Vierter Band.
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Zweites Kapitel: Die Revolution in Deutschland.

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Zwei Uhr die Wache aufzog, ertönte der Ruf: „Fort mit dem Militär!"geb Versuche der Soldaten, den Schloßplatz durch langsames Vor- ^°ßpwtz°un ^ ^on der lärmenden Menschenmenge zu räumen, fielen durch einenglücklichen Zufall schnell aufeinander zwei Schüsse, die aber niemandDennoch hatten sie eine furchtbare Wirkung. Entsetzt stürzte diele von rasender Wut erfaßte Menge unter dem lauten Ruf auseinander:man mordet uns! Zu den Waffen!" Mit unbeschreiblicher Schnellig-r/ wurden Barrikaden errichtet, und dann erfolgte ein vierzehnstündigeried ^ Straßenkampf. Trotz des Mutes, mit dem jede Barrikade,um jedes Haus verteidigt wurde, blieben die Soldaten,

- namhaften Verlusten, Sieger: die

Straßen-

kampf

obgleich

1,5 "Utnvuiivn Minuten, Sieger: viv wichtigsten Stadtteile und Ge-bmrl befanden sich in ihren Händen. Aber der König besaß nicht die^..^chlossenheit, diesen Sieg auszunutzen. Die Vorgänge im Schlosse Zm Schlosseui^m der Nacht bis zum Morgen des 19. März werden sich allerdingsdl völlig aufhellen lassen. Um Mitternacht schrieb der König

br^ oklamation „An meine lieben Berliner", in welcher für den Ab-

uch der Barrikaden der Rückzug der Truppen nach dem Schlosse versprochen^ *oe. Dann drängten eine städtische Deputation und Ratgeber aller Art. v ichwankenden und über das Blutvergießen entsetzten König, den Truppentz Befehl zur Räumung ihrer Stellung zu geben. Trotz des heftigenE Verstandes des Bruders des Königs, des Prinzen Wilhelm, und des"^kandierenden Generals von Prittwitz, wobei der Prinz seinen Degennickn ^ Tisch geworfen haben soll mit den Worten, er könne ihn nund^^wrhr nrit Ehren tragen, erging wirklich dieser Befehl zum Rückzug^i^fi^uppen von allen Straßen und Plätzen. Dieser Rückzug erfolgte aberaus dem Schlosse, sondern aus der Stadt. Damit hörte der Königm seiner Hauptstadt, ja, in seinem eigenen Schlosse Herr zu sein.

S n, ^bgben rasch die weiteren Demütigungen. Nach dem Abzüge derbaten trug man die Leichen der Barrikadenkämpfer in den Schloßhofze Eigte den König, mit entblößtem Haupte seine Achtung zu be-^gen. Dann erließ dieser eine unbedingte „Vergebung allen denen,br-pn^'gen politischer oder durch die Presse verübter Vergehen und Ver-in angeklagt oder verurteilt worden waren". Diese Amnestie, die auchLck ^ übrigen deutschen Staaten gewährt wurde, gestattete den flüchtigenvis/^^ bie Rückkehr in das Vaterland; sie öffnete aber auch die Gesäng-^ den vor kurzem verurteilten polnischen Verschworenen, unter ihnenzum ^^"^awski, die nunmehr nach Polen eilten und ihre Stammesgenossen

^ seine Geltung in Deutschland; der Prinz Wilhelm hatte recht,zn ^lcke, daß am 19. März Preußen aufgehört habe, eine Großmachtdeutü^' Am 21. März erließ der König eine Proklamation: „An dielcinös Vation", worin er verkündete, daß er sich „zur Rettung Deutsch-kvnN'i ^ bie Spitze des Gesamtvaterlandes gestellt", daß er als neuer,ubioneller König „Führer der freien, wiedergeborenen deutschenwn" spin wolle; an demselben Tage hielt er, mit den schwarz-rot-

Rückzug derTruppen

Leichen-

parade

-Trumpfe gegen die Deutschen aufriefen (8 160).über die verderblichen Entschlüsse des 19. März brachten den König

Hinzu» k geschmückt, in Begleitung der Minister einen festlichen

^nds ^ L 'VbEii und versicherte, daß er „Deutschlands Freiheit, Deutsch-Verüi^Z^"^ Wolle. Aber dieses Vorgehen erregte in Süddeutschlanduiung, und selbst in Preußen erblickte das Volk in dem theatrali-