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Vierter Band.
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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.

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„sobald der König die Truppen unter den Oberbefehl des Reichsverwesemstellen würde". Hier fühlte man sich ganz besonders über die Wahl ver-letzt ; den preußischen Patrioten schien eine, wenn auch nur vorübergehende'Unterordnung Preußens unter einen österreichischen Prinzen undenkbar-Nachdem der Reichsverweser aus den Handen des Bundestagspräsidenten,Herrn von Schmerling, ohne daß die Nationalversammlung etwas von denWinkelzügen erfuhr, mit denen der Bundestag sich erst nach Vollendungder Reichsverfassung für nicht mehr vorhanden erklärte und dem ReichsMinimum Verweser die Ausübung der bundestäglichen Rechte übertrug, diese GeM:L. Juli 1848 entgegengenommen hatte, umgab er sich mit einem verantwortlichenMinisterium, in welchem unter der kurzen Präsidentschaft des MrstEvon Leiningen Schmerling, Peucker, Robert von Mohl, Heckscher,

Witz und von Beckerath den verschiedenen Geschäftskreisen vorstanden, und er-nannte eine Anzahl Uuterstaatssekretäre aus dem Schoße der Versammlung-

§ 163. Die Grundrechte und die äußere Politik. Am 4- 3^

begann die „Beratung über die Grundrechte des deutschen Volkes", eMBeratung, die gerade wie in Frankreich 1789 lange dauerte und voEreignissen mannigfacher Art gestört und unterbrochen wurde.

Grundrechtsdes deutschenVolkes

Äußere Poli-tik

Diese Grundrechte entfernten oder ermäßigten die Schranken und HEnisse, die bisher der persönlichen Freiheit im Wege gestanden hatten, begründedie Rechtsgleichheit aller Deutschen durch Aufhebung ständischer Bevorzugung^gewährten Sicherheit gegen richterliche und polizeiliche Übergriffe, stellten das ftVereins- und Versammlungsrecht außer Frage, entzogen die Presse jeder unfugten Überwachung, verliehen Religions- und Lehrsreiheit, gewährleistetSchutz und Sicherheit des Eigentums, trafen Bestimmungen über die Aufhebu gund Ablösung ständischer Vorrechte und veralteter Grundlasten, verlangtSchwurgerichte mit Öffentlichkeit und Mündlichkeit, Unabhängigkeit des Richtzstandes und brachten durch die Abschaffung der Todesstrafe der Humanität eiHuldigung dar.

Daneben waren es dann die Fragen der äußeren Politik, ^zu den lebhaftesten Parlamentskämpsen Veranlassung gaben. Dieder Bewegung drang aus ein Schutz- und Trutzbündnis mit Frankremund wünschte mit Ungeduld, „die Bruderhand des Volkes über demzu ergreifen". Allein, die Mehrheit der Versammlung verwarf dasantragte Bündnis, nahm aber die Anerkennung Frankreichs als Repuvals selbstverständlich an. — Bei den Verhandlungen über den östevreichisch-italienischen Krieg (Z 180) verfocht die Linke den Grünsatz der nationalen Ünabhängigkeit, selbst auf Kosten des eigenen Boteils, und verlangte, daß man dem Kriege Einhalt tue, während oMehrheit, hingerissen von der Beredsamkeit des Herrn von Radowitz, "das Land bis zum Mincio als unentbehrlich für die militärische Smst ^heit Deutschlands dem Reiche erhalten wissen wollte, damit nicht Oberitalüder Hegemonie Frankreichs, Unteritalien dem Einflüsse Englands versa 'die Angelegenheit der Zentralgewalt anheimgab, in der Erwartung, davsie die Interessen Deutschlands wahren werde. Freilich fand dann soff ,die später geforderte Abtretung von Welsch-Tirol, was nach RadnvmWorten so viel hieß, als wenn man von jemand verlangte, er §Türe seines Hauses abtreten, in den kosmopolitischen Volksrednern eiftmVerfechter. — Heftig entbrannte der Kamps bei den Verhandlungendie Zulassung der Abgeordneten, die in den damals von den polnisch