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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
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Lichnowsky die Notwendigkeit eines Zusammenhaltens mit Preußen uneiner Versöhnung der Parteien in der Paulskirche wie im Reiche dartat,is.Sept.i 848 wurde der frühere ablehnende Beschluß verworfen und die Vollziehtdes Waffenstillstandes gutgeheißen, aber dabei der provisorischen Zentralregierung die Erwirkung der notwendigen Modifikationen und die schleunigEinleitung von Friedensunterhandlungen zur Ausgabe gestellt. DieserVerlaus bewies, wie ohnmächtig die Reichsregierung den Großstaatengegenüber war.
^Frankfurt" Der unvolkstümliche Beschluß über den Waffenstillstand war der Bewegungs'partei ein willkommener Vorwand, die Revolution der Märztage zu erneuern-Bei einer Volksversammlung auf der Pfingstweide in der Nähe Frankfurts, woein Mitglied der Linken die Notwendigkeit hervorhob, „in Frakturschriftreden", wurde der Widerstand gegen die Nationalversammlung gepredigt. DsÜberreichung einer Sturmadresse, worin die Mehrheit des ParlamentsHochverräter erklärt und zum Austritt aufgefordert wurde, sollte als Einleitungzu dem großen Schlag gegen die Paulskirche dienen. Durch die von Mainz herüber-gerufenen Truppen in ihrem Vorhaben gehindert, schritten die Republikaner znw18. Sept. Barrikadenkampf, der zwar bald vom Militär unterdrückt wurde, aber eine greM.volle Freveltat im Gefolge hatte. Lichnowsky und General Auerswalwurden vor den Toren Frankfurts von einem Pöbelhaufen unter entsetzlich?"Mißhandlungen ermordet; Heckscher, damals Minister des Äußern, entging ""mit Mühe in Höchst einem ähnlichen Schicksal.
Die Frankfurter Septembertage bildeten einen bedeutsamen Abschußin dem Parlamentsleben der Paulskirche. Die schönen Tage der Hoffnufiöund Begeisterung gingen damit zu Ende. Die ernsten Worte der RÄ?wie die Ermahnungen zur Versöhnung, womit der Präsident die nächst^Sitzung eröffnete, waren ohne dauernde Nachwirkung. Der Belagerung^zustand, den das Ministerium unter Schmerlings Leitung über Frank-furt verhängte, das Gesetz zum Schutz der Nationalversammlungähnliche Vorfälle, der dem Militär votierte Dank, die von dem Frankfurt?"Gericht begehrte und von der Versammlung in einer stürmischen Sitzungzugestandene Bewilligung zum gerichtlichen Verhör dreier Parlaments-glieder wegen Aufreizung zum Ausstand: alle diese Schritte weckten denZorn der Demokraten und erweiterten die Kluft zwischen der linken st"rechten Seite der Versammlung. Die Linke, früher auf die ausschließt^Souveränität der Nationalversammlung pochend, jetzt aber ergrimmt, dastsie dieselbe nicht mit sich fortreißen konnte, näherte sich immer mehr demPartikularismus. der die Einheitsbestrebungen der Paulskirche zu breche'suchte. Unter diesen Kämpfen erstarkte die Reaktion, die, anfangs amRetterin gegen die maßlosen Ausschweifungen des demokratischen Geffte^von den Gemäßigten freudig begrüßt, bald den konstituierendensammlungen über den Kopf wuchs und alle erworbenen und gehofft?'Errungenschaften der sturmvollen Zeit in Frage stellte. Von ganz besomderem Einfluß wurden hier die Vorgänge in Berlin und Wien-
Radikalis-mus undReaktion
6. Lieg der Regierung in Berlin und Wien.
8 165. Die konstituierende Nationalversammlung in Berlin. DM
Nationalversammlung in der Paulskirche hatte die bedeutendsten poetisch"Kräfte in Deutschland an sich gezogen, so daß die übrigen konstituierenoeReichs- und Landtage Spuren der geistigen Erschöpfung der Nation a