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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1868.
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Kaiserwahl28. März
2?.Märzr84N endlich mit einer Mehrheit von vier Stimmen (267 gegen 263)
Erblichkeit der Würde des Reichsoberhauptes durchgesetzt und beschloß, 'daß dasselbe den Titel: „Kaiser der Deutschen" führen solle-folgenden Tage wurde dann in namentlichem Aufruf mit 290 Stiinhl(die übrigen enthielten sich) Friedrich Wilhelm IV. von Preup
zum Kaiser der Deutschen gewählt. Glockengeläute und Kanone^
douner trugen die so lange ersehnte frohe Botschaft in die deutschen Lauhinein. Eine Deputation von 32 Mitgliedern unter der Führung,"Vorsitzenden Simson wurde bestimmt, dem Könige die Wahl anzukündlgund die erhoffte Annahme entgegenzunehmen. Leider beging Simson no 1vor der Abreise den schweren Fehler, die von dem über diesen ÄuM dder Dinge schwer erzürnten Erzherzog Johann ausgesprochene Abdanku.als Reichsverweser zu verhindern.
8 174. Die Ablehnung der Kaiserkrone. Am 3. April 1849 empf^König Friedrich Wilhelm IV. im Rittersaale des Schlosses zu §
Deputation, die ihm im Namen der deutschen Nationalversarnnu :die erbliche Würde eines Kaisers der Deutschen antrug, vorausgesetzt, ^er damit auch die Reichsversassung, das Ergebnis so heftiger Kämpfe,allen ihren Bestimmungen anzunehmen entschlossen sei. Es wargroßer geschichtlicher Moment. Aber die Hoffnungen der ErbkaiseruH2. Apru wurden vereitelt. Der König hatte am Vorabend in einer Sitzung
Ministerrates erklärt, daß nur durch Beratung mit den deutschen 'einschließlich Österreichs, der Neugestaltung Deutschlands eine sichere GrU ^läge gegeben werden könne, und daß er die Annahme des Karstitels unter allen Umständen für unangemessen halte.entsprechend erhielt die Deputation die ebenfalls schon am 2. ApruAm-hnung gesetzte Antwort: „der König erkenne in dem Beschlusse der Nationalversaw!ron<Äpnl lung die Stimme des deutschen Volkes; dieser Ruf gebe ihm ein Anre^das er zu schätzen wisse, aber er könne ohne das freie Einverstä"nis der deutschen Regierungen keinen Entschluß von solcher Bedetung für alle deutschen Staaten fassen; an den Regierungen a 1werdees jetzt sein, in gemeinsamer Beratung zu prüfen, ob die Afassung dem deutschen Volke fromme und eine kräftige Reichsregier^möglich mache". Diese Erklärung war weder eine Annahme nochlehnung; sie enthielt nur einen Aufschub bis nach näherer Prüfung derfassung durch die deutschen Fürsten, aber sie verstimmte die Depumvollständig. Bekümmert über das Fehlschlagen ihrer Hoffnungen, ver ^durch die laue Aufnahme, die ihr allenthalben zuteil wurde, wofür uur. ^wohlwollende Behandlung im Hause des Prinzen Wilhelm voneinigen Ersatz gewährte, kehrte sie nach einigen Tagen nachzurück, nachdem sie noch in einer Zuschrift an den Minister von Brav ^bürg die Erklärung abgegeben hatte, daß die unbedingte Anerkennung ^Reichsversassung mit der Annahme der Kaiserwürde unzertrennlich ^bunden wäre. So scheiterte die deutsche Reichsversassung, das wühe ^Werk heißer Arbeiten und Kämpfe; die Hoffnungen der Nation ausheit waren abermals in die ungewisse Zukunft verwiesen. . g
Und doch war es gut, daß Friedrich Wilhelm, sei es durch den revolutionärendes Anerbietens oder durch den Mangel eines staatsrechtlichen Mandates gchek
Parlamentes bei mangelnder Zustimmung der Regierungen bewogen, damals nichtKaiser wurde, und Bismarck hat vollkommen recht, wenn er in seinen „Gedan
Urteil Bis-maras