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Vierter Band.
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8 IS1.S°b°ugt

Viertes Kapitel: Preußens Unionsversuche und Rußlands Übergewicht. Z81

Verfaß unter dem Ministerium Stüve (Z 161) dem Lande nicht nur eine liberaleKammern gegeben, sondern auch zeitgemäße Reformen gewährt. Kaum^iersckmkl ^ revolutionäre Flut in Deutschland verlaufen, fo faßte auch die Hannoverfche^haltend ^^^r neuen Mut. Als die Regierung mit Zustimmung des an seinem Wort^Undbes'n" Königs die alten Provinziallandschaften, in denen bisher die ritterschaftlicheneine » bie entscheidende Stimme geführt hatten, so umgestalten wollte, daß sie alseinen E Stadt- und Landgemeinden gelten konnten, erwirkten die Ritterschaften

gehende,, Bundestages, „daß vorerst mit Gesetzen und Verfügungen gegen die be-

ein ^^rnziallandschaften innezuhalten sei". Der König und das Ministerium Hütten^»»at n ^"schreiten des Bundes wohl nicht ruhig hingenommen, aber schon im nächsten^eren E"n-^E August, stin Sohn Georg V., ein durch seine Blindheit von^kvegenö "Müssen abhängiger und in aristokratischen und hochkirchlichen Gedankenkreisen sichProvch.^.rMrst, bestieg den Thron. Nun unterblieb die beabsichtigte Reorganisation derstandest Landschaften, ""b die Regierung war auch sonst beflissen, den Interessen des Herrcn-Adetz. >. ^NNung zu tragen. Aber mit den Zugeständnissen stiegen die Forderungen desGruutz u Berfassungswerk sollte fallen, und dazu sollte der Bundestag helfen. Auf

fchrist Vefchwerden, welche die Ritterschaft bet ihm erhob und auf Grund einer Denk-Berf^s- ^ Hannovrischen Regierung richtete der Bundestag an diese die Aufforderung, diedie ritterä, c ."dzuändern, daß sie mit den Grundgesetzen des Bundes übereinstimme unddie ichaftlichen Beschwerden daraus entfernt würden. So war die Regierung ermächtigt,sichert m V^"^ung, deren Rechtsgültigkeit von dem König beschworen und wiederholttragen i „ *den war, aufzuheben. Die Ausführung wurde einem neuen Ministerium über-über P» n ^ Seele Herr v. Borries war. Nach Veröffentlichung des Bundesbeschlusscssich in I», Vcreinswesen, durch den man der aufgeregten Stimmung des Landes, die

konnt? sklosen Adressen für Aufrechterhaltung der Verfassung aussprach, sicherer begegnen

°knen»-b??l^e Einberufung der Stände in der bisherigen Ordnung. Man wollte gernVision n * auf die Versammlung wälzen und legte den Ständen die Grundzüge einer

Jndez d bestehenden Verfassung vor, welche das innerste Wesen derselben veränderte,den Kon? ber Leitung von Adolf Ellissen stehende Verfassungsausschuß richtete anSechu- die Bitte, er möge Maßregeln ergreifen, um die Souveränität der Krone, die

2sts Äntn, E bes Königreichs und die Rechtsbeständigkeit der Verfassung sicherzustellen.»Un n»>ri,E darauf wurde die Versammlung vertagt. Bald erfolgte die Auflösung, undkinrjcht ^ durch königliche Verordnung eine Reihe von Gesetzen oktroyiert, welche die Staats-sttzten. ^,^n von 1840 H 128) herstellten und die Verfassung des Jahres 1848 außer Geltungunter nahm die königlichen Verordnungen ruhig hin, wenn auch hie und da

^kizkeit'v neuen Wahlen; die Beamten und Richter, welche die Rechts-

Und ^ ^ oktroyierten Verfassung in Frage zu stellen wagten, wurden durch Maßregelungen

In strenge Staatsdienerordnung zum Schweigen gebracht.

^öuig bw dann im Jahre 1854 dem auf einer Reise in Tirol verunglückten

d»n l 85 g^?^ch August II. sein Bruder Johann folgte, wurde durch die „Juniordonnanzen"U>it bre Verfassung vom 15. November 1848 aufgehoben und die von 1831 (H 126)^stand z konservativen Änderungen wiedereingeführt; der gewandte Minister vonBeust. Eben? ^ Sefügige Landstände zu schaffen.

^stkgeil Bayern, wo durch den geistreichen König Maximilian II. dem

svurde, > '"MÜchm Märzminister v. d- Pfordten die Leitung der Geschäfte übertragenkn> Sinn» ^ reaktionären Bahnen ein. Eine Vorlage zur Veränderung des Wahlgesetzes^kcheni ö' * stoischen Gliederung führte 1854 einen heftigen Parteikampf herbei, indori Preuö ^ ^bbosition fest gegen die Regierung stand, bis auf den Rat des PrinzregentenMben nii/^ ^50 König Max diesen Streit mit den Worten niederschlug: „Ich will Frieden^ie nene m hinein Volke und den Kammern," und den Minister v. d. Pfordten entließ,^uselben .Irrung unter Schrenk stellte sich freundlicher zu den Kammern und brachte mitdie Einsän^ Aeihe wichtiger Reformen, wie die Trennung der Justiz von der Verwaltung,In ^ms neuen Strafgesetzbuchs u. a., zustande,mssnna ?^ktemberg löste König Wilhelm I. 1850 die mit der Revision der Ber-gig (K 10?) „Landesversammlung" auf, setzte 1851 und 1852 die Verfassung von.^dsätz„„. ^eber in Kraft und regierte, soweit er es irgend konnte, nach absolutistischen^Aschaftl!^ doch Hai er in den letzten Jahren seiner Regierung viel zur Hebung derder iathol;^" Verhältnisse und des Ünterrichtswesens getan. Daneben freilich schloß er mitStaats Kirche das Konkordat vom 21. Dezember 1857, welches wesentliche Rechtedie!^ std preisgab G 192). Durch die darüber im Lande entstehende AufregungHarfe Opposition der Kammer wurde er jedoch bewogen, es wieder fallen zu lassen.

5.Sspt.1848

Okt. 1851

18. Nov.Georg V.I85I-I866

1L.AprilI853

16. Juni 1855

10. Juli

I. Aug.

Sachse».FriedrichAugust II.

<1830)

1836—1854

Johann

1854-1873

BayernMarimil. II.1848—1864

S. Aug. 1854

Württem-

berg

Wilhelm I.1816—1864