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Die katho-lische Kirche
1848, 18491849
Dez. 1853
Evangelische
Kirche
1848
Bübischer
Kirchenstreit
März 1851
Fünftes Buch: Bon der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
8 1S2.
§ 192. Die religiöse Bewegung in Deutschland und der badische Kllchstreit. Die katholische Kirche bot sich nach Niederwerfung der RevolutionRegierungen als die „beste Stütze" an, die wiederhergestellte alte Ordnung!immer festzuhalten, und wollte zugleich den Zustand der Erschlaffung der^-lP ^zur Erhöhung ihrer Herrschaft verwerten. Siegesfreudig durchzogen dieten die deutschen Lande, und Rom suchte die Lage zur Abschließung gü"! ^Konkordate und Konventionen im hierarchischen Sinne zu benutzen.Reste der deutsch-katholischen und lichtfreundlichen Gemeinden (Z 132) wurmehr und mehr in ihrer Existenz bedroht. Das katholische Vereinswesenseiner tausendfachen, in alle Verhältnisse des menschlichen Lebens hineinreiche".^Wirksamkeit begann sich zu entwickeln. Der Pius- und Vinzenzvere^sollte durch innere Mission den Aufschwung der Kirche fördern, die Bonifatr"vereine den Katholizismus in den protestantischen Ländern weiterverbreiDas Dogma der unbefleckten Empfängnis, durch eineKirchenversammlung unter dem Vorsitze des Papstes feierlich festgestellt, I" ^das katholische Volk mit mystischen Vorstellungen erfüllen und mithelfen,Forderungen der Wissenschaft im Interesse der Kirchenherrschaft zurückzudanu"und das katholische Volk allmählich von dem freien geistigen Leben der Mauszuschließen. ,
Bestrebungen zur Belebung des kirchlichen Sinnes gaben sich auch s" , ^evangelisch-protestantischen Deutschland kund. Der Kirchentag, eine freiesammlung gläubiger Geistlichen und Laien, der zuerst in Wittenberg, b?"" ^Frankfurt als Ergänzung des Reichsparlaments auftrat und seitdem in verschiebStädten tagte, suchte kirchliche Gesinnung und evangelische Gläubigkeit zuDa die Union (Z 131) mit ihrer freien Schriftforschung die synibou! (Bücher nicht hoch genug zu stellen schien, so richtete in Preußen, Mecklen(Kliefoth), Kurhesfen (Vilmar) und anderwärts das strenge Luthertum IAngriffe wider dieselbe und suchte sie durch Geltendmachung der Bekennschriften und durch Stärkung der geistlichen Amtsgewalt und Kirchenzuchuntergraben oder ihr einen andern Charakter aufzudrücken. Um der geschlE,^römisch-katholischen Kirche in größerer Einheit entgegentreten zu können,der Protestantismus in der Evangelischen Allianz (1846 gegfb". ^eine Verbrüderung evangelischer Christen aus allen LünRrn zu schaffen nfft "dogmatischen Grundlage, die jedoch weder die Strenggläubigen noch die M" ,der freien Richtung befriedigte. Auch auf dem Gebiete der inneren Mü! .entfaltete die evangelische Kirche eine mannigfache Tätigkeit, um mit der Milde"des Elends der leidenden Menschheit zugleich eine Erweckung des Glaubenerzielen.
Während jedoch die protestantische Kirche ihre Kräfte zur Bekämpfußö ^Gegenpartei im eigenen Lager verbrauchte, gewann die römische Hierarchie "mehr Boden im Staate. In ihrem Siegesbewußtsein träumte sie bereits ^
einer „Selbstauslösung des Protestantismus". Im März 1851 erklärten
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Bischöfe der oberrheinischen Kirchenprovinz in einer Denkschrift, daß die f^^.Rheinbünde in anerkannter Wirksamkeit bestehenden Gesetze, die dem St" ^ein festgeordnetes A u f s i ch t s r e ch t über die Kirche gewährten, mit dengeordneten Rechten der Kirche in Widerspruch ständen. Sie forderten Beseitw ^des Rechtes, wonach kirchliche Beschlüsse nicht ohne Genehmigung des n-herrn (Placet) Rechtskraft erhielten, ferner die Aufhebung des staatlichen ^spruchsrechts gegen Mißbrauch der kirchlichen Gewalt, der MitwirkungAnstellung der Pfarrer, des Rechtes des Staates auf die Schule und derschrift, daß die Theologen an der Landesuniversität studieren sollten, ^Durchführung dieser dem Staate den Fehdehandschuh hinwerfenden ^e»
ersah sich die ultramontane Partei das Land, das von den Reoolutionsstu^^am meisten gelitten hatte, und das somit den geeignetsten Boden zurAchtung des hierarchischen Regimentes zu bieten schien, das Großherz ö