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Vierter Band.
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Viertes Kapitel: Preußens Unionsversuche und Rußlands Übergewicht. Z89

^llten" weitgreifende Disziplinargesetze ihrer Selbständigkeit beraubt und

Stands ^ willenlosen Werkzeugen der Regierungsmaschine herabgedrückt werden,den --Erbrechen wurden an einen Staatsgerichtshof verwiesen und,^sj chwurgerichten entzogen. Ein strenges Gesetz über den Belagerungs-8reid"'^ den militärischen Befehlshabern und den Kriegsgerichten eine die

Händ " die Rechte der Staatsbürger schwer bedrohende Gewalt in die

o>Ne der evangelischen Kirche, wie die Verfassung verheißen hatte,

händige Stellung einzuräumen, gründete man in dem nur der Kronewelck „evangelischen Oberkirchenrat" ein Staatskirchentum,

^ die religiöse Lebens- und Gewissensfreiheit stark eingriff. Auch die be-ü>are ^ Schulregulative des Kultusministers v. Raumer vom Jahre 1854orn Ausfluß der strengkirchlichen und reaktionären Richtung.

teiln ^"^dn Feinden gegenüber war die Verfassungsurkunde „eine schwache Ver-bx^^"3slinie, eine Festung ohne Graben und Geschütz". Die Rückschritts-^atie ^rrrde aber auch durch den Landtag nur wenig gehemmt; die Demo-^gte ^ vom politischen Leben fern, und die liberal-konstitutionelle Partei^alll ^rer Schwäche sich bewußt, das größte Entgegenkommen. Schon dieZollen 1852 gaben der Reaktionspartei ein starkes Übergewicht, das zur

sogen wurde bei der folgenden Wahl im Oktober 1855. In dieser

4z ^st^Uten Landratskammer befanden sich unter 350 Mitgliedern 72 Landräte,"Naps'^ ^?"wälte und sonstige abhängige Beamte. Die Opposition hatte nurToinzg' st" Viertel der Stimmen und zerfiel noch in drei Gruppen: die sehr^sche ^ überale Linke, das noch mehr rechtsstehende Zentrum und die katho-ckraktion, aus der später das ultramontane Zentrum sich gebildet hat.auf System des Manteuffelschen Ministeriums stützte sieb auf kleinliche, unsittliche Mittel,sokzunl/^m^*w^ des Beamtenstandes, auf Beförderung religiöser Heuchelei, auf Ver-^ozesfx Verdächtigung und Schmähung freisinniger Männer und gehässige Tendenz-deuu m^gegen wurden die Denunzianten durch königliche Gnadenakte geschützt, wieÜberty^V- der berüchtigte Lindenberg, durch den Gerlach sogar den Prinzen von Preußend. ^ß, sechzehn- oder sogar achtzehnmal begnadigt worden ist. Der Polizeidirektor

SitttjH. . old eh wurde, weil er eine adelige Spielhölle im Interesse der öffentlichenschösse ^ schließen ließ, von einem jungen Edelmann <v. Rochow-Plessow) im Duell er-aus der nächsten Umgebung des Königs wurden wichtige Depeschen an die

ünez Gesandtschaft verkauft. Es war eine schmachvolle Zeit, die >861 in der Schrift^»ßeu ststov richterlichen Beamten mit folgenden Worten charakterisiert wurde: „Nach^llkjst.b^oit und Verrat am deutschen Baterlande, im Innern Zensur, Gesetzlosigkeit,länja^ '„st" der Religion Heuchelei und Unversöhnlichkeit. .. Die Justiz war zur unter-^lenerin der Polizei herabgewürdigt."

Reaktion nicht völlig die Verfassung beseitigte, wurde durchin ihrem eigenen Lager vereitelt. Hier standen sich Gerlach^der ^uteuffel mit ihrem Anhange scharf gegenüber; den ZusammenstoßHtzss, „Tststppen hielt nur der König aus, der in seinen unbegreiflichen^ber . ^11 bald mit der einen bald mit der andern zusammenging,bps, dem Könige selbst begannen immer mehr Zeichen von KrankheitErstell sich zu zeigen. Der Widerspruch der Zeitideen mit seinen

Uns, i7^"Pn vom göttlichen Rechte der Könige, der in den Jahren 1848

Geist p schroff hervorgetreten war, hatte zuerst seinen hochfliegenden^rstör^ „Ei- von der Zeit an hatte sich „der nagende Wurm der

ihstl ist sein Gemütsleben eingenistet. ..Die ganze Zeit erschien

AhsE^brade in ihren mächtigsten und lebensvollsten Richtungen, als ein^vglifts " Wahrheit und vom Rechte, den anzuerkennen ihm un-den er aber auch nicht zu überwinden vermochte." Undllh^^br auch die Befriedigung hatte, die Revolution an ihrem eigenenü scheitern zu sehen, die Wahrnehmung, daß ihre Prinzipien

Beamten-

disziplin

Evangeli-scher Ober-kirchenrat1850

Schulregu-

lative

Haltung derKammern

Kleinliche

Mittel

lO.März 1856

Erkrankungdes Königs