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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
durch das Land die Gunst des Volkes, besetzte die Präfekturstellen und
andere einflußreiche Ämter mit ihm ergebenen Männern und ließ keiGelegenheit vorbeigehen, sich als den Beförderer der nationalen WohlsaU^
und der Volksrechte hinzustellen, die Gebrechen seiner Regierung dehemmenden Widerstand der Versammlung schuldzugeben und durch in''tärische Schauspiele die Sympathien des Volks für die napoleonische Kamzeit zu wecken. Als nun in den Provinzen der Ruf nach einer ReMm4 . Nov. iWi der Verfassung sich erhob, da forderte Louis Napoleon in seiner B"schast vom 4. November 1851 die Zurücknahme des Wahlgestssvom 31. Mai 1850, d. h. die Wiederherstellung des allgemeinen Sl'Ni 'rechts. Die Versammlung lehnte diese Forderung ab. Nun schritt "Prinz zum Staatsstreich, dessen wohlüberlegten Plan Graf FleU^mit großem Geschick zur Ausführung brachte.
^lapoleons^ Zuerst fiel Chan garnier, der Oberbefehlshaber der Pariser GarlttslMder den Truppen verboten hatte, den Prinzen mit dem Zuruf „Vivo Usxolso"zu begrüßen; er wurde seines Postens als Gouverneur enthoben. Dann >vuGeneralmajor de Saint-Arnaud, der bisher in Algier kommandiert h") 'zum Kriegsminister ernannt. Am 26. November fand die entscheidende geh^Sitzung der „Verschworenen" statt. Sämtliche Generale der Pariser Garnisonman hatte dafür gesorgt, daß die richtigen Leute dorthin versetzt wurden '21 an der Zahl, schworen hierbei in die Hand des General Magnan „T""und Ergebenheit dem Prinzen an dem Tage, an welchem es ihm bellewürde, zu handeln". Am 1. Dezember wurden die letzten Vorbereitunggetroffen. An dieser Sitzung nahmen nur teil der Prinz, Morny, MaM> 'Mocquard und als der einzige Minister Saint-Arnaud. Während der R" 'wurden die erforderlichen Aktenstücke unter strenger militärischer Bewach"gedruckt und dann 60 Verhaftungen vorgenommen. Unter den Verhaft^waren Cavaignac, Changarnier, Lamoriciere, Leflö, Thiers und Victor 'welche ins Gefängnis von Mazas gebracht wurden. Nicht eine der 60 ^Haftungen war fehlgeschlagen; alle Parteien sollten durch das Verschwindend2. Dez. 1851 Häupter zum Widerstand unfähig gemacht werden. Am Morgen des 2. Dezenio .las man an den Mauern die Verfügung über die Auflösung der Ratio""Versammlung, die Wiederherstellung des allgemeinen Stimmrechts und diehängung des Belagerungszustandes über Paris: in den Urversammlungen >5»das Volk zwischen dem Präsidenten und der Nationalversammlung wählen.sich die Abgeordneten in der Kammer versammeln wollten, fanden sie ^militärisch besetzt; der Versuch, an einem anderen Orte zu tagen, """^e o"
die Truppen vereitelt. Als der Prinz sich zeigte, wurde er von den Trupps
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überall mit lebhaften Zurufen begrüßt. Bis zum 5. Dezember fanden nnedef"kleine Straßenkämpfe statt, in denen jedoch die Truppen ohne große Müheblieben. Das „Volk" zeigte keine große Lust zum Kampfe. In derblieb während des Staatsstreichs, abgesehen von einigen Ausschreitungen,sich aber bezeichnenderweise meistens gegen das Eigentum richteten, alles ruy vder Staatsstreich war vollkommen gelungen. ^
Der Prinz verkündete nun die Grundzüge der neuen, der KonsumVerfassung von 1799 (H 33) nachgebildeten Verfassung, die einen Präsiden ,der Republik auf zehn Jahre mit allen Herrscherattributen, aber demverantwortlich, einen gesetzgebenden Körper, durch das allgemeine StoNrecht erwählt, aber ohne jede legislative Jnitative, und einenPräsidenten ernannten Senat vorsah. Die Gesamtabstimmung des Bo '^'wsi^'das sich nach Ruhe sehnte, das „Plebiszit" ergab 74s Millionen 1,und 650000 gegen diese neue Verfassung, die am 14. Januar 1852wurde. Napoleon bezog die Tuiterien und strebte nun offen nach
Neue Ver-fassung