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Vierter Band.
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398
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Vermitte-

lungs-

versuchs

26.Sept.1853

23. Okt.28. Okt.4. Nov.

Sept. ISS3

398 Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 186Z. 8

In der Frage der Donaufürstentümer suchten die Mächte zunächst ^vermitteln. Die Pforte wurde auf Englands Veranlassung bewogen," ^Einmarsch der Russen nicht als Kriegsfall zu betrachten, und vonreich und Frankreich erging eine Note, nach welcher der Sultan gehl"sein sollte, die russischen Forderungen mit einigen Beschränkungen zu 3währen. Als aber nun der russische Kaiser sich zur Annahme der -u"bereit erklärte, jedoch ihren Inhalt zugleich „als eine volle Gewähru 3seiner Ansprüche auslegte", da erhob in England die Presse laut imStimme gegen diese mattherzige Politik. Noch heftiger war der Untzuder alttürkischen Partei: sie ließ dem Sultan nur die Wahl zwiMVerwerfung der Note oder Abdankung. Nach dem Beschlusse des Diwan 'des großen Rates, entschied er sich für das erstere und verlangteRäumung der Donausürstentümmer binnen 14 Tagen, widEfalls er den Krieg erklären müsse. Da Kaiser Nikolaus das verweigert'erfolgte die Kriegserklärung. Sofort gingen die Türken unter dekühnen Omer Pascha über die Donau und schlugen bei Oltenr?den Angriff des russischen Generals Dannenberg siegreich ab. -

8 200. Die diplomatischen Verhandlungen bis zum Tode dKaisers Nikolaus. Österreich, Preußen und der Deutsche Bund.Nikolaus hatte dem österreichischen Kaiser, mit dem er in Olmütz äsammengekommen war, und dem preußischen Könige, den er in Per

besucht hatte, die Zusicherung gegeben, vorerst die Donau nicht zu

über-

einer

schreiten: dadurch wurden die deutschen Großmächte zunächst zu27 . No«. neutralen Haltung bewogen. Dagegen schlössen Frankreich und Engm'^einen Vertrag mit der Pforte, in welchem sie sich zur bewaffneten Hr >verpflichteten, falls Rußland billige Friedensvorschläge zurückweisen wM ^

Die West,mächte

Schlacht ber Zugleich ließen sie ihre vereinigte Flotte nach dem Bosporus segeln, dadarauf vernichtete Admiral Nachimow mit der in Sewastopol liegen"Flotte ein türkisches Geschwader, das Osman Pascha im HafenSinope geborgen hatte, und das bestimmt gewesen war, die KaukasusVölker (ß 152) gegen Rußland zu unterstützen. Dieser Schlag war wjentscheidender Wirkung. Besonders fühlte sich das englische Volk tief "leidigt, zumal Rußland auch mit Persien und Afghanistan anknüpfte, ueinen Feldzug nach Indien vorzubereiten: der friedliche Lord Ab erdeerfuhr heftige Angriffe, und der Eintritt Lord Palmerstons inRat der Königin war das Zeichen eines schärferen Vorgehens. Noch ^5 . Dez. Ulal trat in Wien eine Konferenz der vier Großmächte zusammen, um

sür einen dauernden Frieden erforderlichen Grundlagen festzustellen: ,

verletzlichkeit des türkischen Gebietes und Räumung der Donaufürstentuwdurch die Russen, Zusicherung des Sultans, den christlichen Kirchen aKonfessionen seinen Schutz zu gewähren. Zugleich aber ließen die W'mächte ihre Flotten in das Schwarze Meer einlaufen und kündigten 'daß sie jedes russische Kriegsschiff, das gegen die Türkei feindselig vorg^Min den Grund bohren würden; als dann der Zar die Räumung "27.Märzi854 Donausürstentümer verweigerte, erklärten sie den Krieg.üste^eichs Natürlich versuchten sie Österreich und Preußen zu dem

Schritte zu bestimmen. In Wien war man geneigt, mit den >mächten zusammenzugehen, da die österreichischen Interessen durchVorgehen der Russen an der Donau schwer geschädigt werdenman konnte sich aber zu einem festen Anschluß nicht entschließen, wüww