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Fünftes Buch: Bon der Februarrevolution bis zum Jahre 1868 .
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Die preußische Regierung indes handelte jetzt ganz im Sinne Bismar^sie fand die russische Antwort befriedigend, ihre Forderung billig,Mobilmachung überflüssig. Auf der anderen Seite verlangten nunWestmächte von Österreich den sofortigen Eintritt in den Krieg.^8s!-rr-ich^ Da räumte der Zar aus „strategischen" Gründen die Don«fürstentümer <8 201). Für Preußen war damit die am 20. Aprllgesehene Voraussetzung der Waffenhilfe beseitigt. Aber Buol beharrte ,bei, daß Preußen und der Deutsche Bund auch in Zukunft verpW.^seien, Österreich ihre Streitkräfte zur Verfügung zu stellen: ohne erst ,Berlin anzufragen, zeigte er den deutschen Regierungen an, daßund Preußen gemeinsam beim Bunde den Antrag auf Mobilmachunghalben Bundeskontingente stellen würden. Aus Bismarcks Rat teilte udie preußische Regierung den deutschen Regierungen die gesamte diploinatuKorrespondenz mit und erklärte, nur in Gemeinsamkeit mit den EuNgenossen vorgehen zu wollen. Übrigens hatte Österreich vorher noch eiandern Vertragsbruch des Bündnisses vom 20. April begangen, durchs. Aug. I8Z4 Sonderverhandlungen mit fremden Mächten verboten waren: es h«sffmit den Westmächten zu vier Forderungen an Rußland verständigt, „denen eine europäische Aufsicht über die Donaufürstentümer, freiefahrt auf der Donau bis zum Meere, Revision des Vertrages von , §(8 147) und die Beseitigung des russischen Protektorates über die chniflü^Untertanen der Pforte verlangt wurde. Obwohl man in Berlin «ni^äußerste erbittert war über die Schaffung eines solchen neuen Kriegs!« ^der auch Deutschland in den Krieg hineinziehen konnte, so empfahl dochKönig dem Kaiser Nikolaus die Annahme der vier Punkte, ließgleichzeitig in Wien erklären, daß er durch die Ablehnung derselbenzu einem kriegerischen Vorgehen gegen Rußland sich veranlaßt sehen tv« ,In der Tat nahm der Zar die vier Punkte an. Trotzdem schloß ^mit den Westmächten einen engeren Allianzvertrag ab und hielt Pnenpden Eintritt in dieses Bündnis, das nur noch die volle DemütigRußlands bezweckte, offen. Die Aufregung über diesen Schritt wa^ .geheuer. In Rußland sah man das Wort Schwarzenbergs in Ersnü 'gehen: „Österreich werde die Welt durch seine Undankbarkeit in Ersta»setzen", und die russischen Staatsmänner vergaßen diese Vergeltung >die in Ungarn (8 184) und Warschau (8 188) geleistete Hilfe nicht ^Am 16. Dezember forderten die drei Mächte Preußen zum Beitritt M . ^Bündnis auf; der König, der keinen festen Entschluß finden konnte, tva^sich durch einen besonderen Vertrauten, v. Usedom, mit einem Saflan die Königin Viktoria von England, Preußen nicht dem Schick!«Isolierung zu überlassen. Diese Sendung scheiterte vollständig.
Doch auch Österreich erfuhr nun eine schwere Niederlage in D>e lland. Seine Macht ohne Preußen und den Deutschen Bund tv« ^schwach, die Bedingungen des Vertrages vom 2. Dezember zu hxliund alle seine Versuche, diese noch in den Krieg hineinzuziehen,zurückgewiesen. Nur zum „Schutze der Unabhängigkeit und Unverletz r 1 ^Deutschlands", aber nicht in Ausführung des Vertrages vom 20- ^ic-8. Fsbr.iW beschloß der Bund die Bereitstellung des Bundeskontingentes. Ein ,^treter der bisher Preußen so feindselig gesinnten Mittelstaaten beg ^Bismarck zu diesem Siege wahrhaft deutscher Politik mit den ^
Worten: „die Mittelstaaten seien fest überzeugt, Preußen werde dur
28. Nov.
2. Dez.
Österreichs
Niederlage