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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
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16. Aug.
Landung inder Krim
zu erobern und Petersburg zu belagern. Aber die Erfolge entsprächenicht den Erwartungen. Schweden ahmte das Beispiel Preußens nachund blieb neutral, die Mauern von Kronstadt aber spotteten aller Angriffe,außer der Eroberung der kleinen Festung Bomar fund auf den Aalands-inseln durch Baraguah d'Hilliers hatte dieser Seekrieg keine anderTrophäen auszuweisen, als einige gekaperte Handelsfahrzeuge und diBrandstätten friedlicher Städte und Dörfer an der Küste Finnlands.
In Varna wurde nun Kriegsrat' gehalten; man empfahl eine Landungin Asien, um die Russen aus dem Kaukasusgebiet zu verdrängen, wasden Engländern besonders zusagen mußte, da sie hier die russischenin Persien und Afghanistan kreuzen konnten. Aber St. Arnaud stimmte steinen Angriff auf Sewastopol, den mächtigen Kriegshafen in derund Lord Raglan, dem die Vernichtung der russischen Seemacht i»iSchwarzen Meer vor allem am Herzen lag, gab seine ZustimmiE15000 Mann der verbündeten Armee waren bereits ins Grab gesunnM4. S°pt. i8A mit etwas über 50000 Mann nebst 6000 Türken landete die Flotte ",Eupatoria an der Westküste der Krim. Der erste Angriff richtete sichgegen den Fürsten Menschikow, der mit 30000 Mann das von ^Alma durchbrochene westliche Randgebirge besetzt hielt. Trotz der ststStellung und der Tapferkeit der Russen gelang es dem französisch^so. Sspt. General Bosquet, mit den Zuaven in der blutigen Schlacht an oAlma den Sieg zu gewinnen. Dieser Sieg ließ eine rasche Beendign »des Feldzuges hoffen, und eine falsche Botschaft, welche ein Tatar übebracht haben soll, verkündigte schon den ängstlich harrenden Völkern ,Einnahme der Festung Sewastopol. Aber so schnell sollte das BoMder russischen Herrschaft im Schwarzen Meere nicht fallen.
Belagerung Da die Verbündeten, geschwächt durch den furchtbaren Kampf an der Alma,Sewastopols sofort zum Angriff schritten, fand Menschikow Zeit, die Besatzungstrnppen zu ^und die Stadt mit neuen Festungswerken zu umgeben, wobei ihm der Deutschrusse^leben aus Mitau, ein genialer Artillerieoffizier, treffliche Dienste leistete. Zugleichsieben große Kriegsschiffe im Hafen versenken, um der feindlichen Flotte das Einlaufet ^möglich zu machen. Als die Verbündeten in die Nähe der Stadt gelangten, überzeugte" ^sich bald, daß sie zu einer regelrechten Belagerung schreiten müßten. Die Engländer tsich an der Bucht von Balaklawa, die Franzosen westwärts an der von KemnielH-^,17. Okt. Bald nachher starb St. Arnaud auf dem Schiffe, das den siechen Feldherrn
stantinopel führen sollte. An seiner Stelle übernahm General Canrobert den Ober ^Nun begann ein Belagerungskrieg, auf den alle Welt mit Staunen blickte. Der ess25 . Okt. such, durch einen vereinten Angriff des Landheeres und der Flotte die Stadt zu erst" ^endete mit einem verlustvollen Rückzug der Verbündeten. Acht Tage später .^sse",Engländer in ihrer festen Stellung bei Balaklawa von General Liprandi ""^8 ^wobei die Reiterei unter Lord Cardigan schweren Schaden litt. Am 5. November ^dann unter den Augen der beiden Großfürsten Nikolaus und Michael die mörderischevon Jnkerman geliefert, die nach furchtbaren Kämpfen endlich zugunsten der Der .entschied. Auch in ihren Reihen befanden sich zwei fürstliche Personen, der Herzogvon Cambridge und Prinz Jerome Napoleon, Enkel des ehemaligen Westfalenkönig« >3Die blutige Schlacht von Jnkerman mehrte nur die Leiden, brachte aber in derÄndernng hervor. Man mußte sich zu einem Winterfeldzuge entschließen, zu dem aVorbereitungen getroffen waren. So wurde die Not immer größer. Schon im Her l offStürme und Regengüsse ein, wodurch die Laufgräben in Kanüle verwandelt, die ^fußhoch mit Wasser gefüllt wurden. Krankheiten aller Art (Cholera, Typhus) en Iund hielten unter den Truppen reichliche Ernte. Am meisten litten die Türken "länder; bei den letzteren traten große Mängel in der Verwaltung zutage- »ar / xdletSchwestern und englische Jungfrauen, vor allen Miß Nightingale, "mren ^Aufopferung bemüht, die Leiden der unglücklichen Soldaten nach Kräften zu nntdrussische Widerstand war am Jahresschluß noch ungebrochen.
5. Nov.