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Fünftes Buch-. Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
den Malakow8. Sept.
Kärnvfe inAsien
den russischen Admiral Nachimow. Pelissier verfolgte seinen Plan, die Laufgräbendicht vor die feindlichen Schanzen zu führen und so die Festung „wie in einem Schrais. Aug. zu fassen, mit der größten Tatkraft. Ein Versuch Gortschakows, von der TscherN i
aus mittelst eines Flankenangriffs die feindlichen Linien zu durchbrechen, endigte mit erverlustvollen Rückzug; in diesem Gefechte zeichnete sich die piemontesische Mannschaft dkriegerische Tüchtigkeit aus. Ermutigt durch den Erfolg an der Tschernafa, verdoppPklissier seine Anstrengungen. Vom 17. August an dauerten die Angriffe fast ohnebrechung fort, und nachdem vom 5. September ab ein furchtbares, Tag und Nacht Idauerndes Bombardement schreckliche Verheerungen angerichtet und gegen 5000 Russ>mgerafft hatte, begann am 8. September Schlag zwölf Uhr der Hauptsturm. DerStrnm au^Teil der Arbeit fiel den Franzosen zu, welche den Malakowturm als Ziel
hatten; die Engländer richteten ihren Angriff gegen den sogenannten Redan. Die Stukolonnen der Generale Bosquet und Mac Mahon erstiegen bald die Höhe, aber im Jävsetzten die Russen, durch viele ineinander laufende bedeckte Gänge geschützt, den Eindringl^Seinen verzweifelten Widerstand entgegen, bis nach fünfstündigem Kampfe die FranzoiMeister des Turmes wurden. Die Engländer bemächtigten sich zwar des Redan, wiNaber wieder zum Weichen gebracht. Ihr Verlust betrug 2400 Mann, indes der ^Franzosen sich auf 7300 belief und die russische Kriegsmacht an diesem und dem zTage mehr als 13000 Streiter einbüßte. Mit dem Falle des Malakowturms warSchicksal von Sewastopol entschieden. Während der Nacht ließ Gortschakow alleWerke der südlichen Stadt, die noch in russischen Händen waren, in die Luft sprengen »vnoch übrigen Schiffe der Kriegsflotte bis auf einen einzigen Dampfer im Hafen KDarauf führte er den Rest des Heeres auf die Nordseite deS Meerbusens, die Schiffthinter sich zerstörend. .
So endete der denkwürdige Velagerungskrieg von Sewastopol. ^noch hielt der russische Doppeladler die Halbinsel Krim sest, da Gortschn^auf den Höhen im Osten der Stadt eine beherrschende Stellung genonwlhatte. Es änderte wenig an der Sachlage, daß die verbündete Flotte Zerst die kleinen russischen Festungen Taman und Phanagoria geg^über von Kertsch zerstörten und dann von Kinburn an der Dnjep^Mündung aus Oczakow bedrohte. Je lauter sich überall der Wunsch n"Frieden aussprach, desto mehr wünschte Rußland, um nicht als übwundene Macht zu erscheinen, durch einen neuen Erfolg die Niedertagvon Sewastopol auszugleichen. Dieser Wunsch wurde auf dem Kriegschau Platz in Asien erfüllt. Dort hatten die Türken den Krieg s"der Überrumpelung des Forts St. Nikolaus, unweit Datum, erim"^i4.Rov.i85s wurden aber von Orbalian bei Karaklissi geschlagen, von Andronikowis., 2«. No». Achzirr und Achalzich, dann entscheidend von Bcbutow bei Ughuslr,daß sie von da ab sich aus die Verteidigung beschränken mußten-letzten Kämpfe fanden vor Kars statt. Diese von General Murawrbelagerte türkische Festung wurde nach der heldenmütigen Verteidig ,unter WassifPascha, dem der Engländer Williams und der ungaruN. N°v. General Kmety mit Rat und Tat zur Seite standen, durch HungerÜbergabe gezwungen. Die kaukasischen Bergvölker, die Tschetschenien uSchamhl (H 152) im Osten, die Abchasen Tscherkessen u. a. imhatten sich kaum geregt- So hätte Murawiew im Frühjahr 185öMarsch aus Erzerum antreten können, — da kam der langersehnte MÖsterreich, dessen Finanzen unter der Kriegslast schwer litten, d^N^is. D°z. i8ss am meisten auf die Beendigung des Krieges. Graf Buol richtete
Einverständnis mit den Westmächten eine Depesche nach Petersburg' <der er die vier Punkte vom 8. August (8 200) näher auseinandersetzte ^zugleich die Neutralisierung des Schwarzen Meeres und eine kleine Ge i ^abtretung in Bessarabien forderte, durch welche die Donaumündungen ^russischen Macht ganz entzogen werden sollten. Zuerst zögerte der ruf!