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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
Handels-
verträge
1856
Alexander!!, allgemeinen Knechtung. Diese Stimmung fand ein entgegenkommend1855-188! Verständnis bei Alexander II.
7.Sept.i856 Schon bei dem glänzenden Krönungsfest in Moskau bewies er durch eiReihe von Gnadenakten, welche vielen Verbannten Heimat, Ehre und Namwiedergaben, eine ungewohnte Milde. Während die feudale Partei in Deuti^land wehklagte, daß mit Kaiser Nikolaus „der Vater der reaktionären Mordnung" aus dem Leben geschieden sei, dachte der Sohn „das ererbte 1" /zum Boden eines wichtigen Aufstrebens zu machen, wo der FortschrittFörderung des Volkswohles und Bildung des Volksgeistes bestehen sollte", onächst galt es, die schweren Wunden zu heilen, die der verheerende Krieg 8schlagen hatte. Eine bedeutende Verminderung des Heeres verringerte die A»gaben; durch Handelsverträge mit mehreren Staaten Europas wurdeProhibitivsystem mit dem demoralisierenden Schleichhandel gegen die willstForm der Schutzzölle vertauscht; Dampfschiffahrts- und Handelsgesellschaften Eder Kaiser unter seinen besonderen Schutz. Durch Verträge mit einheimisch?und fremden Bankhäusern ermöglichte er den Bau großer Eisenbahnen. Zugt?^wurden in Asien dem Verkehr neue Wege geschaffen durch Beförderung ?Erwerb»»- Schiffahrt auf dem Kaspischen Meere, durch Gründung oder Erweiterung neugen,» H^d,KAstMEn, durch diplomatische Verhandlungen mit den Reichen Ostasst" 'durch Sicherung und Ausdehnung der Grenzen in Tscherkessien und am ^ -rande Sibiriens. Innerhalb zehn Jahren wurden im Stromgebiet des 3^»^(Syr-Darja) die russischen Besitzungen nach Khokand ausgedehnt, drangenrussischen Waffen siegreich gegen Chiwa und Samarkand vor, wurde das nowestliche Turkestan in ein russisches Generalgouvernement Taschkend verwand 'Schamyl wurde so sehr in die Enge getrieben, daß er als Gefangener »Rußland wandern mußte (Z 152). Um sich gegen die englische Politik, »stAden Russen in Mittelasien wie in Griechenland vielfach feindlich entgegen! ^zu stärken, unterhielt das Petersburger Kabinett nähere Verbindung mit ^Regierung der Vereinigten Staaten Nordamerikas, eine Verbindung, die, gsEdurch den Verkauf der russisch-amerikanischen Besitzungen an die Union, MitJahren an Festigkeit zunahm. ^
Der von Nikolaus ausgeübte Geistes- und Gewissensdruck widerstrebte vCharakter Alexanders II., und wenn er auch nicht alle Fesseln abstreifen kon»^so suchte er doch Raum zu schaffen für freiere Geistesregungen und räumte ^Gewissen größere Rechte ein. Nicht nur der römisch-katholischen undevangelisch-protestantischen Kirche gestattete er, nach ihren Lehr- und Elasts ^formen zu leben, auch die Zwangsgesetze gegen die Juden wurden 8?m" vNoch wirksamer waren die Maßregeln zur Beförderung der Volksaufklar ^Man erleichterte die Einführung fremder Druckwerke und wandte dieliberalerer Weise an, wodurch der deutschen Wissenschaft und Literaturgrößere Verbreitung möglich wurde; auch gegen die Presse des 3"'" h-wurden die Verordnungen des früheren Regiments in milderem Sinnehabt, so daß die Zahl der Zeitungen und periodischen Schriften inSprache bedeutend zunahm. Die Reisen nach dem Auslande mehrten sich, ^dem die Pässe nicht mehr um so hohe Summen erworben werden mußte»,auch die Zahl der nach Rußland reisenden oder einwandernden Fremden I .seitdem die Polizei nicht mehr jeden Ausländer mit Argusaugen überwaDadurch wurde der Austausch der Gedanken, Kenntnisse und Erfahrung?" ^leichtert. Zugleich war man auf Hebung des Unterrichts bedacht, teils ^Verbesserung und Mehrung der Schulen, besonders der Mittelschulen, teils ^Aussendung von Lehrern, welche mit Staatsunterstützung in Deutscht«» ^anderen Ländern sich weiter ausbilden sollten. Dies hatte zur Folge, daß sst, ^Schuleinrichtungen und Methoden mehr und mehr Anerkennung und G? ^fanden. Erst der polnische Aufstand (A 207) unterbrach den Gang dieser llichen Entwicklung.
1867
Volksaus-
klärung