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10.u.12.April
1863
Fünftes Kapitel: Das Ende d. russ. Übergewichts u. d. Selbstbestimmung d. Völker. 411
bura^^b auf die Absendung gleichlautender Schriftstücke nach Peters-lesn!'' ^°rin mit Berufung auf die Wiener Verträge der Wunsch aus-"^^.^urde, die Angelegenheiten in solcher Weife zu ordnen, „daßGri, ^chen Volke der Friede wieder geschenkt und auf dauernderFürst befestigt werden möchte". Als der Minister des Auswärtigen,
^exander Gortfchakow, erklärte, daß die russische Regierung W. Apmüiia abgeneigt sei, in eine Verständigung aus dem Boden der Ver-Vvrl E^^iugehen, begnügten sich schließlich die drei Kabinette mit der 27 . ZunrÜeü von sechs Forderungen (vollständige Amnestie, nationale Ver-und Verwaltung und Sprache, gesetzliche Ordnung der Rekrutierungfyzr .^Eussreiheit) , von denen die russische Regierung bereits einige ge-^ 8 ^ rädere zu gewähren entschlossen war.
P^,/0K. Ausgang des polnischen Aufstandes. Als die Depeschen ink anlangten, war der Aufruhr, soweit er aus offenem Feldeöie »' b^eits im Verschwinden. Der Aufruf der „Nationalregierung" ansgg ^^nschaften hatte keinen Erfolg gehabt: diese setzten in die Zu-iht ber russischen Regierung mehr Vertrauen als in die VerheißungenAem ^udsleute. Statt eines Nationalheeres konnten daher die Jnsur-G^,^s nur einige Kriegshaufen aufbringen. Dazu kam noch das alteübel: Hader und Parteisucht. Jede Schar stand unter einem be-Kri/^rs. Führer, der unabhängig von den andern, auf eigene Hand denNev^ lührte. General Mieroslawski, der bekannte Abenteurer dersxf^^Eonsjahre von 1848 und 1849 (ß 160. 181), war im Februar in^tvr" Verlande eingetroffen und von der Nationalregierung zum Dik- io,F°br.
^uannt worden, indes bald nachher von den Russen geschlagen, 22 . Febr.stücke n er sich über die preußische Grenze und lähmte dann durch Schrift-lich^ Verdächtigungen die Unternehmungen seiner Landsleute. Rühm-sjw, Z ^ das Auftreten des aus dem Posenschen stammenden Jnsurgenten-Gxf ^ ^angiewicz. Nachdem er im Sandomirschen einige erfolgreicheaber- ^gm die Russen bestanden hatte, erklärte er sich eigenmächtig, 10 . MärzDikw?^ Nachträglicher Bestätigung der geheimen Nationalregierung zumFerst," r', Allein auch sein Glück war von kurzer Dauer. Durch innerebest unter seinen Scharen geschwächt, sah er sich genötigt, vor
stückn °^legenen Streitkräften der Feinde auf österreichisches Gebiet zu is. MärzEst- Aber wenn es der Nationalregierung, deren Mitglieder undpjH,"tstalt von den Russen trotz aller Anstrengungen und Machtmittel nauegierunL^ >?^Eckt wurden, auch nicht gelang, eine ansehnliche Truppenmacht
^ Feldandenb
zu stellen, so war sie doch imstande, das Königreich durch einen
m ssrng in Unsicherheit zu halten und, unterstützt von dem Adel undÜedru^t ^eit, den Terrorismus auf die Spitze zu treiben. Sie erließeig^ z Verfügungen und Gesetze, sie ordnete durch das ganze Land ihrSteuerwesen und untersagte jede Zahlung an die russischen Be-^bun s errichtete in Warschau und in den Provinzstädten Revolutions-kvstnt? um alle Handlungen, welche den revolutionären Anlauf hemmen^ls Staatsverbrechen zn strafen. So standen sich zwei Regierungenaus dz »??!ünüber; die eine stützte sich auf die offene Gewalt, die anderestehen ^eht des Terrorismus: wer der russischen Obrigkeit zu wider-auZaxsp^Pe, war den Mißhandlungen des Militärs und der PolizeiGefahr ' ^er revolutionären Regierung nicht zu Willen war, lief' vorn Dolch ihrer Agenten, von den sogenannten „Hänge-