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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
z 206.
Haltung
Napoleons
Gendarmen", erreicht zu werden. Es war von beiden Seiten ein RiUslauf Leben und Tod, doch waren die Mittel der russischen Regierung ugleich nachhaltiger als die der Revolution. Wenn auch an verschiede"^Orten der kleine Krieg noch lange fortdauerte, so war dochJuli das Petersburger Kabinett des baldigen Sieges so gewiß, daßjede weitere Einmischung der Wiener Vertragsmächte ablehnte undvon Frankreich und England vorgeschlagenen Waffenstillstand zurhaltung von Konferenzen als mit der Würde des Kaisers unverträguvi7. Zu« zurückwies. Zugleich berief man an Stelle Wielopolskis den Geierv. Berg, einen Mann von militärischer Strenge und Festigkeit,durchgreifender Verfahren konnte, an die Spitze der Regierung in Marsch" .
Damit wurde die Sache auf einen Punkt geführt, wo den drMächten nur die Wahl blieb, die russische Regierung gewähren zu uwoder das Schwert zu ziehen. Österreich, dem feine schiefe Stellung W,längst unbehaglich gewesen war, zog sich zurück; England, das ^ch ^zum zweiten Male mit Frankreich zu einem russischen Krieg verbindwollte, folgte bald dem Beispiele. Nun mußte auch Napoleon 'sich mit Ehren aus der Sache zu ziehen. Die öffentliche Meinung "katholischen Frankreich war zu entschieden auf feiten Polens getreten,"daß der Kaiser ihr nicht einen Schein von Genugtuung hätte gewährs.R°v. i8W müssen. So erklärte er in einer alle Welt in Erstaunen setzenden Lrede, daß die Verträge von 1815 aufgehört hätten zu bestehen, und "durch einen Kongreß, aus dem alle europäischen Mächte zu eU"obersten Schiedsgerichte sich vereinigen sollten, ein neuer ZustandDinge geschaffen werden sollte, in dem das wohlverstandene Interesse oHerrscher und Völker zusammenträfe. Dieser Weg führe durch Versöhn"^und Frieden zum Fortschritt, während hartnäckiges Festhalten an eusüberwundenen Vergangenheit srüher oder später einen verhängnisvollKrieg erzeugen würde. Es war ein kühner und doch kluger SchachsNapoleons, auf diesem Kongreß in Paris als höchste Autorität in Europdie Gründung eines neuen europäischen Staatsrechts einleiten zuDie europäischen Mächte zeigten aber wenig Neigung, nach Paris zu dsKongreß zu gehen, zu dem Napoleon sofort sämtliche Höfe eingelahatte; und so scheiterte sein Versuch und führte zu einer MinderungAnsehens. Da bald nachher der Tod des Königs von Dänemark die BUEuropas nach einer andern Seite lenkte (Z 237), so konnte Rußlandder Unterdrückung der polnischen Insurrektion ohne alle Einmischung "außen fortschreiten. Bald war der Widerstand gebrochen und die Tal 0keit der Nationalregierung unterdrückt. ^
Kaiser Alexander zog zwar die früher dargebotenen Reformen nicht Msuchte aber zugleich durch einschneidende Maßregeln die polnische Nationalita ^zersetzen und den Einfluß der katholischen Kirche zu mindern. Während ^ländliche Bevölkerung durch Verleihung des Eigentumsrechts auf die bisherZins oder Erbpacht besessenen Grundstücke fester an Rußland gefesselt n>u ^D-z. 1865 verbot ein Ukas Personen polnischer Herkunft, in den westlichen GouverneurGüter zu erwerben, und zwang die polnischen Edelleute, deren Besitzungenfolge des Aufstandes mit Beschlag belegt waren, diese innerhalb zweier^"an Personen nichtpolnischer Abkunft zu verkaufen oder gegen Güter imRußlands zu vertauschen. Zugleich wurden viele Polen geringerer StändeAuswanderung in rein russische Landschaften bewogen und an ihrer D ^russische und deutsche Kolonisten angesiedelt. Die höheren Ämter kamen rn
Russtfizie-rung Polens.
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