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Vierter Band.
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1865

0?- Fünftes Kapitel: Das Ende d. russ. Übergewichtes u. d. Selbstbestimmung d.Völker.

von Nationalrussen; in den oberen Regierungsbehörden wurde die pol-schule ' durch die russische ersetzt, die Verwandlung der Warschauer Hoch-

r^ssis?" bine russische Universität angebahnt. Im eigentlichen Polen schien diesich ->- Legierung den Plan zu verfolgen, einerseits in dem Bauernstandha Generation zu erziehen, die den Dank für ihre Freiheit durch An-

Und K ^tragen werde, anderseits durch rücksichtslose Strenge gegen AdelDurck, bsi^ichkeit die Wiederkehr unzeitgemäßer „Träumereien" zu verhindern.

Staats kaiserlichen Ukas, welcher das Kirchengut unter die Verwaltung des ss.N»».Ünab^ .Ute und den Klerus auf feste Besoldungen anwies, wurde die bisherige^ gigkeit der katholischen Geistlichkeit gebrochen. Die Einsprache desSt N ^Wagen führte zu bitteren Auseinandersetzungen zwischen Rom undfür -> ^rsburg, welche endlich den Abbruch aller diplomatischen Verbindungenrkolge hatt^,

dolit^ 20?» Die russische Uniformitätspolitik. Auf die russische Reform-^luh Polnische Aufstand einen nachteiligen Einfluß. Seitdem

Verk t, milde Praxis in der Presse, im Vereinswesen, im geistigenhem b Einschränkungen, wie sehr auch Härte und Despotismus

humanen Sinn Alexanders widerstehen mochten.

^ahin^b binst unter Kaiser Nikolaus ging das Bestreben nun hauptsächlichMssjsck Eur politischen, kirchlichen und nationalen Leben den Charakter deralte 9 ünisormität aufzuprägen. In Finnland allerdings wurde die Finnlanddxx A?Ebsverfassung hergestellt. Der Kaiser berief den allgemeinen Landtag Juni i8MThx ^Re Finnlands und eröffnete ihn im September des Jahres mit einerNfltellt b' m der für das Großfürstentum das konstitutionelle Prinzip auf-"vürin regelmäßige Wiederkehr dieser Versammlungen in Aussicht ge-

Dchr, EU wurde. Die Stadt- und Landgemeinden erhielten nach schwedischemUns, Selbstverwaltung; doch wurde die städtische Verwaltung schon 1873

Kurla»^ ^formiert. Die Ostseeprovinzen aber, Livland, Esthland undTrog >7' h"kten schwer unter der Feindschaft der allrussischen Partei zu leiden.

rs Reformeifers, mit welchem die baltischen Deutschen bemüht gewesenIgtztz"/.°urch Einführung einer neuen, freisinnigen Gemeindeordnung (OktoberM vl's rch Aufhebung des adeligen Güterbesitzrechts (in Kurland Juni 1865,ausschied März 1866, in Esthland Sommer 1867), durch Beseitigung desdie Nr . . adeligen Rechts zur Richterwahl jeden Vorwand zu Eingriffen intzchloss^^ukverhältniffe zu entfernen, erklärte der Kaiser in einer auf dem Juni wss"Ren öu Riga gehaltenen russischen Rede, der enge Zusammenhang zwischenAnngs. "ädern der „russischen Familie" mache Umgestaltungen im Sinne größererspnt^rung an die Einrichtungen des übrigen Reiches notwendig: wenige Wochen,u>urde die Einführung der russischen Sprache in die RegierungsbehördenLandes ^ dar Protest des livländischen Landtages gegen diese Verletzung derPrivilegien durch einen kaiserlichen Machtspruch beseitigt,vor dieser reaktionären Schwenkung trug neben dem polnischen Aufstandder ain Attentat auf das Leben des Kaisers bei, das eine FolgeAnr 4 - ^ die Reformen und politischen Vorgänge erzeugten Aufregung war.

Pistole^ des Schloßgartens richtete ein junger Russe, Karakasow, einew.Aug.wes^ Brust des heraustretenden Monarchen; nur durch die schnelleweichex Jäheit eines der Zuschauer, des jungen Handwerkers Kommissarow,

Absicht Arm des Täters durch einen Stoß ablenkte, wurde die verbrecherische^attun^b^kelt. Die unermeßliche Freude der ganzen Nation über die glücklichegeinejxT "fld die große Teilnahme des Auslandes gaben Zeugnis von der all-für mö"abe und Achtung, deren sich der Zar erfreute. Ein harter Schlag^kolax ,8 ""^chen war im Jahre vorher der Tod des Großfürsten-ThronfolgersdanischO grossen, welcher kurz vor seiner beabsichtigten Vermählung mit der

Königstöchter Dagmar in Nizza einem Brustleiden erlag. Nachdem die 24.APrui8W

1805

Ostsee-

provinzen

Attentateauf denZaren