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Vierter Band.
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Fünftes Buch: Bon der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.

Trauer um den Gestorbenen vorüber war, reichte die dänische Braut dem MSohne, Alexander, die Hand zum Ehebund. Am 1. Juni 1867 trafAlexander, einer Einladung Napoleons Folge leistend, zur BesichtigungWeltausstellung in Paris ein. Hatte er sich zu der Reise nur schwer ^schlössen, so wuchs seine Verstimmung, als bei verschiedenen Gelegenheiten/er sich öffentlich sehen ließ, selbst im Justizpalast, die Franzosen ihregeisterung für Polen laut werden ließen. Den höchsten Grad erreichteseine Erbitterung, als bei einer Fahrt vom Boulogner Wäldchen eine. Zum i8S? Pole, Bereczowski, nach dem Wagen schoß, worin die beiden Kaiser M ,Das Attentat hatte keine Folge, und der Verbrecher fiel dem Arme der S ^gerechtigkeit anheim, allein die Freveltat war nicht geeignet, in der je

Zaren versöhnlichere Gefühle gegen die Polen zu wecken. Sein Groll ernw ^die moskowitische Partei, in ihren Uniformitätsbestrebungen rücksichtslos !zuschreiten. Ihr Plan ging dahin, in den süd- und nordwestlichenin Litauen und Podolien, in Kiew und Wilna die polnischen Elementezu vertilgen, die polnische Bevölkerung „lebendig zu begraben", im eigenNii?Königreich Polen die russische Sprache und die griechisch-orthodoxe Kirche ^Herrschaft zu bringen. Auch in den deutschen Ostseeprovinzen ging das Sylder Russifizierung ungehindert fort. Als ein deutscher Professor der DorpHochschule, Schirren, gegen Juri Samarin, einen Wortführer der moskownM^Jum IM Partei, eine „Livländische Antwort" veröffentlichte, wurde er seines -

entsetzt. Bei dem leidenden Zustand Alexanders erlangte der slawische Fanatlsimmer freiere Hand.

2. Die Türkei und Griechenland.

§ 208. Die Türkei und die Donaustaaten. Als Rechtfertigung ^Reformen öw tatkräftige Hilfe im Krimkriege forderten die Westmächte von ,8 . Febr. 1858 Türkei die Durchführung innerer Reformen. So sah sich der §ugezwungen, in einem Hatti-Humajun (d. i. Kabinettsorder)"seinen Untertanen bürgerliche Gleichstellung zu gewähren, die M"zugung einer Religionsgenossenschaft vor einer andern zu verbieten, " ^Staatsbürgern gleiches Recht zur Anstellung im Dienst der Pfw'U ^geben, gemischte (mohammedanisch-christliche) Tribunale einzusetzen/Wehrpflicht der Christen bei Befugnis des Stellvertreterkaufs anzuw ^u. a. m. Ebenso mußte die Türkei unter dem Druck der WestmächteHeerstraßen anlegen, die Posten besser einrichten und Telegraphen^ ^ziehen. Aber diese Einrichtungen brachten dem an und für sich g^^us-Wnanznot Reiche eine völlige Zerrüttung der Finanzen, so daß 1861 eine H""krisis ausbrach, der man durch Ausgabe von 1250 Mill. Piastergeld mit Zwangskurs zu steuern suchte. Die hohen Steuern bedrN^zudem die Bevölkerung aufs äußerste und führten in den Provinzenallmähliche Verarmung herbei, während die hohen Beamten und ^Bankiers sich übermäßig bereicherten. Dazu kamen Verwicklungenaußen. In Syrien erhob sich der alttürkische Fanatismus zu gt"^jvollen Christenverfolgungen, welche dem französischen Kaiser ^lege t ^zu bewaffneter Intervention gaben; es war dann nur dem enerP' 7 ^Widerstände Englands zuzuschreiben, daß sich die Intervention nichtin Rom (Z 181) zu einer dauernden Besetzung des Landes gestaltete,des erst im Juni 1861 kehrten die französischen Truppen zurück- , ^

Bald darauf starb der Sultan Abdul-Medschid; ihm ' st

W.Jum 1881 Bruder Abdul-Aziz, dessen Regierungsantritt mit großen HoWu

1880