Das Ende d. russ. Übergewichtes u. d. Selbstbestimmung d. Böller. 415
Abdul-Aziz
1881-1876
^ Fünftes Kapitel:
kmrde, da er für nüchtern, sparsam und tatkräftig galt. DochÜbeln- , verfiel auch er nach kurzem Anlauf zur Beseitigung mancherUnd d der herkömmlichen Schlaffheit, dem Regiment der GünstlingeAbdnl m Verschleuderung der Geldmittel. Trotzdem genoß die RegierungStaats noch eines gewissen Ansehens in Europa, solange tüchtigeG„s-Männer, wie Fuad Pascha und sein langjähriger Freund und^ugsgenosse Ali Pascha durch Annäherung an die europäischebeal^? dem Verfalle der Türkei entgegenzuarbeiten suchten. Fuad Paschaund ki den Sultan auf einer großen Reise nach Paris, London, Wienßeill die mächtigen Eindrücke, die sein Herr hierbei empfing, zuseil, Reformen. Der Sultan zeigte auch ein lebhaftes Verlangen,
dfiser ^ dem Vorbilde der christlichen Staaten zu heben durch Ver-uemn^b" ^ der Organisation der Provinzen, durch die Gründung eines^ickt' ^aatsrats aus Christen und Mohammedanern sowie eines oberstenhjj^^utes und durch die Ausnahme einer Anzahl Christen selbst in diekei st ^ Wellen der Regierung. Aber bei der Unwissenheit der Beamten,dxx Vorurteilen des Volkes, bei dem Christenhaß der Armee und bei^tsihaftlichen Zerrüttung des Reiches zeigte sich die Durchführungsie^formen im Geiste des modernen Staates kaum noch möglich;
Zrm so zweifelhafter, als ihnen durch den Tod Fuad Paschas u.A-br.isss
1867
die al?^ Stütze genommen wurde. In der Folge erweckte der Versuch,zu . ?hammedanische Senioratsordnung in der Thronfolge (II, Z 385)Sul ^iigen und dafür die in den übrigen europäischen Staaten geltende^Zs^s'ion nach dem Majoratsrecht einzuführen, unter den Bekennern des^ große Aufregung.
ubk>?i b Eisten Schwierigkeiten bereiteten der Pforte aber die nach Un-^ud sn^it strebenden Vasallenstaaten. Die Donaufürstentümer Moldauzu pisF^chei vereinigten sich gegen den Willen der türkischen Regierung
Vasallen^
ftaaten
Rumänien, unter Bedingungen, welche die Ober-
Sultans zu einem wesenlosen Schein herabdrückten. Die
........,..
Rrne s ^ ^iihlten den moldauischen Edelmann Alexander Cusa zumdie u . iaftlichen Herrscher, ohne sich um den Einspruch der Pforte gegenHaß M kümmern. Als dieser sich jedoch durch despotische Regierung
^uzog, entstand in Bukarest eine Empörung, welche die Vertreibung S--br. iseorsürst die Wahl eines dem preußischen Königshause verwandtenNai ^u, Karls vonHohenzollern, zur Folge hatte. Cusa starb im ^s-itisse^1873 z„ Heidelberg.
dvn ^ Serbien wurde, gegen die ausdrückliche Bestimmung der Traktate,
^ Fürsten und der von ihm einberufenen Nationalversammlung
Serbien
hier , Esbewaffnung unter dem Namen „Nationalmiliz" gegründet. Auch
geo^ . dar Einspruch der Pforte ohne Wirkung. Alexander Kara-zweif?"kvitsch, der im Jahre 1842 nach Vertreibung Michaels, desdavsai^ y von Milosch Obreuowitsch (§ 146), von der National-dex MEUng (Skupschtina) zum Fürsten von Serbien erhoben und vondein,,,. ^ bestätigt worden war, entfremdete sich jedoch durch seine Hin-^ bilst?^ Österreich die slawische Nationalpartei, die zu Rußland hielt,die Nkr, Hah daher eine starke Opposition, welche in der Skupschtina
Michael1839—1842st»K Alexandervllv ,842-1858
dstex
des Fürsten Alexander aussprach. Er flüchtete sich auf 2». Dez. isss
Fürst Gebiet, während den serbischen Thron der
-verlosch Obreuowitsch wieder einnahm, dem
alte, verbannte
dem dann auch die
1858—1860