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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
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Michael
1860-1868
Pforte auf Verwendung Rußlands und Frankreichs nach einigem Slrä",die Investitur erteilte. Als er im nächsten Jahre starb, erlangte ISohn Michael (Obrenowitsch) zum zweitenmal die Herrschaft, dreseinem Hause erblich erklärt wurde. Heftige Streitigkeiten zwischenchristlichen Bewohnern und den Türken nötigten die Pariser ^ertragmächte zu vermittelndem Einschreiten, infolgedessen die türkischen sstwohner mit Ausnahme der Besatzungstruppen das Land verlassen mutzMSr, 186 ? selbst dieses genügte den Serben nicht. Sie forderten und erlangendlich die Räumung aller serbischen Festungen, wodurch das Suzerämtarecht der Pforte zu einem wesenlosen Schatten herabsank. Im folgen10 .Jumi8«s Jahr wurde Michael Obrenowitsch im Park von Topschider bei Velgrvon drei Verschworenen ermordet. Die Volksstimme bezeichnete den vbannten Fürsten Alexander Karageorgiewitsch als den geheimen AnstUder blutigen Tat. Von der Nationalversammlung wurde daraus der jungNeffe des Ermordeten, Milan Obrenowitsch, der in Paris fech^Studien oblag, zur Herrschaft berufen, bis zu seiner Volljährigkeit ^Regentschaft eingesetzt und die Verfassung in liberalem Sinne verände ^Vier Jahre dauerte die Regentschaft, während welcher Zeit Kultur, 0dustrie und Handel sich hoben und ein wohltätiger Friede herrso) 'Aug. 1872 Dann übernahm Fürst Milan selbst die Regierung, ein junger M"von vorherrschend russischen Neigungen. ^
Mooteuegro In Montenegro, wo Fürst Danilo I. (8 199) am 11. August 1von einem Eingeborenen ermordet und durch den Einfluß seiner Witwe 1Neffe Nikita unter dem Namen Nikolaus I. zum Fürsten ausgeru^wurde, kam es wegen der offenen Parteinahme der Montenegriner fürvon der Türkei abgefallene Herzegowina wieder zum Kriege mitPforte. Aber die Siege der Türken zwangen den Fürsten, die Friedebedingungen anzunehmen, nach denen er mehrere Punkte an der Strapvon der Herzegowina nach Skutari durch das Innere Montenegrotürkischen Besatzungen (bis 1870) einräumen mußte. „
209. Griechenland. Der zunehmende Verfall der osmanffw ,Macht erfüllte die Griechen mit der Hoffnung, daß die „große Jddurchgeführt werden könnte, wenn ein tatkräftiger König auf dem Tmsäße; bei der Schwäche König Ottos (Z 201) wurden daher die gesaj^hellenischen Agitationen immer gefahrdrohender für die bayerische DyrMISchon im Februar 1802 brach in Nauplia eine Militärempbr ^aus, die erst im April unterdrückt werden konnte. Die Nachsicht, die ,König dabei bewies, ermutigte zur Nachahmung: so kam es, als erOu. i8W Rundreise durch den Peloponnes begriffen war, zu Aufständen
Vonizza, Patras, Korinth und endlich in Athen; es bildete sich eine P ^visorische Regierung, deren erster Akt die Thronentsetzung ^war. Auf die Kunde davon eilte der König nach dem Piräus, gab ^ cauf den Rat der Gesandten bald den Gedanken an Widerstandund bestieg ein englisches Schiff, das ihn nach Trieft brachte. Diewälzung ging ohne Blutvergießen vor sich und wurde von den europästwMächten als vollendete Tatsache hingenommen, hatte aber auchweiteren Folgen, als daß sich die Griechen nach einem andern Königsahen. Ohne die Bestimmung der Verfassung zu beachten, nach ^
der jüngere Bruder des kinderlosen Königs Otto, Adalbert von ^
zum Thronfolger berufen war, richteten die Griechen zuerst ihre -v
Nilitaieit 1SM
1862
EntthronungKönig Ottos