Österreichi-sches Ulti-matum
Fünftes Kapitel: Das Ende d. russ. Übergewichtes u. d. Selbstbestimmung d. Völker. 427
^ jedoch das Schwert gezogen wurde, machte die Diplomatie noch einigelvirk ^ Versuche, eine Verständigung und sriedliche Ausgleichung zu be-früb ' Wie wenig auch Europa der Versicherung Napoleons, daß dersein ^7) verkündigte Satz: „Das Kaisertum ist der Friede," nochm? Geltung habe, Glauben beimaß, so begab sich dennoch der englische^ sandte in Paris, Lord Cowley, mit Zustimmung des französischen s^r. i8s»
. ses nach Wien, um die österreichische Regierung zu Zugeständnissen zu be-Während noch die Unterhandlungen im Gange waren, trat^ Vüch Rußland mit dem Vorschlag eines Kongresses zur Entscheidungm ^lienischen Frage hervor. Da aber Österreich verlangte, daß die^._"äge von 1815 die Grundlage der Verhandlungen bilden sollten, dießÖT^Hme Piemonts an dem Kongresse verweigerte und auf eine allseitige^-waffnung drang, so kam der Kongreß nicht zustande. Vielmehr stellte A^ das Wiener Kabinett an die sardinische Regierung in einem Ulti- W.ApruisssZu ^ Forderung, binnen drei Tagen das Heer aus den Friedensfuß
und die Freikorps aufzulösen. Als von Turin eine ablehnende ApruÄe ^ erfolgte, erhielten die österreichischen Truppen sofort den Befehl, 2 s. Apm^ ^ den Tessin zu gehen. Cavour war hocherfreut über diesen Schritt,kvn ? der österreichischen Regierung den Friedensbruch zuschiebenUen ^ sprachen denn auch die neutralen Mächte ihre MißbilligungEhr .^erreich aus, und Napoleon stellte es als seine Pflicht hin, dem^ eines Staates entgegenzutreten, der bis zu den Alpen gebietenfürcht ^ jedem unabhängigen Lande eine Gefahr für seine Macht
Karen im österreichischen Heere noch tüchtige Männer vorhanden, die, wie Heß, ^"sbruch der^klent ^ Heerführer bewährt hatten, aber Hofgunst und Geburt gingen über '
über ^ und Erfahrung, und diesen Vorzügen verdankte Franz Gyulay den Oberbefehl^ österreiche Kriegsmacht in Italien. In Sardinien und Frankreich hatte man dengar des KriegeS noch nicht erwartet, es wäre also dem österreichischen Feldherrn nicht^ gefallen, durch rasches Vordringen dem Krieg von vornherein eine günstigesich zu geben. Statt aber mit Entschlossenheit auf die Hauptstadt loszugehen, setzte^°8er» ^ der Landschaft Lomellina, zwischen Tessin und Sesia, fest. Durch dieses
Ale».", Hab er den Sardiniern Zeit, ihre Truppen, etwa 80000 Mann, um die Festung^^ia zu vereinigen, wo im Mai mehrere französische Heeresabteilnngen zu ihnen stießen, Ma*
>>„. kd Garibaldi mit seinen „Alpenjägern" sich am Fuß des Gebirges ausstellte, um
dort
ersch-'"" aus den rechten Flügel der Österreicher zu beunruhigen. Um die Mitte des Mai»ist ."Napoleon selbst in Italien; er hatte durch Einführung der gezogenen Kanonen^us dahin noch unerhörten Schußweite seiner Artillerie einen großen Vorteil ver-so ^„ü,"ud wenn er auch die strategische Führung seinen erfahrenen Generalen überließ,diar sein glorreicher Name alte Erinnerungen bei Franzosen und Lombarden, so
einhxj,sA Üine Person der feste Mittelpunkt, von dem alle Bewegungen ausgingen. DieserNicht "NM Kriegführung gegenüber zeigte sich der österreichische Oberfeldherr seiner AufgabeNur ^wachsen. Er hatte den günstigen Augenblick zum Angriff versäumt, jetzt blieb ihmlich: Verteidigungskrieg übrig. Da er über die Stellung der verbündeten Armee gänz-
zier^ unklaren war, so sandte er den Grafen Stadion mit 12000 Mann zum Rekognos-Dieser stieß bei Montebello auf die Franzosen und wurde nach tapferer^eite ' u zum Rückzug gezwungen- Nun richtete Gyulay seine Aufmerksamkeit nach jenerschloss m ^r Meinung, von dort würde der Angriff erfolgen. Allein Napoleon hatte be-bulj, bch auf den rechten, schwächeren Flügel.der Österreicher zu werfen und möglichstMailand vorzurücken. Während die Hauptarmes von Alessandria aus nachTenors und Canrobert nach dem hartnäckigen Widerstände des österreichischenNach b ^ Äobel die Sesiabrücke bei Palestro besetzte, drang Garibaldi den Bergen entlangHvban Uor und war bereits auf dem Wege nach Monza, als Gyulay den GeneralTsti- ^ Deckung der lombardischen Hauptstadt absandte und dann den Rückzug über denanordnete.
M. Mal
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