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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
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Unter großen Beschwerden rückte er sodann auf die Hauptstadt los und staub27. Mai 1860 am 27. Mai vor Palermo. In wenigen Stunden war die Stadt, wo dievölkerung sich in Masse erhob, zur Hälfte in den Händen Garibaldis.aber ließ der neapolitanische General Lanza von der Zitadelle und vonim Hafen liegenden Kriegsschiffen aus die Stadt bombardieren. Um derstörung Einhalt zu tun, wurde unter Vermittlung des englischen AdmiralsWaffenstillstand geschlossen, der mit dem Abzug der neapolitanischen Truppo. Juni und der Übergabe der Stadt endigte. „ ^
Die Einnahme von Palermo erschütterte die Monarchie in ihren GrundstIund trug den Ruhm Garibaldis in alle Welt. Umsonst suchte der KönigThron mit neuen Stützen zu umgeben, indem er die von seinem ^uterJahre 1848 erteilte, später aber wieder beseitigte Verfassung (§ 181)und sich mit einem liberalen Ministerium umgab. Es war zu18 . Jun Wochen nach der Einnahme von Palermo brach der „Diktator" gegen Me"auf, ohne, wie man in Turin verlangte, die Annexion der Insel an ^zu verkündigen. Wo er erschien, fiel ihm die Bevölkerung zu, und der Befftz .28 . Juii Haber von Messina mußte die Stadt mit Ausnahme der Zitadelle räumen, -b, ^wunderbarer waren die Erfolge auf dem Festlande. Kaum hatte Garlba ^lande fast im Angesicht der in der Meerenge kreuzenden neapolitanischen Flotte, pei. Aug. Landung mit 4300 Mann bewerkstelligt, so übergab die Besatzung von
Stadt und Burg unter der Bedingung freien Abzugs. Allenthalben lösten sichTruppenkörper auf, bildeten sich provisorische Regierungen: wie ein Triumphsdurchzog Garibaldi den Süden der Halbinsel, ohne auf Widerstand zu stutzDer bloße Name Garibaldi übte auf die Bevölkerung eine zauberhafteaus. Am 6. September verließ Franz II. seine Hauptstadt und zog stst> §den noch treugebliebenen Truppen, etwa 40 000 Mann, hinter den ^ultuund in die Festungen Gaeta und Capua zurück, und schon am nächsten .i7. S-pt. feierte Garibaldi unter dem begeisterten Jubelruf der ganzen Bevölkerung
Einzug in Neapel. Die fremden Mächte hielten sich an den Grundsatz ^Nichtintervention. Napoleons Versuch, ein gemeinsames Einschreiten Englaund Frankreichs zu bewirken, scheiterte an der Abneigung PalmerstonsRuffels. ^
Unter diesen Vorgängen stieg die Aufregung des italienischen Volkes s„einer fieberhaften Höhe. Die Erklärung Garibaldis, daß er „vom Quirinal adas Königreich Italien in seiner natürlichen Hauptstadt verkündigen wolle, leinen vollen Widerhall in dem Herzen des Volkes. Je mehr aber dieseszutage trat, desto verwickelter wurden die Verhältnisse wegen der schwsf*Lage Roms. Die päpstliche Regierung setzte dem Drängen des franzostl^Kaisers auf innere Reformen eine unüberwindliche Weigerung entgegen ^bedrohte jeden Versuch einer Schmälerung des Kirchenstaats im vorausdem Fluch der Kirche. Je mehr es zutage trat, daß Umbrien, die Markf>b ^selbst die Stadt Rom mit Ungeduld dem Augenblicke entgegensahen, ^der geistlichen Herrschaft „in den Schoß der gemeinsamen italienischen F" ^aufgenommen zu werden", desto lauter wurde der Hilferuf der Ultramonta ^desto kühner erhob der französische Klerus seine Stimme, um die kaffer ^Regierung zu beschwören, daß sie den Heiligen Vater schütze gegen dve -
schlingenden Mächte der Hölle. Von den Geringen sammelte man denpfennig", den Wohlhabenderen machte man die Beteiligung an einer püst>. .^tAnleihe-Lotterie zur Pflicht, an die Wehrhaften erging der Ruf Min Einin die heiligen Scharen, welche als Streiter Christi das gefährdete ReichApostelfürsten schirmen sollten. Der Kriegsminister Merode bewog de" ^bannten französischen General Lamoriciere (tz 211), den Oberbefehlbuntgemischte päpstliche Armee zu übernehmen. Napoleon befand sich in e ^schwierigen Lage. Kämpften die französischen Besatzungstruppen Roms (8gegen Garibaldi, so verscherzte er die Sympathien Italiens, ließ er der italieMI /
Römische
Frage