Fünftes Kapitel: Das Ende d. russ. Übergewichtes u. d. Selbstbestimmung d. Völker. 4ZZ
freien Lauf, dann verfeindete er sich den französischen Klerus; auchwinn""" ^ Gefahr nahe, daß Mazzini und die Aktionspartei die Oberhand ge-ilt bisherigen Errungenschaften durch republikanische Bewegungen
Sie stellen würden. Ähnlich schwierig war die Lage Viktor Emanuels.
Üinb daher überein, daß sardinische Truppen die römischen Marken und
Dikt^b" ^setzen und durch sie nach Neapel vorrücken sollten, um hier statt der
Segen m Garibaldis ein geordnetes, monarchisches Regiment zu errichten, wo-
halte und das sogenannte Patrimonium Petri, das die Franzosen besetzt
Heeres ^vden, unangetastet bleiben müsse. Demgemäß rückten zwei sardinische AnfangS-m.
^reii "Bungen unter dem Kriegsminister Fanti und General Cialdini an die
Vollst Kirchenstaats. Ihre Ankunft gab das Zeichen zu einer allgemeinen
an b Hebung. Der sardinische Oberfeldherr stellte an General Lamoriciere und
den römischen Hof die Forderung, daß man allen päpstlichen Städten gestatte,
lyjbA .. swillen ungehindert kundzugeben. Als man dieses Verlangen zurück-
!etzte' General Fanti in Umbrien vor, während Cialdini die Marken be-
Sefcks ^^m letzteren zog Lamoriciere entgegen, wurde aber bei Castelfidardo is.S-Pt.ieso
Land"^" rettete sich nach Ancona. Als dann Cialdini diese Seestadt zu
stite b ^"schloß, während gleichzeitig der sardinische Admiral sie von der See-
^öriff, mußte sie sich ergeben. Wenige Tage nachher erschien Viktor 2g. s-pt.>nst Ancona und übernahm selbst den Oberbefehl. Ein Manifest schloß
^ölk ^ ^ersicherung, „seine Politik werde dazu dienen, den Fortschritt derb* mit der Stabilität der Regierungen zu versöhnen".
. 8 217 .
Garibaldi und Viktor Emanuel. Das Königreich Italien.
vollend-
des Königs war, in Verbindung mit Garibaldi das Königreich Neapel
Di? GaribaldlsRücktritt
21. Okt.
7. N°v.
M erobern. Denn so rasch die Freischaren bis in die Hauptstadt vor-Dfe waren, so langsam waren die Fortschritte an der Volturnolinie.
^eten ^^Vtung, daß das ganze neapolitanische Heer zu den Insurgenten über-^oiint ""EV steh auflösen würde, war nicht in Erfüllung gegangen; Garibaldi^cht j,' seine Freischaren auf etwa 25 000 Mann angewachsen waren,
zu »r_?*an denken, ohne die 'Hilfe Sardiniens die Festungen Capua und Gaeta^arib ^ogen Cavour freilich, der auf eine Volksabstimmung drängte, hegteoine tiefe Abneigung; er verzieh ihm nicht, daß er seine VaterstadtUud w o ^ 80 ) den Franzosen überliefert hatte. Dazu wirkten in Neapel MazziniUläu/^ 1 " gegen Cavour und den greisen Pallavicino (§ 180 ), der für Cavourseutschj oNitrat. Es kam in Neapel sogar zu einem Aufstand, schließlich aber"och die Volksabstimmung in Neapel und Sizilien für denGarib^. Sardinien. Als nun Viktor Emanuel in Sessa erschien, legteHond wit den Worten: „Sire, ich gehorche" die diktatorische Gewalt in die 20.0«.d«uu Königs. An des Königs Seite zog er in Neapel ein und kehrte
von der einsamen Insel Caprera zurück, jeden Lohn und jede Auszeichnung
V weisend.
von wurden die Kriegsoperationen erfolgreicher. Nach der Eroberungkosten u a durch die Piemontesen wurde König Franz mit dem Reste seiner 2 . No».
puppen in die Festung Gaeta gedrängt. Die tapfere Verteidigung Gast»vinen 5 Vestadt, wobei die junge Königin Maria, eine Prinzessin von Bayern,
^beu forschen Mut zeigte, bildet den Glanzpunkt in dem kurzen Regenten-den II. Er hoffte dabei noch auf auswärtige Hilfe. Napoleon suchte
^<>ni oacht von sich abzuwälzen, als sei er mit der revolutionären Politik des^yrrbk-n's^" Sardinien einverstanden; deshalb schickte er eine Flotte nach dem No». wsoKöaio Meer, welche den Hafen von Gaeta besetzt hielt und dadurch dem
bedgL Möglichkeit gewährte, sich fortwährend mit Lebensmitteln und Kriegs-^vkuna Als aber dessen Hilferufe an die Mächte Europas ohne
> Char vben, und die einzelnen reaktionären Aufstände in den AbruzzenVlüea Wals s ^nes wilden Banditenkrieges annahmen, rief Napoleon, nachdem erNeb Kvnstillstand zu vermitteln versucht hatte, seine Flotte zurück. Nun zwangen 20.
*'BaIi>amus, W-ltg-ichichte. IV. 21
Jan. 18SI
Aufl.
28