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Fünftes Buch: Von der Februarrevolution bis zum Jahre 1863.
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land eine starke Zentralgewalt nebst Volksvertretung, im Innern einetiefgehender Änderungen in Gesetzgebung und Verwaltung, Verantwortlicheder Minister, Trennung des Staats von der Kirche, größte Sparsamkeit >Militäretat, zweijährige Dienstzeit und Reform des Herrenhauses. Dagsgeregten sich auch die konservativen Elemente kräftiger, und der Zweikampfdem Abgeordneten Twesten und dem Vetter des ehemaligen MinisterpräsidenOtto v. Manteuffel, General Edwin von Manteuffel, konnte als das Borsptdes bevorstehenden großen Kampfes der Regierung und der liberalenangesehen werden. Die durch diese Vorgänge in Preußen hervorgerufene Aufregungübertrug sich auch auf die übrigen deutschen Länder. Es kam so weit, daß 'ii. Ja« wer Baden-Baden ein Student, Oskar Becker, ein Attentat auf den König nPreußen beging, weil er die Einheit Deutschlands hindere. . . ^
Der König aber ließ sich in dem begonnenen Werke nicht beirren. Bei18 .o«.i86iKrönung in Königsberg betonte er scharf das starke Königstum von 6MGnaden und verwarf entschieden einen nach englischem Muster gestaltetenmentarismus. Indes die Neuwahlen verschafften der Fortschrittspartei den vonk. Mär; 1862 Sieg; der Antrag Hagen, daß die Regierung gehalten sein solle, das dudgder Ausgaben in größerer Spezialisierung vorzulegen, da bei der Weise, ^bisher der Staatshaushalt geordnet werde, das wesentlichste Recht der BoVertretung, die Einnahmen und Ausgaben des Staates zu bewilligen und iüberwachen, fast bedeutungslos sei, führte solche Zerwürfnisse zwischengierung und Landesvertretung herbei, daß das gemäßigt-liberale MinistesII. Miirz von den Geschäften zurücktrat und der Landtag aufgelöst wurde. UnterPräsidium des Prinzen von Hohenlohe-Jngelfingen wurde ein konivatives Ministerium gebildet, dem u. a. der Justizminister Graf zur Lippe »der Kultusminister v. Mühler, sowie aus dem bisherigen Kabinett der Fuw §minister v. d. Heydt und der Kriegsminister v. Roon angehörten. Dernahm einen immer gereizteren Charakter an, als die nächsten Wahlen trotzErlasse der Minister an alle ihre Untergebenen, „die Rechte der Krone^niit 0
schiedenheit zu wahren und nicht zuzugeben, daß der Kraft des königlichen NeeM,zugunsten einer sogenannten parlamentarischen Regierung AbbruchMai 1862 doch gegen die Regierung ausfielen, als die Majorität des Abgeordnetenhnwzurückkehrte, an Zahl noch verstärkt und durch die Zustimmung der,3^Mehrheit der Nation gekräftigt. Diese fortschrittliche Mehrheit stellte sich Dr-alls den Boden des strengen formalen Rechtes. Darauf fußend konnte sie" ^dings die Gesetzmäßigkeit der größtenteils bereits durchgeführten Reformaber sie konnte sie ohne schweren Schaden des Staates nicht mehr rückga»0machen. Gleichwohl wurde die Bewilligung der Reorgamisationskoi23. Sept. mit ungeheurer Mehrheit abgelehnt. ..
Z 22V. l». Der Eintritt Bismarcks in das Ministerium. ^ ^Wilhelm litt schwer unter diesem Konflikte mit seinem Volke,selbst seine Gemahlin und sein Sohn nicht mehr auf seiner Seitevielmehr zur Nachgiebigkeit in einer Frage rieten, wo Nachgeben für " rKönig nach seiner festen Überzeugung gleichbedeutend war mit oschweren Schädigung Preußens, so erwog er sehr ernstlich seine AbdamDa gelang es Roon, den König zur Berufung Otto v. Bisrnar»bestimmen. . „,en
Birmara Otto v. Bismarck wurde am 1. April 1816 auf dem väterlichen Gute Schonn ^1815, gest. 30. in der Altmark geboren. Nach der in Berlin auf der Plamannschen Anstalt n dar-Juli 1898 Friedrich-Wilhelms-Gymnasium und dem Gymnasium zum Grauen Kloster verbrachtbildungszeit bezog er 1832 die Universität Göttingen, um die Rechte zu studieren-Ablegung der Prüfung arbeitete er an den Gerichten in Berlin, in Aachen undan der Regierung. Er genügte in Greifswald seiner Militärpflicht und wandte fnydurch die Familienverhältnisse gezwungen, der Bewirtschaftung der väterlichen G !
In Schönhausen wurde er Deichhauptmann und war seit 1846 Mitglied des Pro