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Sechstes Kapitel: Die außereuropäischen Staaten. 447
Rebellenführer im Felde überwunden und am Galgen gestorbenda,,»' t *^n die noch übrigen Banden wie Räuber verfolgt. Über ein Jahrchren ^ch°<h die Menschenjagd in Audh fort, fast alle Rebellenhäupter fandenTak'li ^ die einen durch Selbstmord, die andern am Galgen. Nanaehe b' ^Eam nach Nepal; hier starb er in den Dschungeln am Fieber,alte« Verfolger ihn erreichten. Im Laufe des Jahres 1858 kehrte diekönn, ^ und Ordnung im angloindischen Reiche zurück, und die Regierung^ auf Mittel der Versöhnung denken,djx ^ ?"ch eine Proklamation der Königin Viktoria wurde allen Aufständischen,
"er Ermordung britischer Untertanen nicht unmittelbar teilgenommen hattenTesickevt Januar 1859 zum Gehorsam zurückgekehrt sein würden, Amnestie zu-Niit s n- ^^bse Proklamation brachte zugleich die große Kunde, daß die KöniginQstjÄdsaaiung ihres Parlaments beschlossen habe, das Privilegium der^A^^^Härrsi^buKompanie aufzuheben, dieRegierung in die eigeneänd m ^ nehmen und durch einen besonderen Staatssekretärwurden ^"r Indien besorgen zu lassen. Alle Beamten der KompanieStellv» ^^n Stellen bestätigt, der Oberstatthalter als „Vizekönig" zumder Königin ernannt und den Untertanen die Versicherung gegeben,frech "kle, ohne Rücksicht auf Religion oder Abstammung, vollkommene Glaubens-seiney Rechtsgleichheit bestehen und niemand in seinem Besitz oder Recht, insprach und Lebensordnungen verletzt werden sollte. Das Reformgefetz ent-
s^esE,br Überzeugung, daß bei der Größe des indischen Reiches die Kräfte derÄroßn, nicht mehr genügten, daß nur die Regierungsgewalt einer europäischenin dxr ^ ^ Eroberungen im fernen Osten behaupten könne; es begründete
Unter i^rwaltung und im gesamten öffentlichen Leben Indiens eine neue Ära.dma. Oberhoheit der Königin verschmerzten die mediatisierten Dynastien,
«nrch ^veryoyen der Zioingur verjcymerzten o,e mevranperien L>ynapder in ihrem Eigentum, ihren Lehen und Vorrechten sichergestellt,
mit
^ den Verlust der Herrscherrechte. Durch die Reformen, welche die eng
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zu dem^P^"^ durchführte, stieg Indien „aus der Stufe der ZwingherrschaftEinriß ^""9e von Kolonien" empor. Die Regierung suchte durch zweckmäßigedurch nach europäischem Vorbild das Staats- und Rechtsleben zu heben,
eine xi,ü^hdahnen und Bildungsanftalten die Industrie und Kultur zu fördern,
^ 3 üru,, mische Grundaristokratie heranzubilden und das Prinzip der Selbst-3, wodurch England selbst groß geworden war, zur Geltung zu bringen.
Uleda»„o kehrte die Ruhe in das Land zurück, wenn auch unter den Moham-^rsch u die Gährung noch eine Zeitlang fortdauerte, so daß in Patna eineerstickt werden mußte, und die fanatischen Sekten der Wahabi im^"Uni g r der Mogsla in Malabar nur durch strenge Ausnahmegesetze im"sten K halten werden konnten. Der Krieg im Himalajalande Bhutan, im Nord- i864-i8ssl8tzg bngalens, diente zur Sicherung des Reiches gegen räuberische Einfälle.
b Birma mit Ostindien vereinigt. Schwer litt Ostindien durch diek8gg ff?*Ükretende Hungersnot (1873—74 in Lihar, 1877—78 und wiederum»ach ^.bkhan), die Tausende von Menschen dahinraffte, obwohl die Regierungk8/z , öüchkeit zu helfen bestrebt war. Fast 3 Milliarden Mk. wurden seit^kchläae verausgabt, dazu wurde 1877 bestimmt, daß besondere Steuer-^rden s s?^^en und ihr Ertrag als Hilfsfonds für Hungersnöte kapitalisiertPrinz befestigte sich die englische Herrschaft immer mehr, sodaß der
n^pfana» bei seiner Rundreise im Orient in glänzendster Weise in Indien
^rlanwnl-^"^- Die Krönung erhielt das neue Regierungsspstem durch dieDtel ^sakte vom 29. April 1876, durch welche sich die Königin Viktoria denMe. 1 vin von Indien" („Dwprsss ok luckia, Laiser-i-IIinä") bei-"dierlickf-E, Januar 1877 verkündigte der Vizekönig Lord Lytton unter großen^wärtia d" Delhi die Errichtung des indischenKaiserreichs. In den»en Kriegen konnte England später sogar indische Truppen verwenden.
1875—76