Sechstes Kapitel: Die außereuropäischen Staaten.
449
1S.Febr.18S2
Rückkehr derSpanier undEngländer
Die französi-sche Okkupa-tion
8 824,
keinen Oberfeldherrn hatte, so fehlten der Unternehmung Kraft^ort Juarez wies ein Ultimatum nach langem Zuwarten mit
Und zurück, die wie eine Verhöhnung klangen, und legte Einheimischenhab o^Utden eine hohe Kriegssteuer auf. Dennoch schloffen die Befehls-Bald durch den Vertrag von La Soledad eine Art Waffenstillstand.
Nor ?^her langte Don Juan Almonte, der Sohn des FreiheitskämpfersHl), der mehrere Jahre in Paris verlebt hatte, begleitet vonpfuanda und andern Häuptern der Kirchenpartei, im Lager an undsyps^v- uls Vertranensperson des Kaisers Napoleon ein. Seine An-^veil k ^ tvurde dem englischen und spanischen Befehlshaber bald unbequem,als 'durch die Intervention größere Dimensionen anzunehmen drohte,die ^er Absicht lag, und sie in eine feindliche Parteistellung gegenderln ^alen gedrängt wurden. Als nun Juarez Almontes Auslieferungbei halten Prim und Whke die Forderung für gerecht, stießen jedochdie .uu de la Graviere aus Widerstand. Der Verdruß darüber sowieHm.^ugen Streitkräfte, die ihnen zu Gebote standen, bewogen sie zumdes s?' ^huedies hatte der Eifer, mit dem Napoleon sich der Geldforderungderpn-^dsischen Bankiers Jecker, eines naturalisierten Schweizers, annahm,iverd Verdacht erweckt, daß die Geldsache nur als Vorwand gebrauchtsh^.bn solle, um Mexiko zu erobern. Schon im April 1862 segelten die Apm E'scheu und englischen Schiffe der Heimat wieder zu.
U^is usem Beispiel wollten die Franzosen nicht folgen. Die Ehre dessverd ^^u zu fordern, daß das Unternehmen nicht unrühmlich aufgegebench 2 ?' ^ud der religiöse Eifer der Kaiserin Eugenie bestärkte ihren Gemahldez Vorhaben, durch das er seine Mitwirkung an der Beraubung
da s>' ^chenstaats (Z 215) einigermaßen sühnen könne. Um dieselbe Zeit,
Bexs/» 5^ern ihre Einschiffung vornahmen, langte General Lorencez mitSoo,5,^ungen an. Trotzdem war die Lage der Franzosen während derpußn^rmonate sehr bedenklich. Almonte ließ sich zum Haupt der Re-Anfang Maiaiw„ Klären, aber die Zahl der Streiter, die General Miramon undfr^ .^ Anhänger ihm zuführten, Lelief sich nur auf etwa 5000, und diege^^Usche Mannschaft wurde durch das gelbe Küstensieber stark mit-sap^^u. Dem gegenüber hatte Juarez beträchtliche Streitkräfte ge-üion und erschien zudem als der Vorkämpfer für Freiheit und
bxs^.^utät. An Angriff, den Lorencez auf das von General Zaragoza s. MaiNM? Puebla de los Angelos unternahm, scheiterte, und es blieb ihmZu w ^iter übrig, als im Lager von Orizaba auf neue Verstärkungen^Ner p ' ^m August langten diese an, aber der neue Oberfeldherr,hatte f 8oreh, der nun eine Armee von 30000 Mann zur Verfügung'tonnte doch erst im nächsten Jahre zum Angriff vorgehen.besA.^t 23. Februar 1863 brach er gegen das von den Mexikanern stark^ttebla aus, dessen Verteidigung nach dem Tode Zaragozas^Aaa/ ^ttega leitete. Erst am 16. März konnten die Franzosen diegekoh^ttng beginnen; nachdem dann Belagerungsgeschütz aus Frankreichgabx ^ war, wurde Ortega nach einem 50tägigen Kampfe zur Über-^"fstm^^^n. Der Fall Pueblas beendete Juarez' Herrschaft. EinPytos^ uötigte ihn, die Hauptstadt zu verlassen und Sän Luis deSitz der Regierung zu erheben. Forey hielt an der Seite!etzt^ ^inen Einzug in Mexiko, und ohne erheblichen Widerstand be-BUb, ^ französischen Generale weite Teile des Landes. Nun schritt man
Eroberung
Pueblas
19. Mai 1863
10. Juni
°r-Baldamus, Weltgeschichte. 21. Aufl. IV.
29