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Vierter Band.
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Sechstes Kapitel: Die außereuropäischen Staaten.

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8 sZi.

trachteten unaufhörlich nach seinem Sturze. Aus einer Korrespondenz mit einemStaatsmann, die in Peru veröffentlicht wurde, schloß man, daß er den Plan.^publik Ecuador unter das Protektorat Frankreichs zu stellen (A 231), um dadurchtreten erneuernden Revolutionen mit europäischer Militärmacht kräftiger entgegen-

^"uen. Es war nur ein Traum, der nie verwirklicht werden konnte und an dessenSoch- ^ung Moreno wohl selbst kaum jemals geglaubt hat: aber seine Gegner benutzten diedächtt' "m ihn bei den auf ihre Selbständigkeit höchst eingebildeten Republikanern zu ver-Tchmd w kam, daß er mit Olom ein Konkordat abschloß, welches demselben weit-

"utzte 8 ^^^te einräumte und den Jesuiten den Unterricht überlieferte. Diese Lage be-ztepubt? Präsident von Neu-Granada, Mosquera, nm von Moreno die Vereinigung beiderreicht,- M verlangen, und erklärte, als dieser den Plan ablehnte, den Krieg; er er-durch obgleich Flores geschlagen wurde, seinen Zweck nicht. Moreno hielt sich

djx geistige Überlegenheit noch mehrere Jahre; ein Entlassungsgesuch wurde durch

dxy, seiner Freunde von dem Kongresse zurückgewiesen. Erst als seine Haltung in

^Pubs'» ^ Peru und Spanien (8 231) ausgebrochenen Kriege bei den südamerikanischen^rtstd ^ allgemeine Mißbilligung fand, die Demokraten unter der Führung des früherenin bn/" » klrbina an der Grenze Kriegsrüstungen machten, gerade als Flores in Guayaquilkanms Eer starb - da konnte er sich nicht länger behaupten. Nach einem heftigen Wahl-dativx»"A?de Hieronhmus ^arrion zum Präsidenten gewählt. Auch er gehörte der konser- i-4artet an, schlua aber in der üusteren Politik einen andern Wea ein. Wäbrend

1863

1861

Mai 1865

»reim

Peru

1824

^PLni Mißtrauen gegen Peru, welches in seinen kriegerischen Verwicklungen mit

suchte 8 südamerikanischen Republiken zu einer Art von Konföderation zu vereinigen

gege«' ^ Spaniern Vorschub geleistet hatte, trat Carrion dem Bündnisse Perus und ChilesEr exx ehemalige Mutterland bei. Die Rolle Morenos war aber noch nicht ausgespielt.

Elchen yi liegen den am 13. Januar 1868 gewählten Präsidenten Espinosa einen erfolg-Üicht^ ^Ütand und gelangte abermals zum Regiment, das er nun in ganz klerikaler^shen k ^ iusübtc, indem er der Republik den Charakter eines theokratischen Staates zu ver-^°rd "ilte und den Jesuiten eine ungehinderte Wirksamkeit gestattete. Als er durch Meuchel-^orx ^digt hatte, kamen die Liberalen wieder ans Ruder. Aber auch der Präsident 6. Aug. 1875tiiui^^" s^ußte vor einer Empörung außer Landes fliehen, deren Urheber General Vein- INSin A sich alsdann an die Spitze der Republik schwang. Unter ihm wurde die Verfassung."iem Sinne umgeändert und 1878 das Konkordat mit Rom aufgehoben Durch einewieder der gemäßigt Liberalen mit den Klerikal-Konservativen wurde Veintimilla 1883»Würzt.

Per«, Bolivia und Chile. Seitdem die Spanier nach der Niederlage beidas Lglu, ^ H4) ihre letzte Position, Callao, aufgegeben und Peru geräumt hatten, bot^iche s - Ranzig Jahre lang das traurigste Bild von Umwälzungen und Bürgerkriegen,reiche Entwicklung hemmten, den Wohlstand untergruben und kein einziges segens-ein, gr- uls Entschädigung brachten. Erst in den vierziger Jahren trat eine bessere ZeitRin l^mon Castilla den Prüsidentenstuhl bestieg; als seine Amtszeit ablief, ging 1845—1851

^hlten leit dem Bestehen der Republik die höchste Staatsgewalt an den gesetzlich ge-^geordn i ^"^er Don Jose Rufino Echenique über. Er rief indes durch die von ihm M.Miirz 1851dein Herabsetzung des Zinsfußes von der Nationalschuld einen Aufstand hervor, 1853

^dirnnk ^ Castilla anschloß. Dieser verkündete die Befreiung der Sklaven und die Auf- 1854LiiUa Kopfsteuer der Indianer und gewann dadurch das Übergewicht Er siegte bei

Ärbx^ die Präsidentenwürde und ließ eine Revision der Verfassung vornehmen, eine 5. Jan. 1855

iohrxx' ^ Itvar durch neue Aufstände und durch einen Mordversuch auf das Staatsoberhauptllntxx den, m wurde, endlich aber doch zu einem neuen Staatsgrundgesetz führte. 1858

Präsidenten Pezet, der 1862 auf Castilla folgte, kam Peru in einen Streit mitlätig an» - ^ uus baskischen Auswanderern bestehende Kolonie in Talambo war gewalt-^chuldic,-^^- und mißhandelt worden, ohne daß die peruanische Regierung gegen dieAller wäre. Daher hatte ein zu Pisco ankerndes spanisches Geschwader

^^^l« ni-^ Pinzon die zu Peru gehörenden, wegen des Guano wichtigen Chincha-dleder die ^ .^opsand für die Entschädigungsforderungen in Besitz genommen. Da aber^Üetenx > ..dinier noch Pezet einen wirklichen Krieg wollten, auch der in Lima zusammen-^danienz ^Amerikanische Kongreß zwar seine Mißbilligung über das AuftretenPeru d^ Aussprach, aber zur Mäßigung mahnte, so kam ein Vertrag zu stände, nach welchem 28 .^ das ein Schuldfordcrung anerkannte, dagegen die Chinchainseln zurückerhielt. Jn-^^itterri^/iil erregte Nationalgefühl der Peruaner wurde dadurch nicht beruhigt, und diediäter erkl'^i^" i>en Präsidenten war im ganzen Lande groß. Pezet wurde als Landes-urt, und als auch die Truppen, die in der Nähe der Hauptstadt im Lager standen,

1864

Jan. 1865