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Dritter Band.
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512 Viertes Buch Das Zeitalter des Absolutismus (1660—1740). Z 289.

Gemahlin vor ihm sterben würde) zustehen. Zugleich wurde, um die viel-de?Rechte umstrittenen Freiheiten zu sichern, die Erklärung der Rechte (äoelarationok riAÜts) erlassen und vom König genehmigt. Darin wurde erklärt, daß dasDispensationsrecht nicht ferner ausgeübt, daß ohne Bewilligung des Parlamentskeine Steuern und Abgaben erhoben, kein stehendes Heer errichtet werden dürfe;daß eine öftere Einberufung des Parlaments nötig sei, daß die Gerichte vonder Regierung unabhängig, die Minister dem Parlament ohne königlichesBegnadigungsrecht verantwortlich seien. In kirchlicher Beziehung hielt man ander Uniformitäts- und der Testakte fest, doch wurde in einer Duldungsakte denprotestantischen Dissenters, die den Huldigungseid leisteten, Freiheit des Gottes-dienstes zugestanden; den Katholiken dagegen blieb diese Wohltat versagt.Schottland Auch in Schottland trat eine Konvention zusammen, erklärte Jakob fürMiirz 168g abgesetzt, erließ eine Forderung der Rechte, die der englischen im ganzen ent-sprach, jedoch die Wiederherstellung der presbyterianischen Kirchenordnung unterAufhebung der Episkopalkirche forderte, und bot dem englischen Königspaareii. Mai die Krone an. Wilhelm nahm an, nachdem die Abgesandten erklärt hatten,daß eine Religionsverfolgung nicht eintreten solle.

Parlament»- So wurden in England und Schottland die festen Formen der parla -Monarchie mentarischenMonarchieals Ergebnis langer Parteikämpfe aufgestelltum dieselbe Zeit, wo sonst in Europa der Absolutismus triumphierte.In kirchlicher Hinsicht kehrten beide Länder zu der Ordnung zurück, inder die Reformation bei ihnen entstanden war; in beiden aber trat derneue König für die Duldung der davon abweichenden Protestanten ein.Erhebung i» Völlig gesichert freilich war das neue Königtum noch nicht; vielmehrdrohte ihm Gefahr durch Erhebungen in Schottland und Irland.Dort erklärte sich ein Teil der Hochländer unter Führung des Marquisvon Dunden für Jakob, doch blieb die Bewegung, als Dunden in einemIuii iMs für die Rebellen siegreichen Kampfe fiel, auf die Berglande beschränkt;sie verlor in dieser Isolierung das Bedenkliche, konnte aber erst im Jahre1092 völlig unterdrückt werden.

Erhebung in Weit größere Bedeutung gewann die Erhebung in Irland. Wirwissen, daß der alte nationale Haß der irischen Kelten gegen dieAngelsachsen seit Cromwell neue Nahrung gefunden hatte durch die wirt-schaftliche und kirchliche Entwicklung, nämlich durch Übertragung der Land-güter an englische Großgrundbesitzer und die Einführung der Hochkirche(8 237). Mit diesem Hasse hatte Jakob II. schon als König gerechnet, jetztbewirkte der von ihm eingesetzte Statthalter Tyrconnel (8 287) die ErhebungIrlands und lud den vertriebenen König ein, nach Irland zu kommen.Ein solches Unternehmen entsprach den Wünschen Ludwigs XIV., da fürseinen Kampf gegen die europäische Koalition die Entthronung Wilhelms III-der größte Gewinn gewesen wäre. Deshalb rüstete er für Jakob, und derKampf um die englische Krone wurde ein Teil des dritten Raubkrieges (8 282).März I68S Mit französischer Hilfe landete Jakob an der Südküste Irlands undMai I68S konnte bald in Dublin einziehen. Das hier zusammentretende irische Parla-ment verlangte die Rückgabe der unter Cromwell eingezogenen Güter, ächteteetwa 2500 englische Kolonisten und erstrebte die völlige Losreißung von Eng-land. So weit freilich hatte Jakob nie gehen wollen; er hätte am liebsteneinen Ausgleich zwischen den Iren und den englischen Ansiedlern herbei-geführt, Wollte aber jedenfalls die Verbindung Irlands mit Englandaufrechterhalten. Trotzdem gab er im Interesse seines Kampfes gegen Wil-helm III. den Forderungen des Parlaments nach.