170 Taf. 25. 45. Familie. Labkraut-Gewächse. 46. Familie. Geissblatt-Gewächse.
dem Bau der Frucht, dass die ursprünglich wilde Pflanze auf die Verbreitungdurch Vögel angewiesen war! Vgl. S. 64, 8a und b.)
2. Das aus den ge-rösteten und gemahlenenKaffeebohnen bereiteteduftende Getränk, derKaffee, übt auf uns be-kanntlich eine belebendeWirkung aus: Gehirn undNerven werden erregt, dasGefühl der Nüchternheitund des Hungers wird be-seitigt und der Schlafverscheucht. Diese Wir-kung ist in erster Linieeinem Stoffe, dem Coffein,zuzuschreiben, der in denBohnen enthalten ist undin den Kaffeeaufguss über-geht (darum werden dieBohnen gemahlen!).Schon in etwas grössererMenge genossen, ist dieserStoff aber ein heftigesGift. Daher erzeugt sehrstarker Kaffee Herz-klopfen, Blutandrang nachdem Kopfe, Angstgefühl,Muskelzittern und beifortgesetztem Genuss so-gar schwere Nervenlei-den. Irgend welche näh-renden Bestandteile ent-hält der Kaffee nicht: erist nur ein Beiz- oderGenussmittel wie derAlkohol.
Den Kaffee-Ersatzmitteln (Surrogaten), unter denen Cichorie undGerste am gebräuchlichsten sind, fehlt das Coffein und daher auch die Wirkung,die der Genuss dieses Stoffes im Gefolge hat.
3. Die Heimat des Kaffeebaums ist wahrscheinlich der gebirgige, östlicheTeil des heissen Afrika. Sicher ist nur, dass er zuerst in Süd-Arabien angebautwurde („Mocca“-Kaffee nach der gleichnamigen Hafenstadt) und am Ende des
Zweig vom Kaffeebaum mit Blüten und jungen Früchten.Daneben eine reife Frucht, von der der obere Teil desFruchtfleisches abgelöst ist. F. Fruchtfleisch. S. Samen.(Nat. Gr.)