Zur Geschichte der Ägypter.
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der Beseitigung anheimfielen (?), als ob sie nicht gewesen wären. Da-mals war ich an der Spitze unserer Soldaten, und ich kämpfte ausge-zeichnet; Seine Majestät sah meine Tapferkeit, als ich zwei Hände er-beutete und sie Seiner Majestät brachte. Dann verfolgte mair seineLeute und sein Vieh; ich erbeutete einen lebend Gefangenen und führteihn zu Seiner Majestät. Ich brachte Seine Majestät bei hohem Wasser-stande (?) in zwei Tagen nach Ägypten. (Dafür) wurde ich mit demGolde belohnt, und zwei Sklavinnen wurden mir aus der Kriegsbeutegebracht außer dem, was ich Seiner Majestät zugeführt hatte; und ichwurde zum ,Kämpfer des Herrschers* ernannt.
Dann fuhr ich den seligen König Thutmosis I. (in meinem Schiff),als er stromauf in den Sudan zog, um die Empörung unter den Bar-baren büßen zu lassen und den Einfall der Beduinen abzuwehren. Ichwar tapfer vor ihm in dem schlechten Wasser, als ich die Schiffe an derBiegung H hindurchbrachte, und ich wurde zum Oberst der Matrosenernannt. Seine Majestät jfand die feindliche Truppes und wütete gegensie wie ein Panther. Seine Majestät schoß den ersten Pfeil ab, der imLeibe dieses Elenden (des Häuptlings) stecken blieb; da gerieten dieseBarbaren mutlos sins Wankens vor seiner Stirnschlange. (So) geschahes in der Stunde der Vernichtung, und ihre Leute wurden als lebendigGefangene fortgeführt. Seine Majestät kehrte stromab fahrend wiederzurück, und alle Ausländer waren in seiner Hand; dieser elende nubischeBeduine wurde an den Beinen aufgehängt an dem Vorderteil desSchiffes Seiner Majestät, als man in Karnak landete.
Darauf zog (Seine Majestät) nach Syrien, um sein Herz in denFremdländern zu kühlen. Seine Majestät gelangte nach Mesopotamienund fand diesen elenden (Fürsten), als er einen Krieg einfädelte. SeineMajestät richtete ein gewaltiges Gemetzel unter ihnen an; ohne Zahlwaren die lebend Gefangenen, die Seine Majestät in seinem Triumphbrachte. Damals war ich an der Spitze unserer Soldaten, und.SeineMajestät sah meine Tapferkeit: ich erbeutete einen Streitwagen, seinPferd und seinen Lenker als lebend Gefangenen und führte ihn zu SeinerMajestät. Man belohnte mich mit dem Golde in doppelter Menge.
Ich bin nun bejahrt worden und habe das Greisenalter erreicht.Meine Gunst ist (jetzt so groß) wie die erste (war), und meine Beliebtheitist wie sehemalsj — möchte ich in dem Grabe ruhen, das ich selbst an-gelegt habe!
(Mit Erlaubnis des Verfassers und Verlegers entnommen aus „VoigtländersQuellenbüchern", Band 17: „Aus dem Leben vornehmer Ägypter, von ihnen selbsterzählt". Herausgegeben von Günter Roeder. Preis 1 Mark. Seite 74—78.)
i) Die „Biegung" des Nils bei Derr (220 Kilometer südlich Elephantine) ist auchheute noch ein Schrecken aller Schiffer, weil der Nil dort für eine kurze Strecke nachSüden fließt; da meistens Nordwind weht, muß stromauf getreidelt werden, und manschafft an einem Tage nicht mehr als wenige Kilometer.