Zur römischen Geschichte.
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stromabwärts gehet:. Ferner mußten die Gebäude selbst zu einembestimmten Teile (ihrer Höhe) ohne Holzbalken aus solidem Gabiner-oder Albanersteine aufgeführt werden, weil diese Steinart dem Feuerwidersteht. Betreffs des Wassers endlich, das bisher von Privatleutenunberechtigterweise abgefangen worden war, wurden Aufseher bestellt,die dafür zu sorgen hatten, daß dasselbe reichlicher und an mehr Ortenals bisher zum allgemeinen Gebrauche fließe; desgleichen sollte jederFeuerlöschungsmittel bei ausbrechenden Bränden unmittelbar zurHand haben. Auch sollten keine Wohngebäude gemeinschaftliche Wändehaben, sondern jedes von seinen eigenen Brandmauern umgeben sein.
Diese Bestimmungen, welche sich durch ihre Nützlichkeit empfahlen,tmgen außerdem auch noch zur Verschönerung der neuen Stadt bei.Doch gab es manche, welche der Ansicht waren, die alte frühere Bau-weise sei der Gesundheit zuträglicher gewesen, dieweil die Enge derStraßen und die Höhe der Gebäude der Sonnenhitze nicht soviel Ein-gang gestattet hätten, während jetzt die weitgeöffnete Straßenbreiteohne Schattenschutz in übermäßiger Hitze glühe.
Dies also waren die Maßregeln und Veranstaltungen, welche mensch-liche Klugheit zu treffen vermochte.
Demnächst galt es, nach Mitteln zur Versöhnung der Götter um-zuschauen. Man befragte also die Sibyllinischen Bücher; auf derenGeheiß wurden Gnadengebete dem Vulkan, sowie der Ceres und Pro-serpina dargebracht, desgleichen die Gnade der Juno durch vornehmeFrauen angefleht, zuvörderst auf dem Kapitale, sodann am nächster!Meeresgestade, wo man Wasser schöpfte und mit demselben den Tempelund das Kultbild der Göttin besprengte.
Allein keine menschliche Hilfeleistung, keine Freigebigkeitsbeweisedes Kaisers, keine Anstalten zur Versöhnung der Götter waren im-stande, die öffentliche Meinung von ihrem gehässigen Glauben abzu-bringen: daß das Feuer auf Befehl angelegt worden sei. Infolgedessengriff Nero, um diesem Gerüchte (rumort) ein Ende zu machen, zu demMittel: eine Menschenklasse als die Schuldigen zu bezeichnen und mitden ausgesuchtesten Strafen zu belegen, welche das hauptstädtischeVolk (vuIZus), aus Abscheu vor ihren schandbaren Unzuchtslastern,Christianer nannte. Der Mensch, von welchem diese Benennung stammte,Christus, war unter der Regierung des Kaisers Tiberius durch den kaiser-lichen Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet und die verderblicheabergläubische Schwärmerei dadurch für den Augenblick unterdrücktworden; allein diese brach aufs neue wieder hervor, und zwar nichtallein innerhalb von Judäa, dem Geburtslands dieses Unheils, sondernauch in Rom, wohin alle Greuel der Welt zusammenströmen und wosie ihren Anhang finden.
So wurden denn zuerst diejenigen festgenommen, welche offenbekannten; sodann auf deren Angabe eine ungeheure Menge Menschen,
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