LVIVon den vöglen/ welcher namenam bſchstaben G. anhebend.Von dem vogel Salbulaoder Galgulo.Ise zwen namen, als D. Geszner vermeint, moͤgendeinem vogel zugegeben werden, ob gleich die alten vnd neuwen schrey-ber desse nit eins sind. Vermeint auch es seye ein frömbder vogel deßTeütschen lands, welcher vonn Italiäneren vmb Bergomen Galber(Galberius als Calepinus leert) genennt werde. Den so der obgenanntD. Geßner zü Bononien in anfang des Augstmonats gesehen hat der was vast alsgroß als ein Turteltaub / oder Krametuogel / auch im gleich / eins teils auff dem rug-ken bleichgäl, anders teils gruͤngäl gefarbt, fürauß am anfang deß schwantzes: dieflügel warend oben auff etwas tunckel, vnden graw vnnd schwartzlächt: die füs-graw, also was er auch vornen am halß vnnd an der brust gefarbt. Der weyslächtbauch ward in mitten mit schwartzen linien durchzogen. Die kleinsten faderen vnderden flüglen warend bleichgäl/ die grösseren aber vnden vnd oben graw. Der schwantzwas vier oder funff finger lang. Disen hab ich für ein weyblin gehalten: dann ich nahineinen schöneren / vnd mer gälfarb gesehen hab / welche farb dem männlin zustadt. Itemein anderen hab ich gesehen / so mich dem Widdewal gleych bedunckt / doch mind gälsunder mer mit grüner, grawer, vnd gäler farb, durch einander vermischt, geziert. Obaber diser vogel vnd der Widdewal etwas verwant seyend/ als villicht auch der Ym-benwolff, als ich vermein / laß ich andern zu ermaͤssen. Etliche vögel (sagt Plinius) bleybend nun drey monat bey vns, als die Turteltaub: die aber so jre jungen erzogen ha-bend/ farend hinweg als die Galguli. Mit disem vogel streytet der voget / Crex genannt,dann er thüt im vnd seinen jungen schaden, als Aristoteles schreybt. Die Friesen nennendein vögelin / so kleiner ist dann ein Finck / mit einer gälen brust / einem langen schwantz /vnd gern bey den wassern wonet, in Irer spraach Gielfincke, das ist Gälfinck / von wel-chem die alten weyber fabulierend, das er Christo am creutz die augen ausgerissen habe.Von der heimschen Hansz / vndallen Gaͤnsen etwas in gemein.Anser domesticus.Von der gstalt dises vogels, vnd wo er ammeisten zefinden.Vser vogel, so in vnserer spraach Gansz, Gausz, vnd dasmaͤnnlin Ganser oder Ganscrich genent wirdt/ ist vilfaltig. AristotelesVnd Plinius machend zwey gschlächt / zam und wild. Die Gans ist inder grösse eines Adlers: die farb ist auch vast die farp an der wilden so ander heimschen gefunden wirt, namlich weys, äschenfarb, oder auß beiden geteilt, alsauch die zam Ent / außgenommen daß an deren weder schwartz noch grün / noch anders dergleychen über die obgenannten farben, gefunden wirt/ als Albertus leert. Mansol auch die grösten vnd weyssisten außerläsen: dann die weyssen sind fruchtbar, die ge-teilten aber vnd grawen nit / dieweyl sy von wilder art zam worden sind/ als Palladius
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Vogelbuoch : darin[n] die art, natur und eigenschafft aller vöglen, sampt irer waren Contrafactur angezeigt wirt : allen Liebhaberen der Künsten, Artzeten, Maleren, Goldschmiden, Bildschnitzeren, Seydenstickern, Weydleüten und Köchen nit allein lustig zuo erfaren, sunder gantz nutzlich und dienstlich zebrauchen / erstlich durch Doctor Conradt Geßner in Latin beschriben; neüwlich aber durch Ruodolff Heüßlin mit Fleyß in das Teütsch gebracht, und in ein kurtze Ordnung gestelt
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