TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS
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Wohnzimmer in Schleithal.
und der Phantasie — all’ das wirkt zusammen, um ihr Interesse in demSuchen nach Veränderungen und neuen Feinheiten des Kostüms aufgehenzu lassen. Diese Leute geben den Ton an, und die anderen möchtenJ e nach ihren Mitteln dem Beispiele folgen. Dazu kommen dann dieSpezialindustrien der Putzmacherinnen, der Schneider, der Schuhmacher,der Näherinnen, der Juweliere, die alle zum grossen Teil von den Launen^ ei Mode leben und diese Launen noch zu verstärken und zu vervielfältigensuchen, um möglichst grossen Gewinn zu machen. Neben diesen Leuten,°d e r besser gesagt, fern ab von ihnen, giebt es andrerseits Menschen, bei^ e uen die ganze Pflege der eigenen Person nur darin besteht, sich das^°tige Brot und die unentbehrlichsten Kleidungsstücke zu beschaffen ;Ur diese existiert die Mode natürlich so gut wie gar nicht, sie suchenZUe rst ihren Hunger zu stillen und alsdann sorgen sie für ihre Kleidung,deren Form ihnen herzlich gleichgültig ist.
Zwischen diesen beiden Extremen liegt eine ganze Welt für sich,die in buntem Gemisch aus den Bauern, den Bürgern und den Arbeiternzusammengesetzt ist. Den beiden letzteren, die in den Städten und