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Trachten und Sitten im Elsass / Text von A. Laugel ; Illustrationen von Ch. Spindler
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83
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TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS

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(Siehe Text Seite 80).

eher denn einen zierlichen Eindruck machte. Da die Krone sehrschwer zu befestigen war, so setzte sie bei der Trägerin eine Ruheder ganzen Körperhaltung voraus, die notwendig in eine gewisse Steifheitausarten musste; wenn sie also das Auftreten der jungen Frau bis zugewissem Grade würdevoll erscheinen Hess, so war sie gleichzeitig auchrecht schwer und unbequem zu tragen.

Diese Sitte, der Braut eine mächtige Krone aufzusetzen, bestehtheute noch in einigen Gegenden des Elsasses, wie auch im Schwarz-w alde. Wir haben Gelegenheit gehabt, ein solches Prunkstück näherzu besichtigen, das in ein und derselben Familie seit Generationen sichv °n Mutter auf Tochter vererbt hatte. Für die Familie bedeutet daseiIle nicht geringe Auszeichnung, da mit dem Gebrauch der Krone einbeferer Sinn verknüpft ist : sie darf nur von denjenigen Mädchengetragen werden, deren Tugendhaftigkeit nicht Schaden gelitten hat.

ist es aber praktisch ja ungemein schwer, über diese FrageGewissheit zu bekommen. Man hält sich einfach daran, ob schonunbestreitbare Beweise für das Gegenteil vorhanden sind oder nicht, das1Sst , nur solche Mädchen, die noch kein Kind gehabt haben, dürfenlc h mit der Krone schmücken lassen.