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Quellenschriften zu den frühesten Anfängen der Photographie bis zum XVIII. Jahrhundert : mit fünf heliographischen Porträten, zwei Lichtdrucktitelblättern und diversem Buchschmuck / herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Hofrat Dr. Josef Maria Eder
Entstehung
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J. M. E DER

Ganz unabhängig von diesen chemischen Experimenten hatte sich im 17.und 18. Jahrhundert die Aufmerksamkeit verschiedener Naturforscher demStudium nach den Purpurschnecken und der Purpurfärberei zugewendet,welche im Altertum eine so wichtige Rolle spielte und dann in Vergessenheitgeraten war.

Der Engländer William Cole (1685), die Franzosen Reaumur (1711)und Du Hamel du Monceau (1736) untersuchten purpurführende Schalen-tiere und beobachteten, daß die mit dem Saft der diversen Purpurschneckenbefeuchteten Zeuge im Sonnenlichte besonders rasch die Purpurfarbe annehmen,welche je nach der Art der Schnecken bald rötlich, bald eigenartig violettwar. Du Hamel experimentierte mit der von der Küste von Marseille vor-kommenden Purpurschnecke Murex brandaris, welche allerdings nicht identischmit der für die alte Purpurindustrie der Mittelmeerländer wichtigen Purpuralapillus ist. Du Hamel stellte fest, daß die Purpurfärbung des gelblich-weißen Schneckensaftes am Sonnenlichte rasch erfolgt, daß aber dunkleWärme keine Farbenänderung bewirkt. Er beobachtete auch, daß blauesLicht hierbei wirksamer als rotes oder gelbes Licht sei. Wir verzichten aufdie Wiedergabe der Du Hamel sehen Abhandlung, weil sie, sowie andereQuellenschriften über Purpur in dem klassischen, für die Purpurforschungunentbehrlichen Werke von Dr. Alexander DedekindEin Beitrag zurPurpurkunde (Berlin bei Mayer & Müller, 1. Band 1898, 2. Band 1906,3. Band 1908) abgedruckt sind.

Diese Abhandlungen Reaumurs und Du Hamels regten den italienischenPhysiker Beccarius zu weiteren Versuchen über die Frage an, ob das Lichtoder die Wärme oder die Luft die Ursache der Veränderung der Farbemancher Körper sei. Es stiegen ihm Zweifel auf, als Giuseppe Monti,Professor der Naturgeschichte und Pharmakologie an der Universität inBologna (geboren 1682, gestorben 1760) in einem Vortrage in der Akademiebehauptet hatte, daß die Blumenfarben durch Luft zerstört werden, und fragtesich,warum nicht auch durch Licht? Er regte den Physiker GotthardBonzius an, Versuche mit gefärbten Bändern anzustellen, wobei Licht-, Luft-und Wärmewirkung auseinandergehalten wurde. Leider raffte der Tod diesenjungen Forscher frühzeitig hinweg. Beccarius stellte dann Versuche mitChlorsilber an und bewies, daß das Licht die Ursache seiner Dunkelfärbungim Licht sei, wobei er bei seinen Experimenten den Beweis hierfür in ähn-

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