Anmerkungen.
Zur Einleitung zu den Quellenschriften etc.
1 Unter „Philosophen“ verstand man im Sprachgebrauch der Alchemisten häufig die Meisterdieser Kunst. Der Stein der Weisen wurde auch „Lapis philosophicus“, philosophischer Stein,genannt.
2 Gmelin zitiert in seiner „Geschichte der Chemie“ (1797, 1. Band, S. 19) die Stelle ausGebers: „De inventione veritatis sine perfectionis incerto interprete. C. XXL S. 180 und 181 inAlchemia Geberi cum reliquiis. Bernae 1545.“ folgendermaßen:
„Primo dissolve Lunam calcinatam in aqua dissolutiva ut prius, quo facto, coque eam inphyala cum longo collo, non obturato ori per diem solum, usque quo consumetur ad eius tertiampartem aquae, quo peracto pone in loco frigido, et devenient lapilli ad modum cristalli fusibiles“.
Gebers „De inventione veritatis“ ist lateinisch abgedruckt am Ende des 16. Jahrhunderts imVolumen Tractatuum scriptorum rariorum de Alchemia, Norimbergae. (Schmieder, Geschichteder Alchemie, 1832.)
Über den Nachweis, daß die arabischen Werke des gelehrten Geber, der ohne Zweifelein großes Feld menschlichen Wissens umspannte, mit den später unter seinem Namen erschienenenunechten lateinischen Schriften nichts zu tun haben, siehe insbesondere M. Berthellot, DieChemie im Altertum und im Mittelalter. Aus dem Französischen übertragen von E. Kalliwoda,eingeleitet von Fr. Strunz. Leipzig und Wien 1909. — Ferner E. Gerland, Geschichte der Physik.München und Berlin 1913, S. 153.
3 Angelo Sala war zu Vicenza geboren; er brachte den größten Teil seines Lebens inder Schweiz zu, war zuletzt Leibmedicus des Herzogs von Mecklenburg und führte die NamenMagisterium argenti oder Cristalli Dianse ein. Salas Werke sind gesammelt unter dem Titel „Operamedico-chymica, quae extant omnia“ Francos. 1647; vollständiger 1682. Er beschrieb die Bereitungdes sogenannten „Höllensteins“ durch Schmelzen von Silbernitrat, förderte die Kenntnis der sicherenAnwendung vieler Arzneien und hat unleugbare Verdienste um die Fortschritte der Chemie. Salawar kein eigentlicher Alchemist, denn in seinen Schriften ist nirgends von Metallveredlung die Rede
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