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Quellenschriften zu den frühesten Anfängen der Photographie bis zum XVIII. Jahrhundert : mit fünf heliographischen Porträten, zwei Lichtdrucktitelblättern und diversem Buchschmuck / herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Hofrat Dr. Josef Maria Eder
Entstehung
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Über eine tteue sympathetische Tinte usw.

seht die Schrift den Dämpfen aus, worauf die Schrift sofort erscheint, anfangs gelb,später schwarz. Man kann sie verlöschen, wenn man sie durch eine dritte saureFlüssigkeit, wie Scheidewasser (Salpetersäure) zieht. Schließlich kann man sie wiedererscheinen lassen, wenn man sie nach dem neuerlichen Trocknen des Papieres mit der-selben Lösung von Auripigment überzieht. Man erkennt leicht, daß alle diese Effektedurch Präzipitationen und Lösungen, welche aufeinander folgen, verursacht werden.

Ein anderes Beispiel der ersien blasse. Man losi in Königswasser soviel Gold,als es aufzulösen vermag und verdünnt diese Lösung mit der fünf- bis sechsfachenMenge gewöhnlichen Wassers. Man löst anderseits feines Zinn in Königswasser:Wenn das Lösungsmittel damit gut gesättigt ist, fügt man dazu eine gletche Mengegewöhnliches Wasser. v

Schreibet mit dieser Goldlösung auf weißes Papier, lasset es tm Schattentrocknen, aber nicht in der Sonne, so wird die Schrift nicht erscheinen, wenigstensnicht während der ersten sieben bis acht Stunden. Tauchet euren Pinsel m die Zmn-lösung und streicht diesen Pinsel über die Goldschrift, so wrrd sie m diesem Augen-blick mit Purpurfarbe erscheinen. . . .,. k

Die anderen Metalle, gelöst in demselben Lösungsmittel, geben mcht denselbenEffekt. An Wirklichkeit präzipitiert sich das Silber, wenn man seme -vsung aufKupfer gießt, obwohl das Scheidewasser gleichartig das Lösungsmittel für diese beidenMetalle ist. Wenn sie aber in diesem sauren Gerste gelost sind, gibt dre Mischungdieser beiden Lösungen keinen Niederschlag, ebensowenig wre dre anderen Metalle,wenn sie in dem Lösungsmittel gelöst werden können. ^~ .

Somit ist der außergewöhnliche Effekt der sympathetischen Lante^ mrt Gold undZinn eine Ausnahme von der Regel, weil zwei metallische Substanzen deren -edein demselben Königswasser gelöst ist, die Farbe ber ihrer Mischung andern, ohne daßman irgendeine Fermentation sieht. _ r . .

Man kann die Purpurfarbe der Goldschrist auslöschen, wenn man sie m Komgs-Wasser einweicht. Man wird sie ein ,weite« Mal erschemen ^'ist'>, md->n man siewieder in die Ziuusolution bringt. Kunkel beuchtet IN seine«Glasmacher-Kunst ,Cassius in feinemLehrbuch über Gold", O-scha- m sttnem >1 sine veste überExperiment-, deren Konsequen, die von mlr beschrt-ben- sympache .sche <mte tst».Diese Schriftsteller hatten die Auffindung eine« Mittel« ,ur Herstellung von o°,en-

Ich könnte noch über einige Beispiele einer sympathetischen glitte dieser erstenKlasse berichten, indem ich sie aus dem Pflanzenreiche entnehme, aber es genügendie beiden vorhandenen. Ich gehe nur zur zweiten Klasse über.

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