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Quellenschriften zu den frühesten Anfängen der Photographie bis zum XVIII. Jahrhundert : mit fünf heliographischen Porträten, zwei Lichtdrucktitelblättern und diversem Buchschmuck / herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Hofrat Dr. Josef Maria Eder
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CARL WILHELM SCHEELE

welche der von den Sonnenstrahlen getroffene Körper bey Tage verlieret,kann er wieder nach dem Untergänge der Sonne, und bey Nacht, aus derLuft und den Körpern, womit er umgeben ist, anziehen; und vielleicht wäreauch dieses eine Ursache, warum es bey Abend- und Nachtzeiten so kühlewird. Ich steilere also, um diesen Einwurf zu begegnen, folgenden Versuchan: Ich hing den 22. Jun. ein schwarzes bleyernes Blech in freyer Luft auf,so, dass die Sonne den ganzen Tag darauf scheinen konnte; das Blech warbeständig so heiss, dass eine zarte Hand es nicht lange halten konnte. ZweyStunden vorher, ehe die Sonne unterging, rollete ich das Blech zusammen,und legte es in ein Bierglas, welches mit Wasser gefüllet war. Darneben setzteich ein anderes Bierglas, auch mit Wasser gefüllet, in beyde aber ein Thermo-meter. Der Spiritus desjenigen Thermometers, welches in dem Glase mitdem Bleche stand, fing wegen der Wärme, welche dieses Blech bey sich führte,sogleich an ein wenig zu steigen. Zwey Stunden nachher war die Wärme inbeyden Gläsern gleich. Ich betrachtete die Höhe des Spiritus die ganze Nachthindurch.. So viel aber der eine fiel, so viel fiel auch der andere. Sollte nichtdas Wasser, in welchem das bleyerne Blech lag, eine grössere Menge Wärmeverlieren, wenn obiger Einwurf feine Richtigkeit hätte? Ich bin also sehrgeneigt zu glauben, dass das Sonnenlicht kein Zeichen von Wärme von sichgiebt, so lange es feine geradlinichte Bewegung ohne Hinderniss fortsetzet.Wenn es aber durch die Anziehungskräfte der Körper angehalten wird, sowird feine Wärme sogleich merklich, eben so, wie es mit der strahlenden Hitze(§57) geschiehet.

§ 6 ? .

Die Bestandtheile des Lichts.

Da die Lichtstrahlen, wenn sie auf Körper fallen, welche eine Anziehungdazu haben, in Wärme verwandelt werden, so scheinet es anfänglich, dass dasLicht nichts anders als eine mit einer unglaublichen Geschwindigkeit bewegteWärme sey: Denn es dehnet die Körper, womit es sich verbunden, so wiedie Wärme aus. Unsere Nerven bekommen von dieser Wärme eben die-selbige Bewegung als sie von der Feuerwärme erhalten. Es ist alsdann auchunsichtbar, so wie die Wärme. Es macht das Hornsilber alsdann nicht schwarz,

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