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Quellenschriften zu den frühesten Anfängen der Photographie bis zum XVIII. Jahrhundert : mit fünf heliographischen Porträten, zwei Lichtdrucktitelblättern und diversem Buchschmuck / herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Hofrat Dr. Josef Maria Eder
Entstehung
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Anmerkungen

Metalle Sauerstoff frei wird. Er hielt aber den Sauerstoff für eine Verbindung von Phlogiston mitWasser und einer hypothetischen Säure. Bei jeder Verbrennung (Oxydation) wurde der Austrittvon Phlogiston, bei jeder Reduktion Eintritt von Phlogiston angenommen. Wird ein Körperphlo-gistisiert, so bedeutet dies nach unserer Ausdrucksweise: des Sauerstoffes beraubt oder mit Wasser-stoff verbunden. Einendephlogistisierten Körper nennen wiroxydiert oder eventuelldesWasserstoffs beraubt. Lavoisier bewies, daß die Verbrennung nicht auf den Austritt eines Stoffes,sondern auf den Zutritt, die Vereinigung mit einem Stoffe (Sauerstoff) zurückzuführen sei. DiePhlogistontheorie beherrschte die Chemie ungefähr ein Jahrhundert lang und wurde Ende des18. Jahrhunderts endgültig gestürzt; Scheele war einer der letzten Anhänger derselben. In Stock-holm wurde Scheele ein würdiges Monument errichtet.

Zur Quellenschrift von Georg- Fabricius.

15 Der Nameverdickte Säfte wurde bereits von Georg Agricola im 16. Jahrhundertin seinem BucheDe natura fossilium" zur Bezeichnung gewisser Arten der mineralogischen Körpergebraucht. Er rechnete dazu: Salpeter, Alaun, Vitriol, Lasur, Grünspan, Auripigment, Sandarak,Bernstein, Asphalt, Kampfer, Steinkohle usw.

Zur Quellenschrift von Oswald Groll (Crollius).

16 Tartarus nannten die alten Chemiker den Weinstein (saures weinsaures Kalium). BeimGlühen von Weinstein entsteht kohlensaures Kalium (Kaliumkarbonat), welches man nach seinerHerkunftSal Tartari" nannte. Weinsteinöl wurde aus dem Sal Tartari durch Aussetzenan feuchte Luft hergestellt. Dabei entstand durch Zerfließen des hygroskopischen Salzes eine dick-liche Flüssigkeit, welche eine konzentrierte Lösung von Kaliumkarbonat ist.

17 Crollius spricht vornPrasseln im Sieden (S. 45) bei der Herstellung seines Knallgoldesmit Rücksicht auf das Aufschäumen der sauren Goldlösung mit der Kaliumkarbonatlösung infolgeKohlensäureentwicklung.

18 Balneum Mariae oder Mariae Balneum = Marienbad (Wasserbad).

19 Cohobation, vorn lateinischen cohibere (zusammenfassen, einschränken), nennt man dasEindampfen einer Lösung oder wohl auch das wiederholte Destillieren einer Flüssigkeit (z. B. Alkohol),um sie stärker zu machen.

20 Putrefaction, in Fäulnis bringen, locker oder mürbe machen.

21 Atrament, von Atramentum (Tinte), nennt man ein im Rammelsberg am Harz vor-kommendes, durch Verwitterung des Eisenkieses bei den Feuersetzungsarbeiten sich bildendes Ge-menge von Ferri- , Ferro- und Kupfersulfat, mit unzersetztem Eisenkies. Man verwendete es zurErzeugung von Tinte unter Zusatz von Galläpfelabsud.

22 Aqua vitse = Spiritus, Alkohol.

28 Aqua Regis = Königswasser.

24 Crocus Martis = Eisensafran; so wurde das Eisenoxyd wegen seiner Farbe genannt.

25 Crocus Veneris = Kupferoxydul, durch Glühen hergestellt.

26 Cineres clavellati, soviel wie Pottasche. Die nähere Erklärung dieses Namens gibtMax Speter in seinerGeschichte der Pottasche und ihres Namens (Archiv für die Geschichteder Naturwissenschaften und der Technik, 1910, Bd. 2, S. 201). Ferner siehe V. Lippmann, Ab-handlungen und Vortrage zur Geschichte der Naturwissenschaften, Leipzig 1913. Veit & Co,

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