PRAGER MASCHINENBAUANSTALT,.PRAG. — DUPREZ & CO., REIMS.
Derrotir ende Diffusionsapparat der Präger Maschinenbauanstalt Actien-
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i B i • n k 7 Zuckerfabrikation, indem er eine bedeutende Vereinfachungdes Betriebes zulasst und überdies noch mancherlei Vortheile in Bezug auf dierationelle Durchführung des Diffusionsprocesses gewährt. Letzterer basirt be-kanntlich auf dem interessanten Vorgang, der sattfindet, wenn man Buben inWasser legt. Dasselbe tritt dann so lange in die Zellen der Rüben ein, undumgekehrt tritt der Saft so lange aus den Zellen aus, bis der Saft inner- undausserhalb der Zellen nahezu gleich stark ist. Entsprechend diesem Ausgleichen desGehalts der Losungen, das man in der Physik mit dem Namen Osmose bezeicli-net, bringt man nach der sogenannten Diffusionsmethode Rübenschnitzel ingrosse Gelasse, in welche man heisses Wasser einströmen lässt, worauf die Dif-fusion beginnt. Ist diese vollendet, so lässt man den Saft in das zweite Gelassablaufen, m dem frische Rübensclmitzel enthalten sind, und so fort bis derselbe
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alle Diffuseure durchlaufen hat und möglichst concentrirt ist, die Rübenschnitzeaber ganz entsaftet sind. Selbstverständlich beginnt inzwischen bei dem erstenGefäss das Verfahren von neuem.
Gewöhnlich sind nun die Diffusionsbatterien so aufgestellt, dass die Diffu-seure in einer Reihe stehen und zwar einer immer etwas tiefer als der andere,damit der Saft ablaufen kann; dabei ist dann sowol das Auffüllen mit Rüben-schnitzeln wie mit Wasser ziemlich umständlich. Bei der in unserer Abbildungdargestellten rationellem Anordnung sind sämmtliche Diffuseure im Kreise auieiner mit Laufrädern versehenen Drehscheibe aufgestellt, ln der Mitte derkreisförmigen Batterie befindet sich ein festes säulenförmiges Rohr, das diedrei Kanäle für Saft, Wasser und Dampf enthält. An der Schnitzelmasclime,welche auf unserer Abbildung oben rechts zu ersehen ist, werden die Dinu-seure je nach Bedarf in drehender Bewegung vorbeigeführt und gelullt, /umAbführen des Rübenmarks ist ebenfalls eine geeignete Vorrichtung vorhanden.
Zur Bierfabrikation verwendet man be-kanntlich künstlich getrocknete (gedarrte)Gerste, die den Namen Darrmalz erhält. Dadieses aber vor dem Darren einen Keimungs-process durchmachen musste, so hängen ihmnoch mehr oder minder lange Wurzelkeime(Malzkeime oder Malzblüten) an, die eineneigenthümlicken Bitterstoff enthalten und demBiere einen herben, unangenehmen Geschmackmittheilen würden, wenn man sie nicht vordem Maischen entfernte. Auch saugen dieseKeime äusserst begierig Wasser ein, wodurchsie ein längeres Aufbewahren des Malzes un-möglich machen. Aus diesen Gründen muss
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das Malz von seinen Keimen so vollständigals möglich befreit werden, zu welchem Zweckeman besondere Malzentkeimungs - und Putz-maschinen verwendet. Zwei der bessern Con-structionen dieser Art begegnen wir inden obenstehenden Abbildungen der vonC. Duprez & Co., Reims, ausgestellten ver-ticalen und rotirenden Malzentkeiruungs-und PutzmaschinenmitBürsten. Beide sindnach demselben Princip construirt, jedochmit dem Unterschied, dass bei der erstendie Siebe die Form zweier horizontalen Ebenenhaben, während ihnen bei der zweiten cy-lindrische Form und statt der schüttelndeneine drehende Bewegung gegeben ist.
Je grösser der Mangel an Arbeitskraft ist, desto lebhaftermacht sich das Bedürfniss fühlbar, einen Ersatz derselben inder Maschinenkraft zu finden, und die Bemühungen, welchedieses Ziel zu erreichen strebten, datiren bis in das letzte Jahrdes vorigen Jahrhunderts zurück, in dem der Erfinder derersten Mähmaschine, Joseph Boyce, ein Patent aut einensolchen Apparat nahm, der sich indessen als nicht-lebensfähigerwies und deshalb bald in Vergessenheit gerieth. Naturgemasskonnten die ersten Constructionen einer Maschine, an welcheso grosse und vielseitige Anforderungen gestellt werden wie andie Mähmaschine, kaum mehr als Versuche sein, und so kannes nicht überraschen, wenn auch die nächsten derartigen Ma-
schinen, darunter die schon wesentlich anders gebaute desSchotten Smith aus Deanstone, gleichfalls unbrauchbar be-funden wurden.
Einen bedeutenden Fortschritt zeigte die Mähmaschine, mitwelcher der schottische Geistliche Patrick Bell im Jahre 182(1vor das Publikum trat. Dieselbe galt mehrere Jahre lang füreine sehr wichtige Erfindung. Ein grosser Uebelstaud bei der-selben war jedoch, dass die Pferde nicht vor den Apparat ge-spannt werden konnten, sondern denselben von hinten schiebenmussten, und dies so wie einige andere kleinere Mängel gabVeranlassung dazu, dass man auch diese neue Constructionbald wieder fallen liess. Wie grossen Werth dieselbe dennoch