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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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A. C. PIAT, PARIS.

Beim Metallguss ist essehr wesentlich, dass dasgeschmolzene Metall nochmöglichst flüssig in dieGussformen gelange, weiles nur in diesem Zustandeauch die kleinsten Höh-lungen der letzteren völligausfüllt. Oft ist jedochdie Einrichtung derGiesserei derartig, dassdieser Uebelstand nichtoder doch ungenügend be-rücksichtigt ist, denn inder Regel sind die Schmelz-öfen an einer Seitenwanddes Raumes, in welchemsich, vom Ofen mehr oderweniger entfernt die Guss-form befindet, unverrück-bar festgestellt. Aufdem Wege vom Ofenzur Form kühlt sich dasMetall dann immeretwas ab.

Diesem Uebelstandbegegnet ein tragbarer,bezw. fahrbarerSchmelzofen vonA. C. Piat, rue Saint-Maur, Paris, der in denbeistehenden Holz-schnitten in seinen ver-schiedenen Anwen-dungsweisen dargestelltist. Derselbe hat, jenachdem ob dem Feuerkalte oder warme Luftzugeführt werden soll,die eine oder andereder in den beiden letztenFiguren ersichtlichenEinrichtungen. Imersteren Falle hängtder Ofen einfach mit jzwei Zapfen in einemsoliden gusseisernenBock. Von dem oberen

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Ofentheil führt ein ge-bogenes Rohr in denSchornstein. Bei Zufüh-rung von heisser Luft istdagegen zwischen demSchornstein und dem Ofenein Hitzapparat einge-schaltet, bestehend auseinem System verticalerRöhren, die von den obenvom Ofen abziehendenheissen Gasen in derRichtung nach untendurchzogen, ausserhalbvon der seitlich eintreten-den kalten Luft umspültwerden.

Nachdem letztere sichsolchergestalt erwärmthat, tritt sie von untenin den Feuerraum desOfens hinein. Zum Ver-giessen des Metalls kannder Ofen um die er-wähnten beiden Zapfengedreht und das Metallzum Ausfluss gebrachtwerden. Steht die Guss-form jedoch nicht dichtbeim Ofen, so wirddieser von den Arbeitern(s. erste Figur) oder mitHilfe eines Krahnes(s. zweite Figur) vonseinem Gestell abge-hoben und der Formzugetragen oder zuge-fahren (s. erste Figurder folgenden Seite).Ausser dem Vortheilder geringeren Ab-kühlung des Metallessoll der Ofen von Piatgegenüber älteren Con-structionen auch nochBrennmaterialerspar-niss ermöglichen.

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Ob den Mähmaschinen mit einem oder mit zwei Fahrrädernder Vorzug zu geben sei, lässt sich schwer entscheiden, da jenach den Verhältnissen diese oder jene bessere Dienste leisten.Im allgemeinen sind bei den heutigen Maschinen die Schneid-vorriohtungen zu einer grossen Vollkommenheit gediehen undzwar werden vorwiegend Messer mit glatter oder feilenartigbehauener Schneide benutzt, während die sägenartigen Schneidenfast ganz abgekommen sind. Von den Ablegevorrichtungengibt man denjenigen den Vorzug, die in Garben ablegen, doch

ist gerade dieser Theil der Maschine immer noch zu complicirt,und es wird daher unablässig auf Verbesserung und Vereinfachungder Ablegevorrichtung hingearbeitet.

Die oft versuchte, ausgeführte und auch in der Praxis ver-wendete Combination der Getreide- und Grasmähmaschine hatsich immer wieder als zu complicirt, schwerfällig und daherunpraktisch erwiesen und ist für grössere Landwirthschaftendurchaus nicht zu empfehlen. Dagegen sind die neuerdingserfundenen Garbenbindmaschinen von Wood, MacCormik u. a,,